Classe Audio Delta Familie

Classe Audio Delta Pre und Delta Stereo

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Classe Audio Delta Pre und Delta Stereo – Perfektion für Kopf und Herz

Classe Audio: Eine Vorstufe, die alles kann. Und eine Endstufe für die Ewigkeit

Classe Audio Delta Familie
Die komplette Delta-Familie mit Pre, Stereo und Monoverstärker.

Leistung satt, Dynamik ohne Ende, das Ganze dargeboten im verführerisch reinen Timbre von Class A: Nichts weniger verspricht diese Endstufe – die erste in fast 20 Jahren Autorentätigkeit, die ich ohne fremde Hilfe keinen Millimeter weit bewege. Der Kraftprotz aus dem Hause Classe Audio mit dem angenehm prosaischen Namen „Delta Stereo“ bringt knapp 47 Kilo auf die Waage. Die dazugehörige Vorstufe namens „Delta Pre“ ist dagegen gerade noch tragbar, aber sie wuchert ja auch mit ganz anderen Pfunden − nämlich mit Ausstattung. Dabei steht sie ihrem Leistungspart in Sachen ultimativer Anspruch in nichts nach. Das ist nämlich das Leitmotiv bei den jüngsten Werken der 1980 gegründeten kanadischen High-End-Schmiede: Classés Delta-Duo tritt an, der versammelten High-End-Oberliga zu zeigen, wo der Hammer hängt.

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Classe Audio Delta Stereo
Der Kühlschacht, der von vorne nach hinten durch’s Gerät führt, wurde geschickt in das Design integriert.

Die Betriebsart der Endstufe spielt dabei eine wichtige Rolle. Kurzer Exkurs: Im Class-A-Betrieb sind die Transistoren durch einen hohen Ruhestrom sozusagen permanent vorgespannt. Auf die Weise bekommt das verstärkte Signal keine der sogenannten Übernahmeverzerrungen mit auf den Weg. Die entstehen, wenn der Transistor, der eine der beiden Halbwellen des Musiksignals verarbeitet, erst auf null schaltet, bevor der komplementäre Transistor für die andere Halbwelle übernimmt. Die beiden Classe-Gründer David Reich und Mike Viglas wählten Class A seinerzeit nicht nur für ihre ersten Verstärker, sie adoptierten die Bezeichnung sogar phonetisch im Firmennamen. Dass im Lauf der Jahre dann auch mal in Schaltnetzteil-Gefilden fremdgegangen wurde und Classe auf Class D setzte, war ein veritabler Stilbruch. Nun heißt es aber endlich wieder: Heizung aus, Verstärker an! Die Delta Stereo generiert zwar nur die ersten 12,5 ihrer maximal möglichen 500 Watt (in eine 4-Ohm-Last) im energieintensiven A-Betrieb. Das allein genügt aber schon für weit über 300 Watt Ruhestromverbrauch und eine spürbare Unterstützung der Zentralheizung.

Classe Audio Delta Stereo
Große VU-Meter geben stets Auskunft über die abgegebene Leistung.

Verkörpert die Endstufe den durch nichts zu beeindruckenden Modellathleten (Dämpfungsfaktor 850!), lautete die Vorgabe bei der Entwicklung des Delta Pre eindeutig: All-in-one. Das „All“ ist ernst gemeint, hier wird jeder Wunsch erfüllt. Analog geht es symmetrisch und unsymmetrisch rein wie raus. Ein DAC und eine Phonostufe (MM/MC) sind an Bord. Letztere entzerrt auf Wunsch für zwei, denn neben dem dezidierten unsymmetrischen Eingang kann einer der beiden Line-XLR-Inputs als symmetrischer Phonoeingang definiert werden. Die Parameter − MM oder MC, Impedanz, Kapazität − lassen sich unabhängig einstellen. Einen Kopfhöreranschluss gibt es selbstverständlich auch, ebenso diverse Trigger- und Kommunikationsports. Für Heimkino-Integration lässt sich eine HDMI-Schnittstelle nachrüsten. Eine Netzwerkbuchse ermöglicht Streaming, per Updates der Steuersoftware ist hier Zukunftssicherheit zu erwarten. Aktuell wird etwa an der Kompatibilität zu Roon und zum Multiroom-System HEOS gearbeitet.

Classe Audio Delta Pre
Ein Display, das bequem selbst vom Hörplatz aus abgelesen werden kann.

Ach ja, die Steuersoftware mit ihrem überbordenden Funktionsumfang. Natürlich lässt sich jeder Eingang von A bis Z individuell einrichten. Aber der Delta Pre hat auch ausgefeilte Klangregler an Bord, von schlichter Bass/Höhen-Balance bis zu einem parametrischen Fünf-Band-Equalizer. Die Bedienung erfolgt wahlweise über einen großen Touchscreen an der Gerätefront, mithilfe der mitgelieferten Systemfernbedienung oder via App.

Dass hinter dem Look der Deltas Designprofis stehen und der Zusammenbau auf allerhöchstem Niveau (im „High-End-Werk“ im japanischen Shirakawa, wo auch die Top-Komponenten von Marantz und Denon entstehen) vonstattengeht, ist nicht zu übersehen. Ein besonders cleveres Design- und Technikdetail: der „ICTunnelTM“ der Endstufe, der hässliche passive Kühlkörper ersetzt. Er besteht aus einem unsichtbar im Inneren der Delta Stereo montierten Aluminium-Luftschacht, auf den die (Leistungs-)Halbleiter der Endstufe montiert sind. Ein superleiser Ventilator sorgt für einen steten kühlen Luftzug durch den Tunnel, auf dass die thermischen Verhältnisse allzeit stabil bleiben. Hinter dem Luftauslass an der Geräterückseite wird es entsprechend kuschelig. Hier sollten besser keine Kabel im direkten Luftstrom hängen, die Abwärme kann empfindliche Isoliermaterialien ungesund aufheizen.

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Classe Audio Delta Stereo
Keine Sorge: Der Lüfter an der Gehäuserückwand sollte sich unter normalen Betriebsbedingungen nicht bemerkbar machen.

Die vom Hersteller publizierten Messwerte zeugen von unbedingtem Willen zur Perfektion. Die Bandbreite geht in den Megahertzbereich, der Geräuschspannungsabstand erreicht die Grenze des Messbaren. Im praktischen Betrieb waren die Kanadier so leise, dass ich mich anfangs fragte, ob ich sie tatsächlich eingeschaltet hatte. Perfekte Stille auch beim (analogen) Regeln der Lautstärke, das in Viertel-Dezibel-Präzision erfolgt. Dass sich die Phonostufe keine Blöße gibt und weder rauscht noch brummt, wundert dann auch nicht mehr.

Bei den Leistungstransistoren der Endstufe haben sich die Classé-Entwickler für MOSFETs entschieden, für die sie eine hohe Stabilität und Zuverlässigkeit reklamieren. Die Platinen sind sechslagig ausgeführt, im Pflichtenheft standen ultrakurze Signalwege und, wie beim Pre, maximale Störungsarmut. Zu der dürfte das prozessorgesteuerte Thermik-Management des ICTunnels auch einen guten Teil beitragen.

Classe Audio Delta Stereo
Die auffälligen Rippen gehören zum ausgeklügelten Lüftungskonzept des bulligen Endverstärkers, das vor allem im reinen Class-A-Betrieb bis 12,5 Watt relevant ist. Aber keine Sorge: Der Lüfter an der Gehäuserückwand sollte sich unter normalen Betriebsbedingungen nicht bemerkbar machen.

Alles an den Geräten, von den überlegt platzierten Bedienelementen an den Fronten bis zu den rhodinierten Buchsen an den Rückseiten, vermittelt den Eindruck höchster Qualität. Die App ist schnell geladen, die Verbindung zwischen iPad und per Kabel ans Netzwerk angeschlossener Vorstufe steht wie eine Eins.

Ihre technische Perfektion setzen die Classés in ein ebensolches Klangbild um. Delta Pre und Delta Stereo sind das Hochauflösendste, was mir jemals untergekommen ist. Angemessen exquisite Signalquellen vorausgesetzt, können sie als Messgeräte dienen, um millimetergenau die Distanz zwischen Musiker und Mikrofon zu bestimmen. Die gute Nachricht dabei: Die Klangbalance ist neutral, mit einem Schuss Wärme, für den meiner Ansicht nach die unfassbare Basskontrolle verantwortlich ist.

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Classe Audio Delta Pre
Die Sternförmige Leiterführung des Delta-Pre sieht toll aus und zeugt davon, dass Classé zur Vermeidung von Störungen kürzest mögliche Signalwege anstrebte. Darüber hinaus wirkt das Gerät ungewohnt leer. Viele Prozesse wurden digital realisiert, so etwa die hochpräzise Pegelsteuerung, die in Stufen von 0,25 dB geregelt werden kann.

Classe Audios Delta Pre und Delta Stereo sind Verstärker für große Räume. Die Energie, die sie durch die angeschlossenen Schallwandler an die Luft abgeben, ist eine absolute Schau. Ich hatte sprachlose Besucher da, die mannshohe US-Lautsprecherboliden an Class-D-Amps der Kilowatt-Klasse betreiben − sie zogen vor meinen Ayons den Hut, die mit Classé-Antrieb Klangbühnen in IMAX-Größe aufspannten und subsonische Schwingungen in glasklarer Definition aus ihren Keramik-Tiefmitteltönern wuppten, als wäre es das Natürlichste auf der Welt.

Die Endstufe Delta Stereo ist mir regelrecht ans Herz gewachsen. Sie kombiniert Modellathletentum mit einem ausgesprochen musikalischen Charakter. Der Lautsprecher, den die Classe nicht kontrollieren und zu absoluten Höchstleistungen treiben kann, muss noch erfunden werden. Gleichzeitig folgt die Endstufe den Vorgaben des angeschlossenen Vorverstärkers geradezu enthusiastisch, womit sie sich auch als Solistin zur Kombination mit schönen Töchtern anderer Mütter eignet. Die volle Packung Auflösung und Raumtiefe dürfte aber nur mit dem hauseigenen Delta Pre zu haben sein.

Classe Audio Delta Pre
Sämtliche Ein- und Ausgänge wurden rhodiniert, also mit einer feinen Rhodiumschicht veredelt, die sie vor Korrosion und Oxidation schützt. Der Pre kann übrigens bis zu zwei seiner Eingänge als Phono-Entzerrer beschalten.

Diese Vorstufe ist ein Tier. Ein Quercheck mit meiner Silvercore zeigt eindrucksvoll, welchen Anteil der kanadische Pre insbesondere an der phänomenalen Basswiedergabe des Verstärkergespanns hat. Auch in den höheren Registern ist mit dem Delta einfach noch mehr da, mehr Raum, mehr mikroskopische Details. Aber Vorsicht: Der unbedingt auf Neutralität und Höchstleistung getrimmte Vorverstärker verzeiht keine Nachlässigkeiten in seiner Peripherie. Kabel, Stromversorgung, Quellen − hier muss alles stimmen. Die eingebauten Digital- und Phonosektionen spielen in der Premier League, folgen aber auch dem Gebot unbedingter Akkuratesse. Wer Zauber und Glühen will, muss sich das anderswo holen. Und da wiederum sind die Kanadier die bestmöglichen Spielpartner, reichen sie doch den Charakter jeder Quelle vollständig durch und lassen so deren Qualitäten in hellstem Licht erstrahlen.

Classe Audio Delta Familie

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Die neue Delta-Kombi ist ein ultimatives Verstärkergespann. Persönlich freut es mich dabei ganz besonders, dass die phänomenale klangliche Leistung ganz ohne Schaltnetzteil und -verstärkertechnik und ohne digitale Signalmanipulation erreicht wird. Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung der Entwickler, die mit dem Delta Pre ein Statement in der Disziplin „vollintegrierte Vorstufe“ und mit dem Delta Stereo ein echtes Pièce de Class-A-Résistance auf die vibrationsschluckenden Navcom-Füße gestellt haben. Grandios!

Wir meinen

Classe Audio Delta Pre
Eine Vorstufe, um Endstufen auszureizen. Phänomenale Räumlichkeit und Differenzierungsfähigkeit. Mit dem integrierten DAC und einem flexiblen Phonoentzerrer zu allem bereit.

Classe Audio Delta Pre Navigator

 

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Classe Audio Delta Stereo
Eine Endstufe, die keine Grenzen kennt. Die besten Vorverstärker sind gerade gut genug für den ausnehmend flinken und ultimativ kräftigen Class-A-Boliden.

Classe Audio Delta Stereo Navigator

 

Info

Vorverstärker Classe Audio Delta Pre
Konzept: Transistor-Vorstufe mit integriertem Phonoentzerrer, D/A-Wandler und Streaming
Eingänge analog: 2 x XLR (symmetrisch), 2 x Cinch, 1 x Phono
Eingänge digital: 3 x S/PDIF koaxial, 3 x S/PDIF optisch, 1 x S/PDIF XLR symmetrisch, 1 x USB-B, 1 x USB-B, 1 x Ethernet, optional 4 x HDMI
Ausgänge analog: 5 Pre-Out-Paare (XLR/Cinch); alle 10 Abgriffe sind individuell konfigurierbar, 1 x Kopfhörer (Klinke 6,35 mm)
Steuerungsschnittstellen: 2 x DC-Trigger, 1 x CAN-Bus, 1 x RS232 über RJ-46
Digitalformate: PCM bis 384 kHz (über USB), DSD bis DSD256
Phono-Anschlussoptionen: MM, MC High, MC Low; Eingangskapazität MM 50 pF bis 450 pF; Eingangsimpedanz MC 7,5 Ω bis 47 kΩ; Verstärkung MC Low: 60 dB
Besonderheiten: Touchscreen, IR-Fernbedienung, Bedien-App
Ausführung: Aluminium anthrazit eloxiert
Maße (B/H/T): 45/12/45 cm
Gewicht: 13,5 kg
Garantiezeit: 5 Jahre
Preis: um 11 000 €

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Stereo-Endverstärker Classe Audio Delta Stereo
Konzept: Stereo-Endstufe mit hohem Class-A-Anteil
Eingänge: 1 x Pre-In (XLR symmetrisch), 1 x Pre-In (Cinch)
Ausgänge: 2 Paar Lautsprecher (Schraubklemmen/Banana)
Steuerungsschnittstellen: 2 x DC Trigger, 2 x IR-Empfänger, 1 x CAN-Bus, 1 x RS232 über RJ-46, 1 x Ethernet, 1 x USB für Updates
Ausgangsleistung (4 Ω): 500 W
Ausführung: Aluminium anthrazit eloxiert
Maße (B/H/T): 45/22/49 cm
Gewicht: 46,4 kg
Garantiezeit: 5 Jahre
Preis: um 14 000 €

Kontakt

D&M Germany GmbH
An der Kleinbahn 18
41334 Nettetal
Telefon +49 2157 12080

www.classeaudio.com/de

Mitspieler

Plattenspieler: bauer audio dps 3
Tonarm: bauer audio Tonarm
Tonabnehmer: Lyra Kleos
Phonovorverstärker: bauer audio Phono
CD-Player: Electrocompaniet EMC 1 UP
Musikserver: Innuos Zenith Mk III
D/A-Wandler: Aqua La Voce S3
Vorverstärker: Silvercore linestage two
Endverstärker: Rowland Model 2
Netzaufbereitung: AudioQuest Niagara 3000, Lab12 Gordian
Lautsprecher: Ayon Seagull/c
Kabel: Fadel Art, Ansuz, Sun Audio, AudioQuest, Solidcore
Zubehör: Selbstbau-Rack, Granitbasen

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