T+A MP 8 Multisource CD-Player

T+A MP 8 Multisource-CD-Player

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T+A MP 8 Multisource-CD-Player – Mit vorzüglicher HochACHTung

Der neue Vielspieler MP 8 komplettiert die Serie 8 von T+A. Ob der Herforder audiophile Hochachtung verdient, klärt der Erfahrungsbericht.

T+A MP 8 Multisource CD-Player

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In aller Kürze

Todschicker und hochkompetenter Vielspieler, der via adäquaten DAC viele Digitalquellen zum audiophilen Hochgenuss führt. Preis 3150 €.

T+A MP 8 Navigator


Nach dem grandiosen Multisource-Player MP 3100 HV, (ausfürlicher Test hier), tritt die neueste Schöpfung von T+A zur Begutachtung an: Der MP 8 ist wie sein großer Bruder ein Vielspieler, der eine Menge digitaler Quellen akzeptiert und die Signale laut Hersteller in „audiophiler Qualität“ verarbeitet. Dafür ist er unter anderem mit einem CD-Laufwerk, USB-Ports, einem HiRes-Streaming-Client, digitalen S/PDIF-Eingängen sowie einem Bluetooth-Modul ausgestattet. Über einen Digital/Analog-Wandler verfügt der MP 8 hingegen nicht. Wer also Musik genießen möchte, benötigt zusätzlich einen – selbstverständlich kompetenten – Digital/Analog-Übersetzer. Der könnte durchaus aus dem Hause T+A kommen. Nicht ganz zufällig bietet die Herforder High-End-Schmiede mit dem DAC 8 DSD einen passgenau abgestimmten Wandler an. Auch eine „Hochleistungsendstufe“ namens AMP 8 ist im Angebot, sodass die komplette Serie 8 nunmehr aus drei Geräten besteht, die auch äußerlich Geschwister sind. Denn typisch für die Geräte der Serie 8 sind die markanten Aluminiumgehäuse im MIDI-Format. Die Kantenlängen der quadratischen Grundplatten betragen nur 27 Zentimeter, sodass die drei Achter wenig Platzbedarf haben. Damit sind sie einfach in eine bestehende Anlage integriert, um ihr Wohlklangwerk zu verrichten. Doch sehen wir uns den MP 8, der mit 3150 Euro zu Buche schlägt, aus der Nähe an.

T+A MP 8 Multisource CD-Player
Die mitgelieferte, erfreulich robuste Infrarot-Fernbedienung FM8 erfüllt ihren Zweck dank übersichtlichen Layouts bestens. Die eingebaute Batterie wird via USB-Port geladen.

T+A Zeitlose Eleganz

„Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ wusste schon der griechische Militär und Historiker Thukydides, ist also immer Geschmackssache. Und über Geschmack lässt sich, entgegen einem anderen Aphorismus, durchaus trefflich streiten. Aber: Der MP 8 ist, da sind wir einfach mal so kühn, das zu sagen, ein schönes, vielleicht sogar todschickes Gerät. Das Gehäuse ist komplett aus Aluminium gefertigt. Die quadratischen Deckel- und Bodenplatten sind aus sechs Millimeter starken Aluminiumplatten gefräst, die schwarz lackierten, fein strukturierten Seiten- und Frontteile fertigt T+A mit „komplizierten Strangpressprofilwerkzeugen“ aus Aluminiumprofilen. Das Anfassgefühl vermittelt unzweideutig: „Hier bin ich, ein Edelgerät, das dir in vornehmer Gewandung stets und bestens zu Diensten sein will.“ Aufstellung findet der westfälische Klang-Butler auf seinen kräftigen, übrigens hocheffizienten Absorberfüßen, die sich als vergleichsweise anspruchslos in puncto Stellfläche behaupten.Gleichwohl verdient der MP 8, obschon nur vier Kilogramm leicht, nichts anderes als einen stabilen und ebenen Untergrund.
Auf der Frontplatte erkennen wir neben dem großen, angenehm kontrastreichen und scharfen Display die Schublade des integrierten CD-Laufwerks sowie die zahlreichen Funktions- und Steuertasten. Über die Schnellauswahltasten „SCL/USB“, „DISC/BT“, „RADIO“ und „INPUT“ lässt sich entsprechend der eingebauten Signalempfangsmodule die gewünschte Quelle auswählen. Als vielseitiger Vielspieler verfügt der MP 8 – neben den eingangs aufgezählten Modulen – zusätzlich über einen Digitaltuner mit FM, FM-HD und DAB+-Wiedergabe, zudem ist sein HiRes-Streaming-Client mit Internetradio und Musikdiensten wie Tidal, Deezer und Qobuz bereit zur Anbindung an das heimische Netzwerk via LAN oder WLAN. Zusätzliche und hochwillkommene Konnektivität schafft das „Digital Connection Board“ für externe Digitalquellen, die entweder über USB-Ports oder die drei S/PDIF-Eingänge – zweimal elektrisch/koaxial, einmal optisch – Anschluss finden.

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T+A MP 8 Multisource CD-Player
Der MP 8 verfügt nicht über einen DAC und hat deswegen keine Analogausgänge. Ansonsten ist das Gerät ausgesprochen anspruchsfreudig und lässt sich in ein bestehendes Wiedergabesystem und Netzwerk mühelos einbinden.

Wer direkt loslegen möchte, der wird den MP 8 zunächst als CD-Spieler einsetzen. Das CD-Laufwerk verdient einige Bemerkungen, denn T+A hat es geschafft, das Laufwerk eigener Entwicklung dank kompakter Bauweise und schwimmender Lagerung in dem angesichts der Ausstattung doch recht engen Gehäuse unterzubringen. Der Hersteller betont, dass dieses Laufwerk dank sehr kurzer Zugriffszeiten und einer hervorragenden Fehlerkorrektur beste CD-Wiedergabe biete. Nun, wir werden das später selbst nachhören.

Das zweite Modul ist der Streaming Client, kurz und bündig SCL genannt. Es gründet sich auf ein netzwerkfähiges, nach audiophilen Gesichtspunkten entwickeltes Prozessorboard, das Audiodaten per UPnP („Universal Plug and Play“) bis zu einer maximalen Auflösung von 24 bit/192 kHz streamen kann. Da lacht das Herz des HiRes-Jüngers, zumal die Herforder großen Wert darauf legen, dass der SCL eben keine „Standard-Computerlösung“ darstelle. Um hochfrequente Störsignale – Rechner sind diesbezüglich wahre Drecksschleudern – zu vermeiden, hat das Team um T+A-Chefdenker Lothar Wiemann einen SCL eigener Entwicklung integriert, der den hohen Ansprüchen des Unternehmens und seiner Kunden gerecht werden soll.

T+A MP 8 Multisource CD-Player
Das vergleichsweise kleine Gehäuse wird vom schwimmend gelagerten CD-Laufwerk dominiert. Um Störeinstrahlungen zu eliminieren, ist das Netzteil selbstverständlich abgeschirmt. Der Innenaufbau trägt der Konzeption des MP 8 Rechnung: Auch die Hardware des Multisource-Players ist aufrüstbar.

Der Tuner ist ebenfalls ein mächtiges Modul, der die Digitaltechnik im allerbesten Sinne nutzt, um dank Optimierung in den relevanten Punkten Empfindlichkeit, Übersprechdämpfung und Übersteuerungsfestigkeit über Kabel und Antenne bestmöglichen Radio-Hörgenuss zu bieten. In der Tat macht das Radio-Hören über den MP 8 Spaß – sofern ein Sender angewählt ist, der noch dynamisches Musikmaterial jenseits vom Hauptstrom anbietet.

Das Bluetooth-Empfangsmodul ermöglicht die Datenübertragung von mobilen Geräten – dank aptX-Technik in vergleichsweise hoher Qualität.

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Jitter-ex

Die koaxialen Digitaleingänge akzeptieren Signale mit einer Maximalauflösung von 24 bit/192 kHz, am optischen Eingang ist systembedingt bei einer Abtastrate von 96 Kilohertz Schluss. Der koaxiale S/PDIF-Ausgang schickt ebenfalls Digitalmaterial bis zur 192-kHz-Abtastrate in den Wortbreiten 16 und 24 Bit an angeschlossene DACs. Wem das noch zu gering aufgelöst oder zu PCM-dominant ist, der benötigt den DAC 8 DSD. Rückseitig verfügt der MP 8 über eine spezielle USB-Schnittstelle, instruktiv mit „DAC 8 LINK“ beschriftet, worüber PCM in 32-bit/384-kHz-Höchstauflösung sowie seit Neuestem auch die DSD-Übertragung an den Wandler-Bruder möglich ist. Dafür muss der MP 8 aber zwingend mit der aktuellen Betriebssoftware (V 2.60 oder höher) arbeiten. In diesem Zusammenhang erwähnenswert: T+A stellen regelmäßig Software-Updates zur Verfügung. Da der MP 8 in vielen Funktionen softwarebasiert ist, sind solche Updates eine praktische Sache und sollten regelmäßig vorgenommen werden. Die Geräte-Aktualisierung geschieht garantiert einfach und automatisch über die Internetverbindung, die ihrerseits so kinderleicht hergestellt ist, dass ich mir an dieser Stelle eine Anleitung spare. Das sehr gute Handbuch hilft stets weiter.

Es versteht sich von selbst, dass der MP 8 das eingehende Digitalmaterial untersucht und einer Taktaufbereitung, sprich Jitter-Eliminierung unterzieht. Immerhin basiert der MP 8 auf dem hochgelobten MP 2000 R MkII, der allerdings zusätzlich mit einem DAC ausgestattet ist und deswegen in den Genuss der T+A-exklusiven, hocheffizienten zweistufigen Jitter-Ex kommt. Gleichwohl verspricht der Hersteller im Falle des Testkandidaten die Ausgabe von Jitter-freien Signalen am S/PDIF-Ausgang.

Bildergalerie

Für die große Bühne gemacht

Genug der T(heorie), kommen wir zur A(nwendung). Der MP 8 lässt sich via App und Tablet/Smartphone bedienen – oder ganz traditionell über die Funktionstasten am Gerät und die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung. Die ist übrigens von sehr guter Qualität, dank des Metallgehäuses außerordentlich robust und umfasst praktischerweise eine über USB-Kabel aufladbare Batterie. Das Display informiert prägnant über alles Wissenswerte zu den Bedienschritten und zeigt die Metadaten der Audiodateien an. Das Bedienkonzept ist vollauf überzeugend, weil selbsterklärend. Was will der Audiophile mehr? Ganz klar: die „Mehr-Klang-Erfahrung“, für die T+A-Geräte berühmt sind. Um diesbezüglich an einer Erfahrung reicher zu werden, findet der MP 8 zuerst via S/PDIF-Ausgang Anschluss am Mytek Digital Stereo 192-DSD, wobei dieser sich unter Umgehung seines PLL auf das Eingangssignal zu synchronisieren hat.

erste Tonquelle dient Steve Wilsons ausgezeichnete Neuabmischung des Klassikers Close To The Edge der britischen Prog-Ikone Yes. Nicht etwa als HiRes-File, sondern ganz altertümlich auf CD. Schon die erste aurale Fühlungnahme sorgt für eine positive Überraschung: Denn die Musik klingt weitaus klarer, dynamischer und durchhörbarer als die Vergleichswiedergabe der gerippten CD über das MacBook Pro und die Player-Software Audirvana 2. Offenbar ist das Laufwerk des MP 8 wirklich so exzellent, wie von T+A versprochen, und die Digitaldaten werden tatsächlich sehr gut aufbereitet an den Wandler geschickt. Und doch lässt sich diese Leistung sogar noch übertreffen: Dazu darf der Mutec MC-3+USB das S/PDIF-Signal vom MP 8 noch einmal reclocken, wir haben es also mit einer zweistufigen Taktaufbereitung zu tun. Das Ergebnis ist zum Niederknien, denn der Zugewinn an Räumlichkeit ist frappant. So viel klangliche Opulenz – allein die Kirchenorgel-Überleitung zur finalen Reprise des monumentalen Titelstücks beschert den Ohren ein sakrales Klangbad sondergleichen – hat der Autor, der fünf Ausgaben inklusive Vinyl von Close To The Edge besitzt, noch nie erhören dürfen.

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T+A MP 8 Multisource CD-Player
Mittels der instruktiv beschrifteten Funktionstasten und des sehr guten, auskunftsfreudigen Displays lässt dich der MP 8 bei aller Vielseitigkeit intuitiv bedienen.

Obschon der MP 8 bereits zwangsadoptiert worden war, brachte dasselbe Setup zum Zweiten Roger Waters Konzeptalbum Amused To Death in 24-bit/192-kHz-Auflösung via LAN-Stream zu Gehör. Dieses Album wurde seinerzeit im Q-Sound-Verfahren abgemischt und liefert auch über ein Stereo-Wiedergabesystem ein eindrucksvolles Raumklangerlebnis. Der Effekt steht und fällt indes mit der Anlage, in diesem Fall ist aber sicher: So tief konnte ich noch nie ins effektvolle Wohlklangbad eintauchen. Allein das hörspielhafte, bis zum Einsatz von Jeff Becks Leadgitarre dauernde Intro lief während des Testlaufs fünfmal hintereinander. Ohne den MP 8 als Zuspieler bleibt der Suchtfaktor viel kleiner. Das verdient alle Höchstachtung, und für mich steht definitiv fest: Der MP 8 ist ein würdiger T+A-Repräsentant – vom Aludeckel bis zum Absorberfuß.

Technische Daten

T+A MP 8
Digitaler Multisource-CD-Player mit USB-DAC, Netzwerk-Funktionalität, Bluetooth-Streamingmodul und FM-Tuner

CD-Laufwerk: schwimmend gelagerte Eigenentwicklung
Eingänge digital: 2 x S/PDIF koaxial, 1 x S/PDIF optisch
Ausgänge digital: 1 x S/PDIF (Cinch), USB-Ausgang DAC 8 LINK
Sonstige Anschlüsse: LAN-Netzwerk, USB INPUT (zum Anschluss eines Windows oder Apple-Rechners), 2 x USB Mastermode (Front bzw. Rückseite), WLAN-Antenne, SYS-OUT-Buchse (Steuerschnittstelle für Betrieb mit DAC 8 DSD), Buchse für UKW-Radio-Antenne
Maximale Auflösung: 24 bit/192 kHz; 32 bit/384 kHz und DSD512 im Verbund mit DAC 8 DSD (Firmware V 2.60 oder höher)
Besonderheiten: wiederaufladbare Infrarot-Fernbedienung FM8, WLAN-Antenne, SYS-Link Kabel, USB-A/B-Kabel zum Anschluss des DAC 8 DSD, FM-Antenne im Lieferumfang, Absorberfüße
Ausführung: Aluminium schwarz-silber
Maße (B/H/T): 27/9/27 cm
Gewicht: 4 kg
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: 3150 €

Kontakt

T+A elektroakustik GmbH & Co. KG
Planckstraße 9–11
32052 Herford
Telefon 05221 76760

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