Beyerdynamic Lagoon Traveller

Beyerdynamic LAGOON ANC Traveller im Test

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Ich höre Stimmen. Und noch viel mehr.

Kein Kabel behindert Dich, wenn Du den neuen Beyerdynamic Lagoon ANC Traveller trägst.

Denn das braucht dieser clever gemachte Bluetooth-Kopfhörer nur zum Aufladen des geräteinternen Akkus. Oder für Software-Updates. Ansonsten genießen die Träger des erfreulich leichten Schallwandlers hohen Tragekomfort, ohrumschließende Muscheln, die das Tagesgeschehen ausblenden, ohne es völlig auszusperren – und ein paar Details, die den Hörer an die Spitze seiner Klasse katapultieren.

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Ruhe bitte!

Zum Beispiel das Active Noise Cancelling, das dieses Technik-Paket in Miniaturausführung bereits im Namen trägt. Es lässt sich in zwei verschiedenen Stufen per Schiebeschalter aktivieren – was der Hörer mit einer kurzen Sprachansage quittiert. Das ist aber nur die Sitze des Eisbergs, denn der Beyerdynamic Lagoon ANC lässt sich per Smartphone-App noch erheblich subtiler feintunen – mit der „Mosayc Klang-Personalisierung by Mimi Defined“, wie es Beyerdynamic formuliert. Die Idee dahinter: Jedes Gehör ist anders, mit zunehmendem Alter sinkt fast bei jedem Menschen die Fähigkeit, hohe Frequenzen wahrzunehmen. Das Programm erkundet die persönlichen Hör-Defizite und fügt per DSP-Anpassung die fehlenden Mosaiksteine wieder ein. Dabei wird nicht nur der Sound des Kopfhörers an die individuelle Leistungsfähigkeit des Gehörs angepasst, laut Beyerdynamic funktioniert der Algorithmus mit jedem angeschlossenen Bluetooth-Gerät.

Beyerdynamic Lagoon Traveller

Losgelöst dank Bluetooth

Das Äffchen aus der Einleitung wird derzeit übrigens von der australischen Sängerin und Songschreiberin „Tones and I“ alias Toni Watson beschworen, die mit der frechen Nummer „Dance Monkey“ zu dem Zeitpunkt, da dieser Test geschrieben wird, seit Monaten auf Spitzenpositionen der deutschen und internationalen Charts notiert ist. Der Beyerdynamic Lagoon ANC bringt mir Watsons unverwechselbare Stimme zwischen Teenager und Quartalssäuferin mit vielen Details und tonal sauber ausbalanciert direkt in die Gehörgänge. Wohlgemerkt ohne dass ich mit der App herumgespielt hätte. Die Feinanpassung sorgt freilich noch einmal für einen deutlichen Sprung nach vorne – aus einem für Pop schon zuvor sehr gut tauglichen Hörer wird ein äußerst sympathischer Allrounder, mit dem ich höchst vergnügt dem Barock-„Schlager“ „Bist Du bei mir“ aus der Feder Johann Sebastian Bachs, gesungen von der britischen Ausnahmesopranistin Emma Kirkby, lausche.

Für die Klassik-Fans: Derzeit bietet Decca einen feinen Sammelschuber mit allen Recitals der Sängerin zum Sonderpreis an. Und auch vom Streamingportal Tidal ist die ansprechende Sammlung vokaler Höhenflüge abrufbar. Deshalb gebe ich mir auch gleich noch Wolfgang Amadé Mozarts „Exultate, jubilate“ mit der „britischen Nachtigall“ auf der Höhe ihres musikalischen Schaffens. So muss das klingen, luftig, weitgespannt, mit ganz viel Rauminformation und ohne den geringsten Anflug von Schrillheit oder gar Härte.

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Der Beyerdynamic Lagoon groovt

Hat das kleine schwarze Kopfhörer-Teil denn gar keine Schwächen? Ich will es wissen und bitte Joao Gilberto und Stan Getz zum musikalischen Gipfeltreffen. Das „Girl from Ipanema“ schlendert lasziv zum Strand und groovt in höchster Eleganz. Im Vergleich mit meiner highendigen Hauptanlage vermisse ich so herzlich wenig, dass ich zur Kontrolle noch einmal auf das Preisschild schaue: Der Beyerdynamic Lagoon ANC kostet tatsächlich nur 399 Euro, was für das gebotene Klangniveau schlicht unfassbar erscheint. Zumal unter der Prämisse, dass ich nicht mehr auf den „Sweet Spot“ zwischen meinen Lautsprechern festgenagelt bin, sondern mehr oder weniger im Raum herumlaufen kann, solange die Bluetooth-Übertragung nicht gestört wird.

Etui inklusive

Sollen die Musiksignale aus dem einen oder anderen Grund einmal nicht über den Äther geschickt werden, liegt dem Beyerdynamic Lagoon ANC ein ausreichend langes Kabel mit zwei Miniklinken bei, das es ermöglicht, den direkten Kontakt mit dem Laptop oder der Entertainment-Anlage des Langstreckenjets aufzunehmen. Auf langen Reisen spielt der Beyerdynamic Lagoon ANC dann seine Stärken voll aus: Zum einen sorgt die ANC-Anpassung dafür, dass man vom Dauergeräusch der Düsentriebwerke oder des Automotors herzlich wenig mitbekommt, zum anderen ist der Hörer selbst für Menschen mit großen Köpfen so komfortabel zu tragen, dass man über Stunden ermüdungsfrei Musik oder Filmton genießen kann. Damit er nicht lose in der Reisetasche herumfliegt, hat Beyerdynamic ihm noch ein strapazierfähiges Etui mitgegeben, in dem auch das Klinken- und das USB-Kabel ihren Platz finden. In die Bedienungsanleitung habe ich übrigens den gesamten Test hindurch nie hineinschauen müssen. Manchmal ist es echt von Vorteil, wenn man Stimmen hört…

Infos

  • Ohrumschließender Kopfhörer mit digitalem Active Noise Cancelling mit Hybrid-Technologie
  • Herausragender beyerdynamic-Klang, mit und ohne ANC
  • Light Guide System und Touchpad-Steuerung
  • Innovative Bluetooth®– Technologie und MOSAYC Klang-Personalisierung
  • Auch in grau/braun als Lagoon ANC Explorer erhältlich
  • Garantie: 2 Jahre
  • Preis: 400 Euro

Kontakt

Beyerdynamic GmbH & Co. KG
Theresienstraße 8
74072 Heilbronn

Fon +49 7131 617-300

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www.beyerdynamic.de

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
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