AudioQuests mythische Kreaturen-Doppel

Mehr als Bi-Wiring

AudioQuests Top-Strippen Robin Hood, Wilhem Tell, ThunderBird, FireBird und Dragon kann man einzeln oder im gemischten Doppel betreiben. Natürlich sind alle Modelle mit der ZERO-Technologie ausgestattet, die den Wellenwiderstand der Leiter auf nahezu null reduzieren soll und so das Zu­sammenspiel zwischen den verbunde­nen Komponenten optimiert.

Wie Ihnen auf den Bildern der voran­gegangenen Doppelseite aufgefallen ist (ist es doch, oder?), besteht die Top- Line aus jeweils zwei unterschiedlichen Kabeln für den Vollbereich und den Bass. Der Unterschied liegt in der An­kopplung der Schirmung: Schwache elektrische Signale sind heute einer Vielzahl äußerer Einflüsse ausgesetzt. Funkgeschmuddel von Handys, Blue­tooth, WLAN und vieles mehr streut Verzerrungen in den Signalfluss ein. Je schwächer das transportierte Signal beziehungsweise je länger das Kabel, umso wichtiger ist die verlässliche und effiziente Schirmung. Bei den Vollbereichskabeln ist die Schirmung konventionell umgesetzt. Der Schmutz wird über die Masse herausgelotst. Anders beim BASS (Abb.): Der Schirm ist hier kapazitiv an die Innenleiter der Strippen gekoppelt, wodurch sich die Leistung des Verstär­kers verbessert, wie uns Robert Hay von AudioQuest bei einem Redakti­onsbesuch erklärte. Dafür besitzt das Kabel weniger Bandbreite und fällt – natürlich immer noch weit außerhalb des Hörbereichs – früher ab als die Vollbereichs-Version. Dem Bass ist das natürlich schnuppe. Hier zählt nur der Extraschub, der dem Lautsprecher ei­nen Hauch mehr an Kontrolle schenkt.

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Wir kommen uns komisch vor, es über­haupt zu erwähnen: Um die doppelten Mystic-Sätze der Amerikaner kor­rekt einsetzen zu können, muss man die Lautsprecher logischerweise via Bi-Amping oder zumindest mit Bi-Wir­ing anfahren. Geht das nicht, greifen Sie unbedingt zum Vollbereichskabel ohne Namenszusatz. Carsten Barnbeck