Block Stockholm

Bluetooth-Komplettanlage mit pfiffigem Design

Und wenn das Trömmelche geht…

…stehen wir alle parat! Ich habe mir erlaubt, diese Liedzeile aus dem rheinischen Karneval ins Hochdeutsche zu übersetzen. Der kölschen Mundart ist ja vermutlich nicht jeder Leser mächtig.

Das Design dieses Bluetooth-Lautsprechersystems namens „Stockholm“ von Block aus dem niedersächsischen Oldenburg lässt beim Betrachter vielerlei Interpretationen zu. Der Hersteller selbst will es als Musikmöbel – als edlen und zeitlosen Beistelltisch – verstanden wissen. Während des Testzeitraums in meinem Wohnzimmer habe ich allerdings von „das ist ´ne Standtom (Musiker)“ über „was für ein netter Hocker (Nachbarin)“ bis zu „Waschtrommel“ (notorischer Witzbold) alles gehört.

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Unterm Strich hatte ich das Überraschungsmoment spätestens dann auf meiner Seite, wenn ich das durchaus satt 20 Kilogramm schwere und sehr wertig verarbeitete „Tischchen“ eingeschaltet habe. Der/das Block „Stockholm“ hat es nämlich faustdick hinter seiner robusten Stoffverkleidung. 2 mal 15 Watt Musikleistung plus 35 Watt für den nach unten abstrahlenden Subwoofer beschallen mühelos ein 25 Quadratmeter großes Wohnzimmer und sorgen dafür, dass das in Oldenburg entwickelte und gefertigte Designerstück klanglich rein gar nichts mit den üblichen Bluetooth-Quäkerchen zu tun hat. Der „Beistelltisch“ meint es richtig ernst.

Die Block Stockholm kann nicht nur funken

Musiksignale nimmt die Anlage – das haben Sie meinen Zeilen sicher bereits entnommen – via Bluetooth (Standard 4.0) oder kabelgebunden über einen Aux-Eingang (3,5-Millimeter-Klinke) entgegen. Zudem fungiert das All-In-One-System als USB-Ladestation für eingestöpselte Mobil-Devices. Damit nicht genug: Entsprechend ausgerüstete Smartphones und Tablets können auch induktiv, also völlig drahtlos geladen werden, indem man sie auf eine entsprechend als „Ladezone“ markierte Position auf der schwenkbaren oberen Glasplatte legt. Richtig gelesen: „schwenkbar“ und „obere“. Diese schwingt bei Bedarf elegant zur Seite und gibt ein in eine weitere Glasplatte eingelassenes Touch-Bedienfeld frei. Hier lässt sich das Gerät ein- und ausschalten, die Lautstärke regeln und aus fünf vorprogrammierten Equalizerkurven die für den persönlichen Geschmack passende heraussuchen.

Die Quelle erkennt der „Stockholm“ übrigens automatisch: Standardmäßig erwartet er die Kopplung mit einem Bluetooth-Gerät, sobald ein Klinkenstecker mit der Aux-in-Buchse verbunden ist, ist diese freigeschaltet. Als zusätzliches Schmankerl lassen sich zwei der musikalischen Rundlinge zu einem Stereo-Set zusammenschalten, was nicht nur ein Blickfang sein dürfte, sondern auch akustischen Spaß verspricht.

Block Audio Anlage Stockholm
An der stoffebzogenen Gehäuseseite liegen weitere Anschlüsse.

… und doch ein Tisch

Der klingende Tisch erfreut nämlich mit einem erstaunlich satten, vollmundigen und durchaus differenzierten Klangbild. Das braucht den Vergleich mit günstigen Kompaktlautsprechern überhaupt nicht zu scheuen. Ich will mich nicht in schwurbeliges HiFi-Blabla versteigen. An eine audiophil orientierte Zielgruppe richtet sich Block mit diesem Produkt sicher nicht. Aber man kann damit trotzdem hervorragend Musik hören! Via Bluetooth-Verbindung zeigt sich der Klangeindruck unabhängig von der gewählten EQ-Kurve schlank und klar. Per Kabelverbindung wirkt die Anlage etwas voluminöser, druckvoller und nach meinem Empfinden ausgeglichener. Das ist aber auch eine Geschmacksfrage.

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Und wenn Sie mich jetzt fragen, ob man Blocks „Stockholm“ tatsächlich auch als Tisch benutzen kann – natürlich geht das! Die Höhe ist so bemessen, dass das Musikmöbel bequem vom Sofa aus zu erreichen ist. Und wenn man sich nicht gerade auf die Glasplatte setzt – soviel zum Thema „Höckerchen“, Frau Nachbarin! – hält die einiges aus.

Wir meinen …

Insgesamt ist Blocks Anlage eine großartige Idee. Zudem hat sie einen Praxisnutzen, bei dem ich mich frage, warum die eigentlich vorher noch keiner hatte? Für so manches knapp bemessene Ein-Zimmer-Appartement, in dem sich keine separate Entertainment-Lösung aufstellen lässt, könnte „Stockholm“ die musikalische Rettung sein.

Infos

Block Stockholm
Konzept: All-In-One Einblock-Anlage
Eingang digital: Bluetooth Version 4.2
Analoge Eingänge: 3,5 mm Stereo-Klinke
Leistung (RMS @ 4 Ohm): 2 x 15 Watt plus 35 Watt Subwoofer
Funktionen: Equalizer, lädt USB-Devices via Kabel oder induktiv
Abmessung (B/H/T): 41/52/41 cm
Gewicht: 18,5 kg
Preis: um 500 Euro

www.audioblock.de

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