Wolf von Langa SON Lautsprecher

WOLF VON LANGA SON Lautsprecher

SON heißt Klang

WOLF VON LANGA SON – SON heißt Klang

Zehnzoll-Konus trifft Bändchen – wer kommt denn auf die Idee? WOLF VON LANGA baut daraus eine kompakte Standbox, die Maßstäbe setzt.

Wolf von Langa SON Lautsprecher

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In aller Kürze

Zweiwege-Box mal anders: WOLF VON LANGA zaubert aus seinem gewaltigen Feldspulen-Konus und einem exquisiten Hochtöner einen explosiven Weltklasse-Schallwandler.

Wolf von Langa SON Navigator


Watt-Leistung war mal teuer und mit echtem Aufwand verbunden. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen. Die Class-D-Technik hat die einst mythische 1000-Watt-Barriere zu einer schnöden Zahl degradiert. Der Verstärker macht 1 kW? Cool, kannste alles dranhängen! Ich finde das auf eine nostalgische Art schade. Es macht die Dinge irgendwie zu einfach.

Noch etwas fehlte in den Kleinleistungszeiten der 1920er und 30er Jahre: Permanentmagneten. Wie sich mithilfe einer Spule und eines Eisenkerns bärenstarke Magnetfelder erzeugen lassen, war dagegen bekannt. So wurden die ersten dynamischen Lautsprecher mit Feldspulen bestückt. Sobald Strom fließt, bildet sich bei dieser Bauart im Magnetspalt die Feldstärke, mit deren Hilfe die auf Effizienz getrimmten Horntreiber und Papierkonusse locker ihre Aufgabe erfüllen konnten: Kinosäle beschallen.

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Abgeschmeckte Treiber: WOLF VON LANGA fertigt den 10,5-Zoll-Konustreiber sowie die Passivmembran im eigenen Haus.

Heute gibt es Neodym, Kilowatt und damit keinen Grund mehr, sich mit der teuren und komplexen Feldspulentechnik zu befassen. WOLF VON LANGA tut’s trotzdem. Und das mit einer Hingabe, die ihresgleichen sucht. Der High-End-Profi aus dem fränkischen Rödlas baut sich seine Chassis selbst und setzt dabei konsequent auf Feldspulen. Er nennt dafür zwei Gründe.

Wolf von Langa SON Lautsprecher
Die gewaltige Passivmembrane auf der Rückseite des Lautsprechers.

Erstens: die Stabilität des Magnetfelds. Ein elektrisch generiertes Feld reagiert unempfindlicher auf extreme Betriebssituationen als das eines Permanentmagneten, wovon die Linearität profitiert. Zweitens: die Flexibilität. Wo ein konventionelles Chassis mit fixen Parametern daherkommt, an denen sich der Lautsprecherbauer dann bei der Wahl des Gehäuses und der Konstruktion der Weiche orientieren muss, bietet der Feldspulenantrieb eine Eingriffsmöglichkeit via Netzteil. Wird da am Strom und damit an der Antriebskraft gedreht, ändern sich direkt zentrale Parameter des Chassis, namentlich die sogenannte Güte (in technischen Unterlagen von Lautsprechertreibern gekennzeichnet mit dem Buchstaben Q).

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Nach oben wird die SON von einem AMT aus dem Fundus von Mundorf komplettiert.

Auf Basis seiner Chassis baut von Langa eine fünf Mitglieder umfassende Familie von Lautsprechern. Die kaum hüfthohe SON ist seine Nummer zwei, eine kompakte Zweiwege-Standbox mit einem dynamischen 10,5-Zoll-Tiefmitteltonkonus und einem AMT-Bändchenhochtöner mit gefalteter Folienmembran. Der Konustreiber ist ein Chassis aus eigenem Hause mit Feldspulenantrieb, der Tweeter kommt von Mundorf. Auf der Rückseite findet sich eine Passivmembran zur Bassunterstützung. Die baut von Langa seit der letzten Revision der SON auch selbst.

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Die beiden Wege der SON lassen sich über das Bi-Wiring-Terminal direkt ansteuern. Links neben den Lautsprecherzugängen erkennen wir den Stromanschluss der regelbaren Feldspule des Basstreibers.

Eine Standbox ist die SON, weil sie keinen Ständer benötigt. Ansonsten hat sie mit den üblichen spindeldürr aufragenden Schallwandlern dieses Typs kaum etwas gemein. Diese Box ist ein keine 90 Zentimeter hoher, dabei stattliche 40 Zentimeter breiter Wonneproppen, der auf seinen Kugelfüßchen wie festgeschraubt auf dem Boden steht. Der Hochtöner ist elastisch in eine glasklare Acrylplatte eingelassen, die auf die Bassbox gestellt wird.

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Die SON ruht auf drei kugelrunden Schraubfüßen, mit denen sich das Bassgehäuse im Handumdrehen nivellieren lässt.

Zum Gesamtgewicht von 42 Kilogramm trägt der Tweeter eher nichts bei, das rührt eindeutig vom Tieftonpart. Allein das Konuschassis bringt an die 16 Kilo auf die Waage. Die komplex versteifte, geschlossene Box fertigt von Langa aus einem Holzfaserwerkstoff mit hoher innerer Dämpfung. An der Unterseite befinden sich sechs Gewindebuchsen, was dem Betreiber ungewohnte Wahlfreiheit bei der Positionierung der Standfüßchen beschert. Der Tiefmitteltöner lässt sich hinter einer magnetisch haftenden Abdeckung verbergen. Weitere Magnete sind an der Oberseite versteckt, sie zentrieren das Hochtonmodul, das sich dennoch in der Tiefe verschieben lässt. Fest installierte Kabel verbinden es mit dem Bassmodul, in dem die Frequenzweiche sitzt. Die Lautsprecherklemmen kommen aus den obersten Schubladen von WBT (nextgen PlasmaProtect). Sie sind für Bi-Wiring/Bi-Amping doppelt ausgelegt, serienmäßig aber mit den passenden WBT-Blechbrücken bestückt. Die Frequenzweiche beschreibt von Langa als „akustisch optimiertes Minimum-Phase-Filter mit nur jeweils einem passiven Bauelement im Signalweg“.

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Ein Blick ins Netzteil der Feldspulentreiber.

Das Versorgungsteil für die Feldspulen steckt in einem Aluminiumgehäuse, das mit sehr vielen Schrauben sehr sicher verschlossen ist. Die Elektronik ist als Konstantstromquelle ausgelegt, die Stromstärke lässt sich kinderleicht mittels eines Potis verstellen und der Wert an einem kleinen Amperemeter außen am Gerät ablesen (aufpreispflichtiges „Enhanced Power Supply“). Es gibt einen empfohlenen Wert (2,45 A), aber von Langa rät durchaus dazu, hier ein wenig zu experimentieren, und das sogar in einem recht weiten Bereich von 2,1 bis 2,7 A – Stichwort: Flexibilität von Feldspulentreibern.

Die SON ist herstellerseitig mit einem hohen Wirkungsgrad von 94 Dezibel angegeben. Dazu die knackige Physis und die Zweiwege-Bauart, und ich kann nur sagen: genau mein Beuteschema. Ich liebe Lautsprecher, die es der Elektronik leicht machen und an der Kleinleistungsröhre eine ebenso gute Figur abgeben wie am kräftigen Transistor. Höre ich „Feldspule“, werden außerdem Assoziationen geweckt zu historischen Chassis deutscher und amerikanischer Fertigung, die ich in den vergangenen Jahren ausgiebig erleben durfte und deren Klang ich mit einer besonderen Mühelosigkeit und Plastizität verbinde. Mit anderen Worten: Ich gehe mit der ein oder anderen freudigen Erwartung in diese Story.

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In einer Welt von eher schmalen Standlautsprechern wirkt die SON breitschultrig und kraftvoll. Ein Design, das kompromisslos dem Prinzip “Form follows function” folgt.

WOLF VON LANGAs SON ist ein sinnlicher Schallwandler und gleichzeitig ein David, der so manchem veritablen High-End-Goliath kräftig gegen das Schienbein tritt. Die Sinnlichkeit äußert sich am offensichtlichsten da, wo der Bauch seine Entscheidungen fällt: im Bass. Der Zwölfzöller geht tief, und das mit Schmackes. Er spielt im Gespann mit der Passivmembran locker und schnell nach vorn und legt das Fundament für ein Klangbild, das auf Hörspaß abzielt. Mein langjähriger Maßstab, die Ayon Seagull/c, mag mit ihren Keramikmembranen nicht weniger akkurate Töne erzeugen, aber das kritische Ohr sagt auch: Ist das nicht eine Spur zu trocken, gar akademisch-humorlos? Wo bleibt da der Bums? Bums kann die SON. Ganz herrlich sogar. Der Feldspulen-Konus ist wahrlich zum Verlieben und liefert wie erhofft. Größere Räume als mein 20-Quadratmeter-Musikzimmer werden die Box vor keinerlei Probleme stellen.

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Der AMT sitzt in einer magnetisch fixierten Acrylplatte, die sich auf der Gehäuseoberseite minimal verschieben lässt – das erlaubt eine feine Abstimmung des Hochtons.

Sinnlichkeit, die Zweite: In Sachen Raumabbildung spielt die SON auf Weltklasseniveau. Die gedrungene Statur und die durchsichtigen Hochtonpaneele mögen einen Teil zur Faszination beitragen, denn die physisch durchaus robusten Lautsprecher ducken sich auf die Weise optisch geradezu weg. So erstrahlen akustische Räume in noch hellerem Licht, scheinen Klänge ganz besonders frei und schwerelos in die Tiefe und, jawohl, die Höhe projiziert zu werden.

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Dem AMT-Hochtöner, dieser genialen Konstruktion nach Dr. Oskar Heil, bei der die Ankopplung an die Luft über ein Vielfaches der Fläche einer klassischen Hochtonkalotte geschieht, eilt ein Ruf von besonderer Dynamik, Auflösungsfähigkeit und Verzerrungsarmut voraus. Ich habe AMT-bestückte Lautsprecher als auffällig flüssig und geschmeidig spielend in Erinnerung. Die SON bewegt sich entlang all dieser Eigenschaften. Ihr Hochton ist dynamisch auf dem Punkt, präsent, hochauflösend, aber auch weich und, genau, geschmeidig.

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Der bei der SON eingesetzte AMT spielt nach hinten offen, was ein Grund für die große und plastische Abbildung sein dürfet.

Die Konstruktion mit dem beweglichen Paneel erlaubt stufenloses Time-Alignment der beiden Übertragungswege. WOLF VON LANGA empfiehlt eine CD-Hülle als Schablone – die 142 Millimeter der langen Seite ergäben einen guten Richtwert für die Distanz des AMT zur Vorderkante des Bassgehäuses. Ich experimentiere mit den Positionen, stelle fest, dass sich die Acrylplatten trotz Magnetfixierung auch schräg auf die Boxen stellen lassen, und höre dabei Auswirkungen auf das Zusammenspiel der beiden Wandler heraus. Macht sich hier die nun aus Hochtönerperspektive schräge Abrisskante der Bassbox bemerkbar? Mit fast gerade in den Raum spielenden Tieftönern und auf den Hörer eingewinkelten Tweeterplatten spielen die beiden so unterschiedlichen Treiber jedenfalls wie aus einem Guss.

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Das Versprechen des hohen Wirkungsgrades löst die SON ein und spielt genauso locker groovend an den acht Watt meines 300B-bestückten Röhrenvollverstärkers Silbatone JI-300B Mk III wie an den 150 Watt, die die Transistoren der Rowland-Endstufe erzeugen können. Die an den WVL-Boxen mal so richtig auszufahren hätte ich keine Bedenken. Das livehaftig-laute Spiel ist eine echte Schokoladenseite der SON. Zu behaupten, sie würde jenseits der 90 Dezibel Schalldruck erst so richtig aufwachen, täte ihren tollen Leisehörfähigkeiten schwer unrecht. Aber sie kann eben tatsächlich so lustvoll Heavy-Metal-Eruptionen und sinfonische Höhepunkte zwischen die heimischen vier Wände zimmern, als hätte sie veritable PA-Gene.

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Die SON kann tatsächlich so lustvoll Heavy-Metal-Eruptionen und sinfonische Höhepunkte zwischen die heimischen vier Wände zimmern, als hätte sie veritable PA-Gene.

Hat sie aber nicht. Die SON ist ein waschechtes High-End-Gewächs. Das vor keiner Herausforderung auch nur mit der Wimper zuckt. Und das feinfühlige Beschäftigung mit Aufstellung, Hochtönerjustage, Feldspulenstrom und tatsächlich auch einem Klassiker wie der Güte der Bi-Wiring-Brücken mit dem Erreichen von Klangsphären belohnt, die nicht wenige als ultimativ bewerten dürften.

Info

Lautsprecher WOLF VON LANGA SON
Konzept: elektrodynamischer 2-Wege-Standlautsprecher mit Passivmembran
Bestückung: AMT-Bändchenhochtöner, 10,5″-Tiefmitteltöner mit Feldspulen-Antrieb, flache Passivmembran
Frequenzbereich: 25 Hz bis 25 kHz
Impedanz: 8 Ω
Wirkungsgrad: 94 dB
Anschlüsse: Bi-Wiring-/Bi-Amping-Terminal
Besonderheiten: beweglicher Hochtonteil für Time-Alignment, regelbare Feldspulen-Stromversorgung, Enhanced Power Supply mit Anzeigeinstrument (Aufpreis um 629 €)
Ausführungen: Basisausführung Hochglanz schwarz; gegen Aufpreis (um 1143 €) Hochglanz Olive, Zwetschge, Tineo
Maße (B/H/T): Tiefmitteltonmodul 40/70/30 cm, Hochtonmodul 40/17/8 cm
Gewicht: 42 kg
Garantiezeit: 5 Jahre (bei Registrierung)
Paarpreis: um 15575 € (Testmodell Hochglanz schwarz mit Feldspulen-Netzteil und 2 x 3 m Versorgungsleitung)

Kontakt

Christine von Langa
Rödlas 54
91077 Neunkirchen am Brand
Telefon +49 9192 996926

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www.wolfvonlanga.de

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