Ansuz D-TC Supreme Ethernet Kabel

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch und Netzwerkkabel

Optimaler Anfang

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Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch und Netzwerkkabel – Optimaler Anfang

Die klassische High-End-Maxime: Was vorne verloren geht, ist unwiederbringlich weg. Der Siegeszug von Streaming hat daran nichts geändert. Ganz im Gegenteil. Ansuz weiß Rat.

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch

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In aller Kürze – Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch

Ein Switch für Hedonisten, haptisch der pure Luxus, technisch schwer zu begreifen, klanglich ultimativ offen und holografisch. Die Basis für allerbesten Streamingsound.

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch Navigator


Ansuz D-TC Supreme Ethernet Kabel

In aller Kürze – Ansuz D-TC Supreme Ethernet-Kabel

Wird es mit einem PowerSwitch kombiniert, geht mit dem stocksteifen Top-Kabel klanglich die Sonne auf. Außerhalb des Ansuz-Systems in exzellenten Ketten ein Auflösungsmaximierer

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Ansuz D-TC Supreme Ethernet Kabel Navigator


Wie viel klangliches Potenzial in Netzwerkkabeln und Streamern schlummert, weiß ich seit zwei Jahren. So lange liegt der Kauf des Streamingservers Innuos Zenith Mk III und damit mein Einstieg ins Thema zurück. Mit dem Innuos wurde ein Computer Teil meiner Anlage. Die Entwickler haben sich für ein eher leistungsschwaches Motherboard entschieden, das im Betrieb weniger Störungen produzieren soll als potentere Modelle. Sie kombinierten es mit einem klassischen Linearnetzteil mit dickem Ringkerntrafo, der, wie es so schön heißt, einem ausgewachsenen Endverstärker gut zu Gesicht stünde.

Das Konzept geht auf, Streaming ist seitdem neben CD und Vinyl das dritte vollwertige Medium in meinem Hörraum. Was ich besonders mag: Ich verstehe das Gerät. Der Innuos lässt seine sicher hochkomplexe Computerhaftigkeit komplett vergessen und präsentiert sich ganz als HiFi-Komponente. Mit etwas Mühe könnte ich bestimmt alles daran erklären.

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch
Ansuz schwört auf die ergänzende Wirkung seiner Dithering-Technologie: Der PowerSwitch ist mit einer ganzen Armada kleiner Tesla-Spulen ausgestattet, die das Signal Modulieren und „durchsichtiger“ machen. Auch die Spannungsversorgung ist mit diesem Kniff ausgestattet.

Für den Switch (genauer: PowerSwitch) und das Netzwerkkabel aus der Top-Serie D-TC Supreme von Ansuz Acoustics kann ich das auch nach längeren intensiven Unterhaltungen mit dem Entwickler Michael Børresen nicht behaupten. Børresens Ausführungen zu den Vorgängen unter dem sanft geschwungenen Gehäusedeckel des PowerSwitch und unter dem Gewebeschlauch des grenzwertig steifen Ethernet-Verbinders sind ebenso wenig von dieser Welt wie deren Preisschilder. Das Kabel trägt an jedem Ende ein Modul mit Børresens proprietärer Entstörtechnik. In einem ist eine Miniklinkenbuchse integriert, von der aus sich per beigelegtem Käbelchen eine elektrische Verbindung zum Switch herstellen lässt. Was den Begriff „PowerSwitch“ erklärt. Aber wie powert ein Switch ein Kabel? So viel zum Thema handfeste Computertechnik.

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Ansuz D-TC Supreme Ethernet Kabel
Deutlich erkennt man am D-TC-Kabel den zusätzlichen Masseabgriff, der sich mit den Buchsen am Rücken des PowerSwitch verbinden lässt. Rechts sehen wir das geschlossene Gehäuse des Ansuz-Verteilers. Wie bei den Dänen üblich handelt es sich um ein veredeltes Holzgehäuse ohne magnetische Eigenschaften – auch so ein Kniff, der sich wie ein roter Faden durchs gesamte Sortiment führt.

Nüchterner betrachtet ist Ansuz’ Top-Netzwerkkabel ein ausgesprochen fest aufgebauter, dick in Abschirmungsschichten geschlagener Verbinder nach CAT6-Standard. Der steife Aufbau soll der Minimierung von Mikrofonie dienen. Die Verarbeitung ist exquisit, die Stecker sind von höchster Güte. In der Praxis reißt das Kabel den zierlichen Bonn N8-Switch von Silent Angel fast von der Wand. Was in der Praxis irrelevant sein dürfte, denn wer sich eine Netzwerkstrippe dieses Kalibers gönnt, wird auch beim Switch nach Höherem streben, was unweigerlich gleichzusetzen ist mit: Schwererem.

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch
Besonders viel Sinn macht der Einsatz des Luxus-Signalschalters mit den passenden D-TC-Kabeln des Herstellers. Auch die sind mit Spulen versehen, bietet zusätzlich aber eine elektrische Verbindung via Miniklinke, mit der die Entstörung der Netzwerksignale abgerundet wird.

Der PowerSwitch D-TC Supreme ist der natürliche Partner. Ansuz’ Topmodell hat ein Gehäuse aus einem amagnetischen Holzfaserwerkstoff und trägt zur Unterscheidung von den günstigeren Geschwistern eine edle Ledereinlage obenauf. Auf der Unterseite finden sich, wie bei allen Elektronikkomponenten der Schwesterfirma Aavik, schwarz eloxierte Aufnahmen für die hauseigenen Tuning-Füße Ansuz Darkz. Ein Netzkabel ist, auch das mittlerweile Usus bei den Dänen, nicht dabei.

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch
Vesrströmt das Flair von etwas hanz Besonderem und Luxus.

Innen gruppieren sich ein massives Aufgebot an Ansuz-Entstörschaltkreisen und eine auf einem kompakten Schaltnetzteil basierende Stromversorgung um eine schlichte Industrie-Platine mit acht Netzwerkbuchsen. Michael Børresen bestätigt mir, dass er die eigentliche Netzwerktechnik im Originalzustand belässt und weder mechanische noch elektrische Eingriffe vornimmt. Umso mehr konzentriert er sich auf den hochfrequenten Mikrokosmos drumherum, dem er auf seine ganz eigene Art zu Leibe rückt. Sie möchten es genauer wissen? Dann lesen Sie die 184 Seiten lange Arbeit eines Doktoranden der Technischen Universität Eindhoven, die auf Ansuz’ Homepage verlinkt ist. Thema: „Analoge Dithering-Technologien für hochlineare und effiziente Übertragung“. Harter technischer Tobak, gleichwohl auch für den Laien faszinierend. Sie können natürlich auch Michael Børresen auf einer Fachmesse direkt ansprechen. Und sich unversehens in einem Gespräch über die Probleme bei der Erdung einer Yacht wiederfinden.

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch
Spulen über Spulen auf mehreren Etagen.

Børresens Ansatz basiert auf seinem Credo „Alles ist mit allem verbunden.“ Bezogen auf die Testgeräte bedeutet das: Die digitale Information steckt im analogen elektrischen Signal. Das fließt durch Leiter, die sich elektromagnetisch genauso verhalten wie jedes Kabel, jede Leiterstrecke in der Anlage. Deswegen enthält das Signal viel mehr als nur die Information – Stichworte: Einstreuung und Antennenwirkung.

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Womit wir beim „Power“ im Namen des Ansuz-Switch wären. Tatsächlich stellt der keine Gleichspannung bereit, wie es andere Hersteller praktizieren. Vielmehr liegt an den unterhalb der Netzwerkbuchsen aufgereihten Miniklinkenbuchsen ein hochfrequentes Dither-Signal zur Einspeisung in die Abschirmung des Ansuz-Kabels an. Auf die Weise will Børresen die Antennenwirkung des Kabels „aufbrechen“. Wie er auch mithilfe der zahlreichen „Tesla-Spulen“ im PowerSwitch die elektromagnetische Umgebung in einer Weise beeinflussen möchte, die letztendlich – Achtung, unwissenschaftliche Behelfsformulierung – Kontur und Eindeutigkeit des Nutzsignals verbessern soll. Herr Børresen, lässt sich das denn messtechnisch belegen? Nein, sagt er. Pausiert kurz und fügt hinzu: Doch, aber dafür ist ein speziell generiertes Signal nötig. An den Flanken dieser für Messzwecke maßgeschneiderten Rechteckschwingung sehe man dann tatsächlich die Auswirkung der Entstörschaltungen.

Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch
Leider geil: Über Sinn und Unsinn eines LAN-Switches zum derart exklusiven Preis kann man vortrefflich streiten. Fest steht allerdings: Der D-TC Supreme PowerSwitch funktioniert hervorragend. Er ordnet die Wiedergabe, löst die Musik besser von den Lautsprechern und projiziert sie obendrein plastischer in den Hörraum.

Vor allem aber hört man sie. Denn allen Vorbehalten angesichts der kaum greifbaren technischen Lösungen zum Trotz, sorgen die Luxus-Netzwerkkomponenten aus dem Hause Ansuz tatsächlich auch für veritablen Luxusklang.

Am treffendsten lässt sich die Wirkung mit einem Aufklaren des Klangbilds beschreiben. Ersetzt das Ansuz-Netzwerkkabel meinen namenlosen CAT7-Verbinder und der PowerSwitch den für seine Klasse ebenfalls hervorragenden Silent Angel Bonn N8, wirken akustische Räume schlagartig tiefer, Stimmen und Instrumente setzen sich gleichzeitig besser vor ihrem jeweiligen Hintergrund ab. Dadurch wirkt das Geschehen auf der projizierten Klangbühne plastischer – ja, es kann, wenn man’s richtig anstellt, regelrecht dreidimensional zugehen.
Der Schlüssel heißt Synergie. Die Ansuz-Komponenten ergänzen sich, und ich sage es im vollen Bewusstsein der schmerzhaften finanziellen Folgen nur ungern, aber: Optimal wird es erst im Verbund. Den Anfang macht der PowerSwitch. Er etabliert ein Grundniveau an Offenheit und Klangreinheit, das auch bei Einsatz einfacher Ethernet-Verbinder erhalten bleibt. Das Ergebnis ist durchaus schlüssig – und für meine Ohren befriedigender als der umgekehrte Weg, nämlich der Anschluss des Netzwerkkabels D-TC Supreme am kleinen Silent-Angel-Switch. Hier gefällt das Plus an Auflösung, aber ohne das eindrucksvolle Tiefenrelief, das der PowerSwitch ermöglicht, wirkt das latent aufgesetzt und ungeerdet. Ein kurzer Testeinsatz in der Anlage eines Freundes verdeutlicht die absolute Qualität von Ansuz’ Top-Netzwerkkabel ebenso wie die Gefahren, die da lauern. An den Streaming-DAC Meitner MA3 angeschlossen, der gleichzeitig als Vorstufe dient und als solche bärenstarke Class-D-Monoblöcke ansteuert, die wiederum Lautsprecher des Typs Wilson Audio Alexia kontrollieren, gewinnt die Musik auf geradezu spektakuläre Art an Rasanz. Gitarrentöne kommen mit Nachdruck, Schlagzeuger scheinen einen Motivations-Workshop absolviert zu haben, Stimmen treten einen halben Schritt näher an den Hörer. Das macht ungemein an – und doch sind wir nicht unglücklich, als die gewohnten Kabel wieder installiert sind und der Sound eine ganz feine, gar nicht unangenehme Abrundung erfährt.

Bildergalerie
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Im Zusammenspiel geht dagegen die Sonne auf. Ich nutze für meinen Vergleich die Neuaufnahme der Bach’schen Solosonaten für Violine mit Frank-Peter Zimmermann, erschienen auf dem schwedischen Label BIS. Ich liebe BIS, und diese teils in einer Kirche, teils in einem Konzertsaal eingespielte Aufnahme erfüllt meine Erwartungshaltung: Die Geige klingt hell, frei, fein verästelt, der Solist ist von einem natürlich wirkenden Raum umgeben. Alles atmet. Zimmermann steht mit PowerSwitch und Netzwerkkabel D-TC Supreme zwischen den Lautsprechern und wirkt zum Drumrumhören echt. Es ist ein Fest für Detailfanatiker. Und es geht noch besser. Speist der PowerSwitch sein entstörendes Wundersignal in das Netzwerkkabel, findet eine sachte Entspannung des Klangbildes statt, gerade genug, dass man sie als Entgratung bezeichnen möchte. Jetzt rastet alles ein, wird neben dem Analytiker auch der Romantiker angesprochen.

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An dieser Stelle könnte ich mich verabschieden, wohl wissend, dass mancher informierte Leser stutzt und fragt: Und was ist mit den Darkz-Füßchen? Und wurde denn ein angemessenes Ansuz-Netzkabel verwendet? Keine Füßchen, keine weiteren Ansuz-Kabel. Nicht heute. Aber ich werde weiter berichten von diesen erstaunlichen Geräten, die vermeintliche Gewissheiten über die Nicht-Manipulierbarkeit und klangliche Irrelevanz von Netzwerktechnik mit wenigen Tönen pulverisieren. Eine bessere Grundlage kann man seiner Streamingkette nicht bieten.

Info

Netzwerk-Switch Ansuz D-TC Supreme PowerSwitch
Konzept: Ethernet-Switch mit Anschlüssen für Einspeisung eines Entstörsignals in hauseigene Netzwerkkabel
Anschlüsse: 8 x RJ45, 10 x Miniklinke
Besonderheiten: kein Netzkabel im Lieferumfang, Füße als Aufnahmen für Ansuz Darkz Entkopplungsfüße ausgeführt, Miniklinkenbuchsen für elektrische Verbindung mit hauseigenen Netzwerkkabeln, integrierte Ansuz-Entstörtechnik
Farbe: Schwarz
Maße (B/H/T): 26/7/38 cm
Gewicht: 4 kg
Garantiezeit: 5 Jahre
Preis: um 12 000 €

Ethernet-Kabel Ansuz D-TC Supreme
Konzept: Ethernet-Kabel mit proprietärer Entstörtechnik
Besonderheit: Miniklinkenbuchse für elektrische Verbindung mit hauseigenem PowerSwitch
Garantiezeit: 5 Jahre
Preis: um 6600 € (2 m)

Kontakt

Ansuz Acoustics
Rebslagervej 4
9000 Aalborg
Dänemark

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www.ansuz-acoustics.com

www.audiogroupdenmark.com

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
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