PS Audio Stellar Power Plant 3

PS Audio Stellar Power Plant P3

Mit dem Power Plant Stellar P3 beweist PS Audio die Notwendigkeit einer echten Stromaufbereitung für den audiophilen Sound.

PS Audio Stellar Power Plant P3 – Bereit zur Energiewende

Mit dem Power Plant Stellar P3 beweist PS Audio die Notwendigkeit einer echten Stromaufbereitung für den audiophilen Sound.

PS Audio Stellar Power Plant 3

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Eigentlich könnte ich mit der elektrischen Versorgungslage in meinem Zuhause zufrieden sein. Am Stadtrand gelegen, weit und breit kein verarbeitendes Gewerbe, das mir die Stromqualität mindern würde, keine Nachbarn, die mir mit veralteten Kühlschränken und betagten Küchenmaschinen ein knisterndes Störfeuer in den hauseigenen Stromkreis legen könnten. Aber wie so oft sitzt der Feind in den eigenen vier Wänden und ist hausgemacht: Da sind die unzähligen Dimmer, die Massen an Steckernetzteilen, Energiesparlampen und die Armada digitaler Geräte, die einem sauberen Stromhaushalt alles andere als zuträglich sind.

Insofern war ich mächtig gespannt, wie sich der neueste Stromaufbereiter aus dem Hause PS Audio in meinem vermeintlich doch so stromsauberen Hörkeller auswirken sollte. Überrascht war ich zunächst, wie es den Spezialisten aus Boulder gelungen ist, handfeste Stromtechnik und Formschönheit miteinander zu verbinden. Wir alle kennen Stromaufbereiter und Netzfilter, die genauso sperrig aussehen, wie der entsprechende Fachterminus klingt. Mit einer astreinen Komponentenästhetik kommt dagegen der PS Audio daher: flach, elegant, von überragender Verarbeitungsqualität und Haptik – und die Funktion einer Netzleiste inklusive Überspannungsschutz wird auch gleich mit übernommen. Einige Besucher fragten tatsächlich, ob ich da eine neue Endstufe oder einen Wandler in mein Rack integriert hätte. Fein, so soll das sein, schließlich will man das neue Gerät ja nicht schamhaft in der Ecke verstecken.

PS Audio Stellar Power Plant 3

Strom First, Kabel Second

Erstaunlich, dass so wenige Anlagen auf einer Stromaufbereitung fußen. Da gibt man viel Geld aus für die (Strom-)Verkabelung, vernachlässigt aber den Bereich, der der Kabelage vorgeschaltet ist. Nimmt man den Gedanken ernst, dass der gute Klang an der Quelle beginnt, dann muss zunächst eine vernünftige Stromversorgung her, die aber nicht mit dem Netzkabel im vierstelligen Preisbereich beginnt, sondern mit einer vernünftigen Stromqualität. Ein Gedanke, der sich übrigens in der Studiowelt längst herumgesprochen hat. So vertraut etwa Günter Pauler von Stockfisch Records schon seit langen Jahren den Power Plants von PS Audio, den „kleinen“ P3 nimmt er gar mit auf Aufnahmereisen, wenn Produktionen außerhalb des heimischen Studios anstehen. Und was einem Aufnahmeprofi wie Günter Pauler recht ist, kann dem heimischen Anlagenhörer nur billig sein.

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PS Audio Stellar Power Plant 3

Energie ohne Begrenzung

Was ist aber nun das Besondere an der Stromaufbereitung bei den Geräten von PS Audio im Allgemeinen und dem Stellar P3 im Besonderen, dass selbst Studioproduzenten darauf zurückgreifen? Da ist zunächst der Punkt, dass der Stromfluss komplett neu aufgebaut wird, was der wichtigste Unterschied zu einem bloßen Netzfilter wäre. Grundsätzlich sind Stromaufbereiter bzw. Netzgeneratoren in der Lage, Netzrauschen und -Verzerrungen auf nahezu null zu reduzieren und gleichzeitig eine stabile Spannungsabgabe zu gewährleisten. Der P3 erzeugt aus dem Wechselstrom zu Hause einen neuen geregelten, hochfrequenten Wechselstrom mit Sinuswellen. Bei der Regeneration werden Probleme in der Stromleitung wie z. B. niedrige Spannung, verzerrte Wellenformen, Nachgiebigkeit und Rauschen beseitigt und die Stromqualität verbessert.

PS Audio Stellar Power Plant 3

In einem ausführlichen Gespräch verweist Jürgen Sachweh vom deutschen Vertrieb darauf, dass viele auf dem Markt befindliche Stromaufbereiter nur einen Teil des eingehenden Rauschens beeinflussen und Über- oder Unterspannung nicht kompensieren können. Außerdem erhöhen herkömmliche Stromaufbereiter die Impedanz der Leistung, die an ihr System geht, und entziehen die Dynamik, was ein echtes Problem werden kann. Jeder, der mal einen schlechten Netzfilter an seiner Anlage betrieben hat, kennt diesen sich bisweilen einstellenden unangenehmen Trägheitseffekt. Die Musik tönt dann so, als ob jemand auf dem Bremspedal stünde. Die Power-Regeneratoren von PS Audio tun dies nicht. Der Regenerationsprozess des P3 liefert eine stabile Leistung und senkt dabei die Impedanz, wodurch die Dynamik und Offenheit des Abhörsystems erhöht werden soll. Kurz gefasst könnte man auch sagen, der Strom wird komplett einmal von unten neu aufgebaut.

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PS Audio Stellar Power Plant 3

PS Audio ist natürliches Verstärkerdoping

Wie aber nun testen? Welche meiner Geräte will ich mit der Stromkur verwöhnen? Zunächst entscheide ich mich für alle verstärkenden Geräte, beginnend mit dem Röhren-Vollverstärker LM-34 von Line Magnetic, meiner Bryston-Vorstufe und meinem Studio-Kraftpaket, der Endstufe P2500S von Yamaha. Hinzu kommen zwei digitale Störenfriede: ein Auralic Mini mit Auralic-Netzteil und der Topping 5 DAC. Erstaunt nehme ich bereits nach den ersten Takten Musik zur Kenntnis, dass der genau gegenteilige Effekt eintritt, den ich sonst von Netzfiltern kenne. Die Musik erscheint weder gebremst noch mit Dynamikverlusten behaftet. Das berühmte Paukensolo zu Beginn des Finales in Mahlers Siebter Sinfonie wirkt spritziger als sonst, geradezu attackenhaft wirbelt der Paukist des San Francisco Symphony Orchestras unter Michael Tilson Thomas die Schlegel, von einem Energieverlust kann hier also gewiss nicht die Rede sein. Vor allem mein Röhrenverstärker reagiert positiv auf das regenerierte Stromsignal. Mitunter meine ich, dass die Klangfarben, die Jack DeJohnette auf seinem Album Pictures besonders auf den Becken und der Hi-Hat zaubert, noch ein wenig mehr funkeln, dass das ein oder andere Obertonspektrum noch hinzugekommen sei.

PS Audio Stellar Power Plant 3

Besonders bemerkbar aber macht sich der Stellar P3, wenn es darum geht, die Muskeln spielen zu lassen. Wenn Daniil Trifonov in seiner faszinierenden Neueinspielung des Ersten Klavierkonzerts von Rachmaninow virtuos-behände das tiefste Klavierregister erklingen lässt und das Philadelphia Orchestra dazu Blechkaskaden schmettert, dann bleibt immer noch ein wenig Luft nach oben, nie bekommt man den Eindruck einer Limitierung des Verstärkers, egal ob hier die Röhren des Line Magnetic oder die Transistoren der Yamaha-Endstufe die Arbeit übernehmen. Ein Orchestertutti schwingt ohne jede Anstrengung wunderbar aus. Aber auch die leisen Zwischentöne tönen entspannter, was auf eine exakte Trennschärfe zwischen den Musikern zurückzuführen ist, die den Verstärkern mit der optimierten Stromzufuhr leichter gelingt. Kate Bushs filigranes Meisterwerk 50 Words for Snow behält bis in die kleinsten und leisesten Verästelungen hinein seine Spannung, nie bricht der subtile Energiefluss der Musik ab. Der Stellar P3 wirkt geradezu als Beatmungsmaske für die Musikwiedergabe, und man möchte ihn fortan nicht mehr missen.

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Mehr als nur ein Aufbereiter

Nicht unerwähnt sollten zwei Servicefunktionen des P3 bleiben. Da ist zum einen die Clean-Wave-Funktion. Da Wechselstrom nie ganz symmetrisch ist und auftretende kleine Asymmetrien die Leistungstransformatoren eines Verstärkers magnetisieren können, empfiehlt es sich, hier eine Entmagnetisierung vorzunehmen. Die „Reinigung“ kann ganz bequem über die Fernbedienung des P3 ausgelöst werden. Resultat ist eine leichte Entschleierung des Klangbilds, die den Eindruck vermittelt, als sei man im Konzertsaal eine Reihe weiter nach vorne gerückt. Zum anderen verfügt das Gerät über einen integrierten Überspannungsschutz, der im Gegensatz zu einer einfachen Schutzfunktion in einer Standardnetzleiste tatsächlich seinen Namen verdient.

Addiert man die Einzelfunktionen des Stellar P3 auf – Stromaufbereiter, Entmagnetisierer, Netzleiste, Spannungs- und Leistungsspitzenschutz, so muss man zu dem Schluss kommen, dass wir es hier mit einem mehr als umfassenden Produkt zu einem mehr als akzeptablen Preis zu tun haben. Und die perfekte Optik bekommt man gewissermaßen noch gratis dazu. Wieder einmal sei hier konstatiert, dass man in Boulder bei PS Audio technologisch kompromisslose Geräte ohne esoterische Verklärung produziert, die den Titel „High End“ in jeder Hinsicht zu Recht tragen.

Wir meinen

Ein superber Stromaufbereiter, der einer Anlage mehr Power und Schlagkraft verleiht und im Gegensatz zu vielen anderen Stromlösungen auch noch richtig gut aussieht.

PS Audio Stellar Power Plant 3 Navigator

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Info

Netzfilter PS Audio Stellar 3
Konzept: Netzgenerator mit vier Stromabgriffen, MultiWave- und CleanWave-Funktion (Offset-Beseitigung), fernbedienbar
Dauerbelastung: 300 W
Kurzzeitleistung: 500 W
Spitzenleistung: 900 W
Ausgangsimpedanz: < 0,008 Ω
Eingangsfrequenz: 45–65 Hz
Energiedissipation: 850 J
Spitzenstromanstieg: 60 000 A
Überspannungsgrenze: 6000 V
Maße (B/H/T): 43/8/30 cm
Gewicht: 14,24 kg
Garantiezeit: 3 Jahre
Preis: 2990 €

Kontakt

HiFi 2 die 4
Austraße 9
73575 Leinzell
Telefon +49 7175 909032

www.hifi2die4.de

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www.psaudio.com

 

Mitspieler

SACD-Player: Denon DCD 2000AE
Laufwerk: Technics 1210 MK II (modifiziert)
Tonarm: SME 309
Tonabnehmer: Clearaudio Concept MC, Clearaudio Jubilee MC, Ortofon Concorde Century
Phonovorverstärker: Audionet PAM, ifi Phono
Streaming: Mini Mac mit Audirvana Plus
DAC/Kopfhörerverstärker/Vorverstärker: Grace Design M 903
DAC: Schiit Bifrost, Grace SACD
Kopfhörerverstärker: Schiit Valhalla
Endverstärker: Luxman M-03, Yamaha P2500S
Vollverstärker: Cyrus Straight Line
Lautsprecher (passiv): Magnepan 1.5, KEF LS 50, Triangle Zerius
Lautsprecher (aktiv): KRK VXT 8
Kopfhörer: Focal Utopia, Beyerdynamic T5p
Kabel: Van den Hul, Vovox, Sommer, Guerilla Audio
Zubehör: Oyaide, Oehlbach

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
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