Besuch bei Canton

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Canton, 1972 gegründet, ist einer der größten Lautsprecher-Hersteller Europas und klarer Marktführer in Deutschland mit 1400 Händlern. Grund genug für FIDELITY, einmal persönlich im hessischen Firmensitz vorbeizuschauen. Das idyllisch gelegene Örtchen Weilrod scheint der ideale Platz zu sein, um konzentriert und in aller Ruhe an Weiterentwicklungen und völlig neuen Lautsprechermodellen zu arbeiten. Seit vier Jahrzehnten entwickelt und fertigt Canton Qualitätslautsprecher, vom Einsteigermodell bis zum Referenzmonitor quer durch alle Preis- und Anspruchsregionen. Ausgangspunkt war und ist hierbei die ehemalige Dorfschule des Ortes, die mit zunehmendem Erfolg des Unternehmens nach und nach um etliche Nebengebäude erweitert wurde.
Auf gleichem Grundstück residieren Canton-Management und -Verwaltung in einer lichtdurchfluteten Firmenzentrale. In der dort gelegenen Cafeteria – Blickfang: ein übermannshoher Hightech-Kaffeevollautomat – empfängt uns ein gut gelaunter Oliver Hennel. Von hier aus startet Cantons Marketingleiter den Rundgang quer durchs Unternehmen – der übrigens sehr viel länger dauern wird als zunächst erwartet, denn Cantons Gebäudeensemble entpuppt sich als recht weit verzweigt, ist quasi innen größer als außen.
Eindrucksvoll demonstrieren die verschiedenen Stationen der Fertigung eine 100-prozentige Qualitätskontrolle. Das lässt der hauseigenen Service-Abteilung genug Raum für Kundendienst und technischen Support. Und sollte tatsächlich etwas nicht so funktionieren wie gewünscht, und sei es durch schlichte Materialermüdung nach jahrzehntelangem Betrieb, garantiert Canton einen 24-Stunden-Reparaturservice, wenn das Produkt bis zum Mittag in Weilrod eintrifft. Hierzu hält das Unternehmen übrigens jedes jemals gefertigte Chassis auf Lager!
Ein Raum weiter: Ganz allein und in aller gebotenen Ruhe montiert ein speziell geschulter Mitarbeiter ein Pärchen aus der Reference-Serie. Er wird nach deren sorgfältigen Fertigstellung und Prüfung mit seiner persönlichen Unterschrift für allerbeste Qualität geradestehen – sozusagen der Ritterschlag einer echten Manufakturarbeit, wie wir sie sonst aus dem Uhren- oder Gitarrenbau oder auch aus der Sportwagenfertigung kennen.
Die effiziente, präzise Fertigung der „kleineren“ Serien ist bei Canton eine bewährte Mischung aus Handarbeit und maschineller Unterstützung. Weil sich sowohl die Fertigung, als auch das riesige Bauteilelager auf einer Ebene befinden und kurze Wege schnelle Zugriffszeiten garantieren, sei man, so Oliver Hennel, mühelos in der Lage, auf ein und derselben Station heute dieses, morgen jenes Produkt zu fertigen. Zum Abschluss der Fertigung wird jedes Canton-Produkt mittels Computerprogramm (und geschulten Ohren) geprüft. Liegen nicht alle relevanten technischen Daten eines Produkts innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereiches, wird so oft und so lange nachjustiert, bis es die Zielvorgaben meistert. Eine zweite, große Fertigungsstätte mit über 100 Beschäftigten und gleichem Qualitätsbewusstsein hat Canton im benachbarten Tschechien eingerichtet; täglich pendeln drei große Lkw zwischen den beiden Standorten hin und her und man sei, so Oliver Hennel nicht ohne Stolz, mit Logistik und Qualitätsniveau sehr zufrieden.
Der Zugang zum hauseigenen Showroom wird versüßt durch ein kleines Canton-„Museum“, das Klassiker und Historisches feilhält, beispielsweise die erste GLE-Serie aus den Siebzigerjahren und die allererste Ergo, ein paar Exponate tragen sogar noch das alte Firmenlogo in angedeuteter Schreibschrift. Auf der gegenüberliegenden Seite des Ganges beweist eine ganze Wand voller Auszeichnungen und Urkunden, dass hier kein kleines Lichtlein, sondern ein Big Player der Lautsprecherszene am Start ist. Im Showroom selbst sind die aktuellen Modellserien zu sehen, aber auch eine zeitgemäße Interpretation des Ergo-Klassikers, der möglicherweise als Ausgangspunkt für eine neue Serie dienen könnte.
Wir treffen auf Frank Göbl, den Entwicklungsleiter bei Canton, im Labor des Hauses, inmitten computerbasierter Messtechnik und schalltotem Messraum. Göbl und sein Team, das sich immer häufiger mit „i“-Produkten auseinandersetzen muss, nimmt sich immer noch die Freiheit, jedes Produkt nicht nur messtechnisch hier im Labor, sondern immer auch per Gehör feinabzustimmen. Besonders hilfreich für die Entwicklungsabteilung ist natürlich auch, sich echte „Wunschtreiber“ auf den Punkt selbst bauen zu können – ein Luxus, den sich tatsächlich nur sehr wenige Hersteller leisten können. Und noch weniger auch tatsächlich leisten.
Zum Abschluss unserer kleinen Tour dürfen wir einen Blick in Cantons Demo- und Schulungsraum werfen, der unter anderem mit erstklassiger High-End-Elektronik, aber auch mit ganz normalem HiFi-Equipment bestückt ist. Hier durchläuft jedes, aber wirklich jedes neue Produkt den finalen Hörtest, bevor es von Frank Göbl und seinem Team zur Serienfertigung freigegeben wird – von der knallhart kalkulierten Budgetbox bis zum Luxus-Schallwandler. Und hier im Demoraum dürfen wir auch erleben, welche Schätzchen das Canton-Programm mittelfristig noch erweitern werden. Wir sind von diesen klangvollen Aussichten zugleich überrascht und fasziniert und prognostizieren gleich einmal ein paar zukünftige Bestseller …
… eine Einschätzung, die ja keineswegs von ungefähr kommt. Denn alles, was wir hier bei Canton sehen und spüren, jede Entwicklung, jeder Mitarbeiter und jedes klingende Ausstellungsstück atmet echtes Know-how. Wir jedenfalls haben den erfrischenden Eindruck, dass jeder bei Canton ganz genau weiß, was er tut.

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www.canton.de

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