Subbase Audio Manufaktur

FIDELITY zu Gast bei … Subbase Audio Manufaktur

Schwingung ist alles

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Subbase Audio Manufaktur, Neuss – Schwingung ist alles

„Pure Reinheit“ lautet das Klangkonzept von Thomas Schlippers Subbase Audio Manufaktur: Mit seinen Basen und Zubehör sorgt er dafür, dass der Musik nichts hinzugefügt wird, was dort nicht hingehört.

Subbase Audio Manufaktur
Nicht die Komponenten, sondern die gesamte Anlage macht Musik, wie mir Thomas Schlipper erklärte. Entsprechend präsentiert er die Produkte seiner Subbase Audio Manufaktur als vollständiges Konglomerat. Und das in einer Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Thomas Schlipper hat eine klare Vorstellung davon, was seine Produkte leisten sollen. Lasst die Finger vom nachträglichen Tunen, lautet seine Devise. Statt mit Kabeln, Füßen und anderen Utensilien zu experimentieren, um den Klang der Anlage in die gewünschte Richtung zu drücken, sei es vernünftiger, die Komponenten von vorherein fehler- und färbungsfrei musizieren zu lassen. Nur so erhält man eine realistische Vorstellung von dem, was der Interpret im Studio oder auf der Bühne ausdrücken wollte. Grundsätzlich eine exzellente Idee, die jedoch erst dann vollständig funktioniert, wenn man das Konzept der Subbase Audio Manufaktur als Ganzes betrachtet. Wie Sie vermutlich wissen, bietet der Neusser Zubehörspezialist nicht nur Racks und Gerätebasen wie das Shambala TSS oder das Composant S für die Aufstellung von Equipment an. Parallel entwickelt und fertigt das Unternehmen auch Erdungssysteme (Groundbox, Vividus), Füße, Plattenklemmen sowie den MMGA-Connector, der die fehlende Verbindung zwischen den Erdungsboxen und dem Stromverteiler beisteuert. Die Konzepte der unterschiedlichen Produkte greifen nahtlos ineinander: Jede parasitäre Schwingung, alles, was die Arbeit der Komponenten beeinträchtigen könnte, soll aufgenommen und abgeleitet werden. Was übrig bleibt, ist eine Anlage, die färbungs-, stress- und störungsfrei musizieren kann.

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Mit dem kleinen „Walkie Talkie“ demonstrierte Schlipper mir die Funkbelastung heutigen Wohnumgebungen.

Das ist natürlich einfacher gesagt als umgesetzt. Um sein Ziel zu erreichen, kombiniert Schlipper Materialien wie Holz, Stein, Metall und allerlei weitere Zutaten. Das Wissen um das Zusammenspiel der Werkstoffe musste er sich in endlosen „Trial-and-Error“-Studien erarbeiten. Doch nicht nur die Materialien an sich geben den Ton an. Auch ihre mechanischen Eigenschaften sind aufeinander abgestimmt. So sind etwa die Stellflächen des Shambala durch eine Metallstrebe segmentiert, die die Ausbreitung absorbierter Schwingungen innerhalb der tragenden Ebenen erschwert. Auch die dreilagigen Seitenträger des Top-Modells haben ihren Anteil daran, unerwünschte Schwingungen auf die letzte Reise zu schicken. Garniert sind die Produkte mit einem (im wahrsten Sinn des Wortes) gradlinigen Design und kompromissloser Verarbeitungsqualität. Man mag sich bildhaft ausmalen, dass so manche hochkarätige HiFi-Komponente auf genau solche Spielpartner beharrt. Und genau da lag für Thomas Schlipper bislang ein kleines Problem …

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Subbase Audio Shambala – ein Endgültiges Rack- und Basen-System.

Aber immer langsam. An einem frühen Mittwochmorgen Anfang Dezember stelle ich mein Auto in der Zufahrt eines riesigen Gutshofs ab. Über den Wiesen und Äckern hängen matte Nebelschleier, die ihren aussichtslosen Kampf gegen die Sonne in den nächsten Minuten verlieren werden. Die reinste Idylle. Auch wenn eingefleischte Rheinländer bei dieser Bemerkung genervt mit den Augen rollen: Neuss habe ich mir hässlicher vorgestellt.

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Trotz des großen Lageplans am Eingang zum Innenhof muss ich mich zur Hausnummer sieben durchfragen, was Thomas Schlipper wenige Augenblicke später mit einem Lächeln kommentiert. Ich bin wohl nicht der erste Besucher, der sich auf dem Innenhof des weitläufigen Guts orientierungslos um die eigene Achse dreht. Mein Besuch hat eigentlich keinen konkreten Anlass. Da ich ohnehin in der Gegend war, hatte Schlipper mich eingeladen, mir den Stand der Dinge seiner Subbase Audio Manufaktur persönlich anzuhören. Und zu diesem „Stand“ gehört, dass er, gewissermaßen als Händler, neuerdings auch Produkte anderer Hersteller in sein Sortiment aufgenommen hat. Potenzielle Kunden waren bei Vorführungen immer wieder so begeistert von der Performance der Anlage gewesen, dass sie nicht nur eine Base, ein Rack oder eine Erdungsbox, sondern am liebsten gleich das gesamte System kaufen wollten. Das verleitete Schlipper dazu, sich ein erweitertes Portfolio zu gönnen, das er notfalls als „Servierempfehlung des Hauses“ durchreichen kann. Freilich sprechen wir dabei nicht von einer Handelsniederlassung. Die Kette, die ich bei meinem Besuch in Thomas Schlippers Wohnung entdecke, ist seine eigene Anlage, mit der er lebt, hört und die er auch bei der Abstimmung seiner Produkte zu Rate zieht. Nicht mehr, aber garantiert auch nicht weniger.

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Die weißen Schönheiten von Kroma Audio passen perfekt zur Philosophie des Neusser Unternehmens. Alle Details an dem spanischen Lautsprecher zielen auf eine unverfälscht reine Musikwiedergabe.

Die Auflistung (beinahe) aller Geräte, Kabel und Akustikelemente finden Sie auf der Homepage von Subbase Audio, weshalb ich mich auf die markantesten Aspekte beschränken will. Schlippers größte Entdeckung ist die Stella von Kroma Audio aus Spanien, wie er mir erzählt. Der Lautsprecher habe ihn nicht nur optisch beeindruckt, sondern verfolge ein Konzept, dass er extrem spannend finde. Die leuchtend weiße Schönheit hat eine klare Formsprache, die zu den Subbase-Komponenten passt, besitzt Seitenwände aus Carbon und besteht größtenteils aus einem Material namens Krion. Ein Kunststein, der so hohe Dichte aufweise, dass er (zumindest in dem Frequenzbereich, der uns interessiert) praktisch keine Resonanzen entstehen lasse. Angetrieben werden die Boxen von einer CH-Precision-Endstufe (A1.4), die über einen Vorverstärker von Tidal Audio geregelt wird. Es versteht sich, dass sämtliche Komponenten auf Basen platziert sind, die ihrerseits in einem Shambala-Rack ruhen. Für sauberen Saft sorgen eine Stromaufbereitung von Torus Power sowie ein Netzverteiler von S.I.N. Audio.

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Schon die ersten Klänge der Kette ziehen mich in ihren Bann. Das Setup erzeugt praktisch augenblicklich eine intime Atmosphäre, hüllt mich in die Musik und lässt mich immer wieder wohlig erschaudern. Unseren ersten Zwischenstopp legen wir in einem New Yorker Live-Club ein. Thomas Schlipper hat „This Is Always“ (In Harmony) von Roy Hargrove aufgelegt, dessen Trompete einen intensiven Dialog mit dem Flügel von Mulgrew Miller führt. Der ruhige, bisweilen geradezu schwebend eingespielte Titel lebt vom fantastischen Raumklang, der vom immer wieder auflebenden Zwischenapplaus des Publikums noch verstärkt wird. Ähnliche Intensität besitzen die Klavierklänge von Dustin O’Hallorans Opus 22 (Piano Solos Vol. 2), die sich in scheinbar endloser Weite verlieren. Trotz der ebenfalls langsamen, bisweilen gefühlt ewig gehaltenen Töne kann ich das Piano körperhaft zwischen den Lautsprechern verorten, nehme jede Nuance, jeden Anschlag wahr.

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Die Subbase Audio GroundBox.

Der dritte Titel, den wir uns anhören, wartet mit einer Überraschung auf: Joël Grares „La femme de l’eau“ (Paris • Istanbul • Shanghai) beginnt mit einem sanften Gongschlag und rhythmischen Wassertropfen, die rechts und links neben mir in Gefäße perlen. Momente später nehmen Akustikgitarre, Kontrabass und Violine scharf umzeichnete Positionen auf der Bühne ein und umranken sich mit asiatisch anmutenden Harmonien. Auch der letzte Titel wartet mit einem interessanten Effekt auf, den ich daheim später vergeblich nachzuempfinden versuche: „Lavendel“, der Eröffnungstitel von Evelyn Hubers Album Inspire beginnt mit einem feinen Geflecht perkussiver Klänge und gedämpfter Harfenklänge, die dann und wann von einem extrem leisen und doch fundamental tiefen Geräusch unterlegt sind. Nach etwa einer Minute setzt schließlich Huber mit ihrer Harfe ein, deren Klänge nun von einer Seite der Bühne zur anderen wabern. Das tiefe Geräusch im Intro stammt aus der Harfe selbst, wie mich Thomas Schlipper später aufklärt. Die Musikerin folgt dem Takt der übrigen Instrumente mit leichten Fußbewegungen, die im Resonanzkörper des großen Zupfinstruments verstärkt werden und einen unglaublichen Subbass erzeugen.

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Tatsächlich ist es nicht nur die unbestechlich offene, transparente und ehrliche Abstimmung der Kette, die bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Es sind genau solche Überraschungen, die mir noch einige Stunden in den Ohren hängen bleiben. Da die Anlage gewissermaßen im offiziellen Showroom der Subbase Audio Manufaktur steht, sollten Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen: Nach vorheriger Anmeldung können Sie sich mit Thomas Schlipper zu einem persönlichen Hörtermin verabreden, der Sie sicher genauso beeindrucken wird wie mich.

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Kontakt

Subbase Audio Manufaktur
Gut Vellbrüggen 7
41469 Neuss
Telefon +49 178 3410431

www.subbase-audio.de

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