Who is Who in High Fidelity – Manger Audio

Who is Who: Manger Audio / Daniela Manger

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Manger Audio / Daniela Manger – Der Ritt auf der Biegewelle

Der wohl bekannteste Biegewellenwandler der Lautsprecherwelt ist fest mit dem Namen seines Erfinders verknüpft: Josef W. Manger (1929–2016).

Keine Frage, „der Manger“ ist in der HiFi-Szene so bekannt wie ein bunter Hund. Jeder hat diesen Hightech-Breitbänder schon mal irgendwo gesehen und sich verwundert gefragt, wieso der so anders aussieht als alle anderen Lautsprecherchassis. Und wie das überhaupt funktioniert, dass „das Ding“ – abgesehen vom Tiefbass – alle Frequenzbereiche abstrahlen kann.

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Who is Who in High Fidelity – Manger Audio
Daniela Manger

Die Firma Manger Audio, die dieses Meisterwerk vollbringt, feiert alsbald das 50. Jahr ihrer Geschichte. Das in Mellrichstadt ansässige Unternehmen darf sich mit Fug und Recht als Manufaktur bezeichnen: Jedes der von sechs Mitarbeitern hergestellten Chassis wird mit all seinen einzelnen Komponenten zu einhundert Prozent in akribischer Handarbeit in Deutschland gefertigt. So stellt man sich moderne Handwerkskunst made in Germany vor.

„Manger – Präzision in Schall“, so lautet der Leitspruch der Firma. Und diese Präzision drückt sich schon im hausintern verwendeten Schrifttyp aus: „Frutiger“ gilt als Schweizer Uhrwerk unter den serifenlosen Schriften und verkörpert damit den hohen Anspruch an die eigenen Produkte, die sowohl in der Fertigungsgenauigkeit wie auch in der Schallwandlung höchst präzise sind. Natürliche, unverfälschte Wiedergabe war das Ziel der Entwicklung und ist heute das akustische Markenzeichen von Manger Audio. Im Laufe der Zeit konnte man sich auf diese Weise sowohl unter Highendern als auch unter Musikprofis national wie international einen erstklassigen Namen machen. Der Fokus der Firma soll jedoch auch in Zukunft auf dem High-End-Audio-Markt liegen.

Im Jahre 1968 begann Josef Wilhelm Manger mit seinen akustischen Forschungen. Dem 2016 verstorbenen Vater der heutigen Firmenbesitzerin Daniela Manger war aufgefallen, dass die Wiedergabe über die damals besten und angesagtesten Lautsprechersysteme mit dem Live-Erlebnis wenig gemeinsam hatte. Josef W. Manger ging den Dingen gerne auf den Grund, und so begann er, unterschiedliche Lautsprecherchassis nach Gehör und mit Messtechnik zu untersuchen. Obwohl die Frequenzgänge der Probanden sich kaum unterschieden, klangen sie doch vollkommen verschieden. Was war die Ursache? Er entdeckte gravierende Unterschiede in den Sprungantworten der verschiedenen Treiber, sprich in deren Zeitverhalten. Das eigentliche Problem bestand offenbar darin, dass die verschiedenen Frequenzen eines Schallereignisses von den Lautsprechern nicht zeitgleich abgestrahlt wurden, die wahrgenommenen Klangunterschiede waren also nicht verwunderlich. Aber gerade im Erkennen von zeitlichen Strukturen ist das menschliche Gehör evolutionsbedingt besonders empfindlich, in Urzeiten konnte davon gar das Überleben abhängig sein!

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Who is Who in High Fidelity – Manger Audio
Josef W. Manger (1929–2016)

Getrieben von der Überzeugung, dass es eine Lösung für das nun als solches erkannte Problem geben müsse, begann Josef W. Manger nach alternativen Möglichkeiten und Materialien zu suchen. Schon 1969 meldete er sein erstes Patent an. Dieses Ereignis markiert zugleich das Gründungsdatum der damals noch in Arnstein ansässigen Firma Manger Audio. Ausgiebige, viel Zeit in Anspruch nehmende Untersuchungen und Messungen führten in der Folge zu der Erkenntnis, dass der Hauptfehler für eine natürliche Audiowiedergabe nicht in den langsamen Bewegungen der tiefen Töne, sondern in den schnellen Bewegungen der hohen Töne liegt. 1974 war es dann so weit: Der Ur-Manger erblickte das Licht der Welt. 1978 wurden „Manger-Schallwandler“ und „Manger-Schallsystem“ als Warenzeichen in Deutschland angemeldet. Viele kleine Evolutionsschritte führten schließlich 1990 zur Kleinserienfertigung des Schallwandlers in Mellrichstadt, wo sich noch heute der Firmensitz befindet. Das neue Chassis etablierte sich in den Lautsprecherboxen der hauseigenen Zerobox-Linie, als Zulieferprodukt im OEM-Markt (Audio Physic, Audio Quasar) und im ambitionierten Selbstbaubereich, aus dem man sich aber bald zurückzog. Im Jahre 1991 übergab der Querdenker Josef W. Manger das Firmenruder an seine Tochter Daniela, eine diplomierte Nachrichtentechnikerin. Der nimmermüde Erfinder begab sich in den Unruhestand und beschäftigte sich fortan unter anderem mit der Entwicklung einer neuartigen Mikrofontechnik, wofür ihm im Jahre 2010 ein Patent erteilt wurde. Der Manger-Schallwandler wurde unter Federführung seiner Tochter zu dem weltweit einmaligen Schallwandler weiterentwickelt, wie wir ihn heute kennen und schätzen.

Who is Who in High Fidelity – Manger Audio

Beim Manger-Schallwandler handelt es sich um einen Biegewellenwandler, dessen bionische Funktionsweise der Basilarmembran des menschlichen Gehörs ähnelt. Die Bereiche dieser Membrane haben unterschiedliche Elastizitäten und werden deshalb, ebenso wie beim Manger-Wandler, von verschiedenen Frequenzen angeregt. Hohe Frequenzen werden beim Manger-Schallwandler in der Mitte seiner biegeweichen Membran abgebildet, niedrige Frequenzen am Rand. Dabei speichert der Treiber im Gegensatz zu konventionellen Lautsprecherchassis keine Energie, die zeitverzögert wieder abgegeben wird und so den erzeugten Ton verfälscht. Das Ergebnis dieser aufwendigen Konstruktion ist ein nahezu perfektes Impulsverhalten ohne Ein- oder Ausschwingverzögerungen. Mehr als acht Stunden Handarbeit werden für jeden einzelnen Schallwandler benötigt, bis er die Endprüfung erreicht. Seit dem Produktionsbeginn im Jahre 1974 wird das Prüfprotokoll eines jeden gefertigten Schallwandlers archiviert. Der Wandler wird nur in der gerade aktuellen Entwicklungsstufe ausgeliefert, individuelle Modifikationen sind nicht vorgesehen. Die Kunden sollen immer das Beste erhalten, und das ist nun mal der aktuelle Stand der Entwicklung. Aufgrund des hohen Fertigungsaufwands kann der Manger-Wandler kein Billigprodukt sein. Unterstützt wird seine einzigartige Qualität durch das elegante FFF-Design („Form follows function“), das sowohl dem Manger-Chassis wie auch den fertigen Lautsprechern zu eigen ist.

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Wie jedes außergewöhnliche Produkt polarisiert auch der Manger-Schallwandler: Für seine Anhänger gibt es schlicht keine Alternative auf dem Markt (was auch richtig ist), während die Skeptiker dessen „Klang“ kritisch beäugen, weil der so anders als bei konventionellen Lautsprechern ist (was ebenfalls stimmt). Unter Musikprofis hingegen ist man sich weitgehend einig, dass die Studiomonitore der Firma Manger Audio zu den Besten ihrer Spezies gehören. Zahlreiche Anekdoten belegen die Natürlichkeit der Wiedergabequalität. Zum Beispiel berichtete einmal ein Tester, dass seine Katze sich vor die Lautsprecher stellte, einen Buckel machte, fauchte und den Sänger, der eine Melodie pfiff, vergeblich suchte. Ein anderes Mal kam ein Mann quer durch eine Messehalle in Frankfurt zum Stand von Manger Audio gelaufen und suchte vergeblich den Trompeter Wynton Marsalis, der gerade aus den ausgestellten Lautsprechern erklang.

Das Manger-Schallwandler-Prinzip bietet auch zukünftig noch Entwicklungspotenzial, und so darf man neugierig sein, mit welchen Produkten die renommierte Manufaktur aus Mellrichstadt den Markt noch überraschen wird.

 

Manger Audio
Hendunger Straße 53
97638 Mellrichstadt

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Telefon 09776 9816

 

www.mangeraudio.com

 

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Fragenkatalog an Daniela Manger

Leise oder laut?
Leise.

Analog oder digital?
Digital.

Röhre oder Transistor?
Transistor.

Schallplatte oder Download?
Je nach Zeit und Muße.

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Waldlauf oder Fitnessstudio?
Waldlauf.

Trend oder Tradition?
Tradition.

Tee oder Kaffee?
Tee.

Salat oder Steak?
Mal so, mal so.

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Wein oder Bier?
Wein.

Berge oder Meer?
Meer.

Buch oder Bildschirm?
Buch.

Jazzclub oder Oper?
Jazzclub.

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Bach oder Beatles?
Stimmungsabhängig.

Wagner oder Wacken?
Weder noch.

Standby oder Stecker ziehen?
Stecker ziehen.

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
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