Luxman D-10x SACD-Player

Luxman D-10x SACD-Player

Luxus pur

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Luxman D-10x – Luxus pur

Luxman zeigt mit dem SACD-Player D-10x, wie sich modernste digitale Technik und gediegenes Genussdenken miteinander vereinbaren lassen.

Luxman D-10x SACD-Player
Ein- und Ausgangswahl, Layer-Wechsel, Phasen-Invertierung und Player-Kontrolle. Luxman bleibt seiner Vorliebe für klare Diktion und überschaubare Bedienung auch beim D-10x treu. Man weiß bei dem komplexen Player mit D/A-Wandler zu jeder Zeit, was Sache ist.

In Japan leben glückliche Menschen, denn dort gibt es sie noch: große und massive (SA)CD-Player, mächtige Geräte, die man in den seligen 90er Jahren als Boliden bezeichnete und die mit wunderbarster Verarbeitung, feinfühligen Druckpunkten und schimmernden Displays das Herz des haptisch und sinnlich veranlagten Audiophilen höher schlagen lassen. Selbst Neuauflagen klassischer Digitalaufnahmen in speziell beschichteten CD-Formaten und pompös gestalteten Booklets lassen sich auf dem japanischen Markt finden, der erstaunlich immun gegen die Welt des schnellen Streamings, des Wegwerfklickens algorithmisch erstellter Playlists und des Wischens auf glatten Bedienoberflächen ist. Für viele Japaner gehört der Computer – und nichts anderes ist ein Streaming-Client – ins Büro, während in den privaten Gemächern klassische Musikmaschinen mit händischer Bedienung am Werkeln sind. Und so zaubert Luxman ganz aktuell die technisch auf die Spitze getriebene Variante des CD-Players aus dem Hut, ohne jedoch vollständig auf die Errungenschaften zeitgenössischer Streaming-Möglichkeiten zu verzichten: Der D-10x kann selbstredend auch als Luxus-Wandler für externe Komponenten fungieren und den Datenstrom eines Netzwerkspielers oder einer Streaming-Bridge verarbeiten.

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Luxman D-10x SACD-Player
MQA-Certified: Der SACD-Spieler liest auch das Medienformat aus der Hand von Meridian-Gründer Bob Stuart. Neben Silberscheiben im Laufwerk nimmt der D-10x Signale via S/PDIF und USB entgegen. Digitalausgänge gibt’s ebenfalls. Da es aber unwahrscheinlich ist, dass Sie einen besseren DAC auftreiben werden, lassen die sich vollständig deaktivieren.

Grenzenlose Solidität

Zunächst ist man ein wenig vom wuchtigen Äußeren des D-10x geplättet, auch wenn dieser in hellem Silber und durchdachter Ästhetik geradezu schwebend wirkt. Man fragt sich unweigerlich, ob ein Bolide dieser Gewichtsklasse heutzutage überhaupt noch erforderlich ist. Um erst gar keine Diskussion aufkommen zu lassen: Unbedingt! Nicht nur, weil man sich in diesen Tagen mit einem solchen Gerät angenehm von all den digitalen Taschenspieler-Devices dieser Welt absetzen kann – so viel Snobismus sei uns gegönnt –, sondern weil vor allem auch eine mechanische Notwendigkeit für solch ein massives Konstruktionsprinzip besteht.

Luxman D-10x SACD-Player
Der prall gefüllte Player-Bolide basiert auf einem intelligenten Sandwich-Aufbau. Während das gekapselte Laufwerk, die analoge Signalaufbereitung und der Trafo an der Oberseite sitzen …

Bei allem Blick auf Wandlerchips, Jitter und Datenströme ist dennoch immer zu betonen, dass im Herzen jedes CD-Players ein mechanischer Kern arbeitet, der nicht nur anfällig, sondern auch im schlechtesten Fall hörbar ist. Ein Punkt, dem man im Hause Luxman mit dem neuen Laufwerk LxDTM-I besondere Beachtung geschenkt hat (alle Informationen hierzu im Kasten). Zudem haben High-End-Player den Ruf, beim Abspielen wenig pfleglich behandelter Silberlinge schnell zur Mimose zu werden und die Fehlerkorrektur bis zur Unendlichkeit erfolglos schuften zu lassen. So hat sich sogar die Legende gebildet, je schlechter die Fehlerkorrektur, desto besser der Klang, was angesichts von vier- oder gar fünfstelligen Preisen nur als schlechter Scherz gemeint sein kann. All dieses Geplänkel nimmt unser Bolide aus Yokohama mit einem gelangweilten Schulterzucken zur Kenntnis. Egal, ob es sich um die klebrig befleckt und übelst zerkratzte Party-CD aus Studententagen oder die durch die Jahre leicht vergilbte Klassik-CD aus den späten 80ern handelt – klaglos spult der D-10x sein Programm ab und zeigt sich dennoch klanglich von der besten Seite.

Luxman D-10x SACD-Player
… sind die Digitalplatinen und die Netzaufbereitung an der Unterseite verbaut. Man beachte die verschiedenen Streben und Trennwände: In Luxmans hochkarätiger Player-WG hat jeder Mitbewohner sein eigenes Zimmer.
LxDTM-I – Luxman Original Disc Transport Mechanism-Improve
Um selbst die kleinsten Verzerrungen, die durch Vibrationen und Resonanzen ausgelöst werden, zu minimieren, hat Luxman den LxDTM-i entwickelt. Dabei wird das Laufwerk mit 8 Millimeter dicken Aluminium-Seitenwänden, die sich bis zur Vorder- und Rückseite erstrecken, sowie einer 5 Millimeter dicken Stahl-Deckplatte umschlossen. Für zusätzlichen Schutz besitzt das Montagesystem eine integrierte Struktur, die den Seitenrahmen stabilisiert. Der Seitenrahmen selbst hat gefräste Schlitze, in denen der Transportmechanismus und der Rahmen fest miteinander verschraubt sind.

Luxman D-10x SACD-Player
LxDTM-I – Luxman Original Disc Transport Mechanism-Improve

Ein staubdichter Verschluss garantiert zudem einen sauberen und leisen Betrieb der Silberlinge. Und tatsächlich scheint Luxman hier die finale Lösung aller Laufwerksprobleme gefunden zu haben. Wer erinnert sich nicht an die Qual mit vermeintlichen High-End-Playern, die zwar erstklassig klangen, deren Laufwerksgeräusche aber beinahe bis ins Nebenzimmer hörbar waren … Hier hat es Luxman verstanden, dass nur die Kombination aus massivem Gehäuse und robustem Laufwerk den störungsfreien Genuss garantiert. Zusammen mit einem verbesserten Disc-Lesemechanismus ergibt sich eine Wiedergabe von insgesamt höherer Qualität.

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Nun ist aber davon auszugehen, dass der geneigte Highender weniger seine halb zerschredderten Party-CDs dem Luxman zuführen wird als vielmehr edelste Produktionen audiophiler Güte. Also greifen auch wir beherzt in das Regal mit den hochwertigen SACDs und fangen mit der Audite-Aufnahme der Steichquartette Schostakowitschs in der Einspielung des Mandelring Quartetts an. Diese Aufnahme ist nicht nur aufgrund ihrer spielerischen Qualität erwähnenswert, sondern weil sie mir sowohl auf CD (in einer günstigeren Gesamteinspielung) als auch auf SACD (in den ursprünglichen Einzelausgaben) vorliegt. Mir fällt es immer schwer zu sagen, welcher Variante ich den Vorzug geben soll. Zugegeben, die SACDs klingen audiophiler, weil weiträumiger mit mehr Luft zwischen den Instrumenten tönend und im Ganzen auch mit einem kleinen voluminösen Bäuchlein im Oberbass versehen, während das CD-Reissue schlanker und direkter tönt, was bei einigen Quartetten dem dort herrschenden musikalisch störrischen und harschen Gestus der Kompositionen eigentlich mehr entgegenkommt.

Luxmans Edelplayer gelang es hier, die Unterschiede zwischen den Formaten aufs Feinste herauszuarbeiten. Besonders gut hat mir der leicht sonore Unterton der SACD-Wiedergabe gefallen, der insbesondere bei den Bratschenparts der Quartette eine ganz eigenständige Klangnote offenbarte. Überhaupt erweist sich der D-10x im SACD-Modus als wahrer Gentleman. Jede Hemdsärmeligkeit, jede Form des Vernuschelns ist ihm fremd. So lässt sich etwa die wunderbar entspannte SACD Painted From Memory von Elvis Costello und Burt Bacharach formidabel mit einem guten Weinbrand genießen – schon fühlt man sich in die Lounge der britischen Upperclass versetzt. Ist es nicht das, was man mit dem Erwerb eines solchen Geräts anstrebt? Doch bevor man zu tief im Ledersessel versinkt, kann man es freilich auch rocken lassen. Die bei MFSL remasterte SACD des Erstlings der Weezers zeigt jedenfalls, dass aus dem Gentleman auch ein Indierocker der 90er werden kann, der die Tugenden der vornehmen Zurückhaltung gern mal vergisst.

Bildergalerie

Der Luxman ist mit allen digitalen Wassern gewaschen

Gespannt war ich auf die Integration meines Auralic-Streamers, denn nicht immer gelingt die Interaktion mit Wandlern problemlos, die in anderen Geräten – sprich CD-Player oder Verstärker – integriert sind. Hier jedoch vollzog sich einfachstes Plug-and-Play. Ob DSD, MQA oder HiRes, der USB-Eingang des D-10x gab ohne jedes Murren die Daten an die Wandlersektion weiter, um sie dort dann adäquat aufbereiten zu lassen. Der Vorteil einer Einheit von CD-Player und DAC besteht ja darin, dass man unabhängig vom Datenträger eine konsistente klangliche Signatur erhält. Die auf der internen Festplatte des Auralic gespeicherten Streichquartette Béla Bartóks mit dem Emerson String Quartet erklangen in ähnlich sonorer Weise wie zuvor die Quartette Schostakowitschs in der Version mit den Mandelrings. Auffallend ist, dass die gewandelten HiRes-Files hier eher dem Klangbild der SACD als dem der CD entsprechen. Und je länger ich mich durch die Untiefen meiner Festplatte durchhöre, desto mehr komme ich zu dem Ergebnis, dass digitale Musikwiedergabe exakt so wie mit dem Luxman’schen Edelplayer klingen muss und nicht anders.

Was wird mir fehlen, wenn der Luxman sich wieder auf den Weg zum Vertrieb macht? Neben den beschriebenen klanglichen Vorzügen wird es vor allem die edle Haptik des Geräts sein. Selten habe ich es so genossen, einen CD-Player nicht nur über die Fernbedienung zu steuern. Die Anfassqualität, der perfekt sitzende Druckpunkt der Bedienknöpfe, überhaupt die über alle Zweifel erhabene Solidität des D-10x, diese auch im digitalen High End leider aussterbenden Werte sind es, die ich neben dem Gentleman-Sound vermissen werde. Glücklich muss ein Land sein, in dem eine solche Produktionstiefe noch möglich ist.

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Wandlerchips von ROHM

Von wem bitte stammen die Wandlerchips, von ROHM? So meine erste Reaktion, als Krey Baumgartl vom deutschen Luxman-Vertrieb mir erzählte, dass man beim D-10x auf Chips von ROHM vertraue und nicht auf die der Platzhirsche AKM oder ESS Sabre. Dabei ist ROHM schon lange einer der führenden Halbleiterhersteller und genießt vor allem bei der verarbeitenden Industrie einen hervorragenden Ruf. In die Welt der Audiochips hat man sich allerdings erst dann vorgewagt, als man mit der langjährigen Entwicklungsarbeit zufrieden war und mit Luxman gezielt einen Partner gesucht und gefunden hatte, mit dem man in Sachen Qualitätsmanagement auf Augenhöhe kommunizieren kann.

Luxman D-10x SACD-Player
Wandlerchips von ROHM

Und so werkelt im D-10x der hochleistungsfähige DAC-Chip „MUS-IC“ für High-End-Audio. Mit geringster Verzerrung (THD + N −115 dB) und geringstem Rauschen (S/N ratio 130 dB) läuft dieser im dualen monauralen Modus. Der USB-Eingang des D-10x ist hierbei für PCM 768 kHz/32 bit und DSD 22,4 MHz/1 bit kompatibel. Unterstützt wird zudem MQA (MQA-CD/MQA-Dateien) mit vollständiger Dekodierung. ROHM legt dabei besonderen Wert auf ein hochpräzises Taktmodul mit ultraniedrigem Phasenrauschen und geringem Jitter. Auch hier, im unscheinbaren Wandlerbereich, bekommt man als Luxman-Kunde exklusive Kost und nichts, was mal eben im Dutzend vom Fließband gefallen ist. Und tatsächlich überzeugen sowohl die CD- als auch die reine Wandlersektion mit einem mehr als geschmeidigen Flow, der an beste analoge Wiedergabesysteme erinnert, ohne an deren dynamischen Einbußen insbesondere bei großorchestraler Musik zu leiden.


Wir meinen

Luxman zeigt mit dem D-10x, dass konservative Solidität und die Freude an Genuss und Luxus sich perfekt mit digitalem Fortschrittsdenken verbinden können.

 

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Info

SACD-Player Luxman D-10x
Konzept: CD/SACD-Spieler mit extern zugänglichem Doppel-Mono-Wandler (2 x ROHM BD34301EKV)
Eingänge digital: 1 x koaxial, 2 x optisch (alle bis 24/192) und USB (PCM bis 32/768, DSD bis 22,4 MHz)
Ausgänge analog: XLR, Cinch
Ausgänge digital: 1 x koaxial, 1 x optisch
Unterstützte Medien: CD (Zweikanal), MQA-CD, SACD
Frequenzgang: 5 Hz bis 20 kHz (CD-Audio); 5 Hz bis 38 kHz (SACD), 5 Hz bis 47 kHz (Digitaleingänge)
Harmonische Verzerrung: 0,0018 % (CD-Audio); 0,001 % (SACD); 0,0015 % (Digitaleingänge)
Rauschabstand: 125 dB (CD-Audio); 121 dB (SACD); 125 dB (Digitaleingänge)
Leistungsaufnahme: 40 W
Gewicht 22,4 kg
Maße (B/H/T) 44/15/42 cm
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: um 17 000 €

Kontakt

IAD GmbH
Johann-Georg-Halske-Straße 11
41352 Korschenbroich
Telefon +49-21616178313

www.audiolust.de

www.luxman-deutschland.de

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