Accuphase C-3900S
Mit dem Accuphase C-3900S präsentiert der japanische High-End-Hersteller einen neuen Vorverstärker, der als Kulmination von rund fünf Jahrzehnten Entwicklungserfahrung im Vorverstärkerbau positioniert ist.
Die Konzeption des Accuphase C-3900S erfolgte anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums. Das Modell soll den gesammelten Erfahrungsschatz des Unternehmens in einem neuen Flaggschiff bündeln. Nach einer Entwicklungszeit von rund fünf Jahren ist der Vorverstärker nun marktreif.
AAVA-Lautstärkeregelung
Im Zentrum des C-3900S steht die weiterentwickelte AAVA-Lautstärkeregelung. Anders als konventionelle Schaltungen, bei denen das Eingangssignal zunächst über Widerstände abgeschwächt und anschließend verstärkt wird, arbeitet AAVA ohne diese Form der Pegelabsenkung. Accuphase gibt an, dass dadurch Rauscheinflüsse minimiert werden sollen. Die Pegelanpassung erfolgt stattdessen über eine Kombination von V-I-Wandlerschaltungen mit unterschiedlichen Verstärkungsfaktoren, wodurch sich Impedanz und Frequenzgang nicht verändern sollen.
Beim C-3900S kommt erstmals die sogenannte Dual Balanced AAVA-Technik zum Einsatz. Dabei werden zwei symmetrisch aufgebaute Balanced-AAVA-Einheiten parallel betrieben. Laut Hersteller führt dieses Konzept zu verbesserten elektrischen Eigenschaften und reduziert den ohnehin niedrigen Rauschpegel im Vergleich zu früheren Modellen um weitere 30 Prozent. Auch die Balance-Einstellung zwischen linkem und rechtem Kanal wird über diese Schaltung realisiert.
Ein weiteres Entwicklungsmerkmal ist der neu konstruierte Lautstärke-Pegelsensor. Der Sensoraufbau besteht aus einem hochsteifen, präzise gefertigten Aluminiumblock und dient der exakten Erfassung der Reglerposition. Accuphase zufolge soll der massive Drehregler ein besonders sanftes Bediengefühl vermitteln. Bei Nutzung der Fernbedienung wird der Regler motorisch bewegt, wobei ein spezieller Aufbau der Zahnräder für einen geräuscharmen Betrieb sorgen soll.
Technisch setzt der C-3900S auf eine diskret aufgebaute Eingangsstufe mit Strom-Rückkopplungsprinzip sowie auf die ANCC-Technologie zur Reduktion von Rauschen und Verzerrungen. Für den Kopfhörerbetrieb ist ein dedizierter Verstärker mit parallel geschalteter Gegentakt-Ausgangsstufe integriert. Die Signalumschaltung erfolgt über logicgesteuerte Relais, die laut Accuphase sowohl klangliche Vorteile als auch langfristige Zuverlässigkeit bieten sollen.
Dual-Mono-Stromversorgung
Die Stromversorgung ist konsequent dual-mono ausgelegt. Separate Netzteile für linken und rechten Kanal mit Ringkerntransformatoren sowie insgesamt zwölf Siebkondensatoren mit jeweils 10.000 µF Kapazität sollen eine stabile Energieversorgung gewährleisten. Die Signalübertragung erfolgt über Leiterplatinen aus GFK mit Fluorkarbonharz, das sich durch eine niedrige Dielektrizitätskonstante auszeichnen soll.
Auch bei den Anschlussmöglichkeiten zeigt sich der Vorverstärker umfangreich ausgestattet: sieben Line-Eingänge, vier symmetrische Eingänge sowie je zwei Line- und symmetrische Ausgänge stehen zur Verfügung.
Ergänzt wird dies durch Recorder-Anschlüsse, Ext-Pre-Eingänge, eine umschaltbare Gesamtverstärkung, Mono-Betrieb, Loudness-Funktion und eine abschaltbare Anzeige. Optisch setzt der C-3900S auf eine Champagner-Gold Frontplatte, ein massives Holzgehäuse und High-Carbon-Isolatorfüße aus Gusseisen.




