Daluso, Ed Doggen, Dutch Basic

Daluso / Ed Doggen

Leidenschaftlicher Pragmatismus

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Daluso / Ed Doggen – Leidenschaftlicher Pragmatismus

Ed Doggen hat über 20 Jahre in der Automotive-Branche verbracht. Den dortigen hehren Qualitätsanspruch konnte er perfekt für die eigenen Vorhaben mit Daluso in der HiFi-Szene gebrauchen und umsetzen.

Daluso, Ed Doggen
Ed Doggen von der Firma Daluso

Begonnen hat alles in Nieuwstadt im Süden der Niederlande. In dieser Kleinstadt unmittelbar an der deutschen Grenze ist Ed Doggen aufgewachsen, „mit der westfälischen Kultur“, wie er selbst sagt. Als gelernter Chemielaborant hat er im Volvo-Werk Born begonnen und sich bis zum Qualitätsingenieur für Korrosions- und Oberflächentechnik hochgearbeitet. Ein weites und komplexes Aufgabenspektrum, so wie auch bei seiner zweiten Profession HiFi. Die Faszination für Musik und die damit zusammenhängende Wiedergabetechnik setzte im typischen Alter der Adoleszenz ein. Pink Floyd ist es letztlich zu verdanken, dass Ed Doggen sich für Musik begeistern konnte. Zwar nicht unmittelbar für den damaligen Superhit „Wish You Were Here“ – den fand er zwar „ganz in Ordnung“, konnte aber die überbordende Begeisterung allerorten nicht recht verstehen. Rückblickend war das für ihn dennoch die stärkste Phase von Pink Floyd, er findet es sogar schade, dass Gilmour, Waters und Co. den Kurs von damals nicht konsequent in dieser Art fortgesetzt haben. Gewissermaßen als Kontrastprogramm wandte er sich den „ernsthafteren“ Stilistiken Jazz und Klassik zu.

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Daluso, Ed Doggen, Harmonix
Harmonix Analog TU-800M Tribute, Plattentellerauflage

In Sachen Hardware machte er ebenfalls Ernst: Mit 17 Lenzen, Mitte der 1970er Jahre, musste es bereits ein Monarch-Verstärker sein. Just zu jener Zeit erblickte auch der Bose-Klassiker 301 das Licht des Marktes. Keine Frage, diese Lautsprecher waren unverzichtbar! Nur kurze Zeit später war er als Soldat in Deutschland stationiert und hatte die Möglichkeit, für vergleichsweise kleines Geld JBL-Equipment einzukaufen – im Marktwert von 15 000 Deutschen Mark! Eine gigantische Summe für einen Jungspund. Gleichzeitig erschien auch erstmals der Gedanke am Horizont, die HiFi-Begeisterung zur Profession werden zu lassen. Dabei stand die Musik klar im Vordergrund. Er war sich bewusst, dass eine intensive Auseinandersetzung mit Musik auch einer richtig guten Anlage bedarf, am besten „einer ohne Knöpfe, nur mit einem Ein/Aus-Schalter“ – Konzentration auf das Wesentliche! Ein phänotypischer Audiophiler wollte er nie werden, nur eben in bestmöglicher Qualität Musik hören. Gerade Liveaufnahmen hatten es ihm angetan, der spezielle Charakter und vor allem die Räumlichkeit von Konzertaufzeichnungen faszinierten ihn. Studioaufnahmen empfand er oftmals als zu perfekt, das gewisse Etwas der Konzertatmosphäre fehlte ihm.

Daluso, Ed Doggen, Reimyo
Reimyo KAP-777, Endstufe

Jahrelang vertiefte sich Doggen in die Materialkunde des Automobilbaus, und da blieb eine thematische Berührung mit anderen Baugruppen jenseits des originären Aufgabengebiets nicht aus. Auch sogenannte Strangpressteile aus Aluminium waren darunter. Etwa um 1989 herum experimentierte Ed mit einer Betonbox, doch es blieb beim Experiment. Dennoch kehrte er nicht zu Standardmaterialien wie MDF zurück, sondern konkretisierte den zwei Jahre lang gereiften Gedanken, das vertraute Alu zum Bau eines Lautsprechergehäuses zu nutzen. Nicht nur Ed Doggen selbst war verblüfft ob des klanglichen Ergebnisses: Ein befreundeter Händler meinte, wenn so ein Lautsprecher in Serie ginge, dann legten Kunden locker 5000 DM dafür auf den Tisch. Mit solch positiver Resonanz ausgestattet ließ sich umso besser visualisieren, wie denn so eine Idee zu monetarisieren wäre – die Grundlagen hatte Ed Doggen mittlerweile in einem BWL-Masterstudiengang erworben.

Daluso, Ed Doggen, Dutch Basic
Daluso, Dutch Basic, Lautsprecher aus Aluminium

Um es noch einmal zu verdeutlichen: Diese Lautsprecher waren nicht etwa aus mehreren Aluteilen zusammengebaut, sondern aus einem einzigen Stück Aluminium herausgearbeitet! Das war bis dato einzigartig und noch nie dagewesen. Er tauchte weiter ein in diese neue Materie, mit der er bislang nur am Rande zu tun hatte. Es dauerte bis zum Jahr 2000, ehe er seine Firma Daluso (Design Aluminium Soundsystems) in nebenberuflicher Tätigkeit gründete. Mit Werkstoffkunde war er bestens vertraut, er wusste ganz genau, was mit Aluminium möglich war und was nicht. In Sachen Marketing und Werbung gab es dagegen noch einiges zu lernen, nach dem Markteintritt im Jahr 2003 entschloss er sich 2005, den Vertrieb auch für andere Marken zu übernehmen, um mehr Umsatz zu generieren.

Daluso, Ed Doggen, Harmonix
Harmonix-Analog TU-812MX, Schallplattengewicht

Die erste Marke im Vertrieb von Daluso war Harmonix und deren „Professional Tuning Devices“. Es folgten Reimyo, Encore, Hijiri und Enacom. Gerade aber das resonanzmindernde Zubehör von Harmonix und der ganze Themenkomplex an sich hatten es Ed Doggen angetan, er merkte, dass es noch viel mehr klangliche Stellschrauben gibt als nur Lautsprecher. Aktuell erkundet er das Thema Elektrosmog und dessen Einfluss auf den Klang und sucht dazu nach Kooperationspartnern für den europäischen Markt. Gerade bei solch vermeintlichen Voodoothemen möchte er Licht ins Dunkel bringen und fundiert aufklären. Trotzdem möchte er nicht als „Audiophiler“ bezeichnet werden, lieber hört er „Minimalist“. Schließlich beendete er 2010 die Produktion seiner Alu-Exoten und konzentrierte sich vollends auf den Zubehörvertrieb, der ihm im Beneluxraum bis heute eine sehr gute Position beschert – sowohl in geschäftlicher Hinsicht als auch in puncto Renommee.

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Daluso, Ed Doggen, Hijiri
Hijiri TAKUMI, Netzkabel

Der Qualitätsanspruch aus seinen Ingenieurszeiten ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Mit Sachverstand beraten, gründlich informieren und als hervorragender Dienstleister auftreten: Das sind seine Maximen, die letztlich dazu beitragen, dass der Kunde sein romantisch-audiophiles Weltbild zugunsten von Fakten korrigieren kann. Dass die Verkäufergene bei so viel Enthusiasmus für und Detailtiefe in der Sache nicht ganz so ausgeprägt sind, legt er sich eher als Stärke aus – es ist die Spezialisierung, die zählt. Als Einmannbetrieb, der er nach wie vor ist, kann er im Gegensatz zu Big Playern schnell Entscheidungen treffen und zur Sache kommen.

Daluso, Ed Doggen, Harmonix
Harmonix Million TU-666M

In seinem ureigenen Pragmatismus geht er sogar so weit, zu sagen: „HiFi ist nicht meine Leidenschaft. Es geht darum, in bestmöglicher Qualität Musik zu hören und nicht darum, HiFi zu idealisieren.“ Diese Haltung war auch im persönlichen Gespräch mit Ed Doggen deutlich spürbar, und er trägt sie auch weiter zu den Kunden: „Ich habe bei vielen Leuten festgestellt, dass sie sich in einem regelrechten ideologischen Hamsterrad bewegen und der festen Ansicht sind, ihre Anlage klinge fantastisch, obwohl sie das ganz und gar nicht tut. Sie zeigen zunächst Interesse, aber wenn dann das Stichwort Zubehör fällt, gehen die Klappen runter. Das sind teilweise richtig teure Anlagen, die leider nicht klingen. Da muss man sehr diplomatisch sein, man kann nicht sagen: Das klingt schlecht.“ Ed Doggen lässt seine Kunden dann gerne ihre eigenen Anlagen mit Punkten von null bis zehn bewerten. Meistens werden sieben oder acht genannt. „Ich sage dann nicht, ich hätte eine andere Bewertung vorgesehen, sondern eher: Sehen Sie, die Anlage hat noch Potenzial. Damit zeige ich dem Kunden: Das ist schon ganz gut, aber es ginge noch besser.“ Der Kunde kann sich mit dem Gedanken anfreunden, schon auf der richtigen Spur zu sein. Dann folgt die Analyse der Basics. Wie ist die Anlage aufgestellt, wie verkabelt? Doggens Kunden können es oft kaum glauben, dass man allein dadurch noch so viel herausholen kann, und sind dann auch anderen Tuningprodukten gegenüber aufgeschlossen. „Ich begleite den Kunden Schritt für Schritt bis zum Endresultat, damit er nachvollziehen kann, wie das alles zustande gekommen ist. Dann besteht eine gute Chance, dass der Kunde seine Anlage fürs Leben gefunden hat.“

Bildergalerie

Ohne Führung ist der Weg dorthin beschwerlich und voller Fallstricke, meint Ed Doggen, denn die Endverbraucher werden unsicher angesichts all der kursierenden widersprüchlichen Informationen. „Ich behaupte, dass die allermeisten Anlagen noch ein gutes Stück entfernt sind vom guten Klang, von guten Voraussetzungen. Ich war mal bei einem Kunden, der Interesse an Harmonix-Produkten zeigte. Er kannte sich gut aus, war sogar in einem HiFi-Club. Er dachte, die Anlage stünde bereits in der optimalen Position und jetzt ginge es nur noch darum, resonanzminderndes Zubehör anzubringen.“ Schon beim ersten Hören stellte sich allerdings heraus, dass die Aufstellung der Lautsprecher noch nicht hundertprozentig passte. Doch der Kunde wollte nichts ändern, es habe schließlich zwei Jahre gedauert, zu dieser Aufstellung zu kommen. Doggen schlug vor, Markierungen auf dem Boden anzubringen, um notfalls alles wieder rückgängig machen zu können. „Kaum standen die Lautsprecher an der neuen Stelle und es erklangen die ersten Töne, schaute mich die Frau des Hauses ungläubig an und sagte: So eine Verbesserung hätten wir nicht für möglich gehalten. Was ich damit sagen will: Erfahrung ist alles! Man kann vom Endverbraucher nicht erwarten, alle diese Erfahrung im Detail schon gemacht zu haben, auch wenn er sich bereits gut auskennt. Das braucht viel Wissen über Anlagen, Lautsprecher und ihr Verhalten im Raum. Hochwertige Musikwiedergabe ist ja ein Gesamtresultat der Anlage inklusive des Raums, und auch Elektrosmog spielt zunehmend eine Rolle.“

Daluso, Ed Doggen, Harmonix
Harmonix Million RFA-7800, Room Tuning Disks

Gerade diese Themen am Rande wie Resonanzen und Elektrosmog treiben Ed Doggen um. Dazu wird es eine neue Internetseite geben, wo diese Inhalte zwar wissenschaftlich angegangen, aber für Endkunden verständlich aufbereitet werden sollen. Den Ausschlag wird jedoch immer die Beratung vor Ort beim Kunden geben, da, wo die Musik passiert. Leidenschaftlich und pragmatisch.

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Fragenkatalog Laut und Leise

Laut oder leise?
Leise.

Analog oder Digital?
Keines von beiden.

Röhre oder Transistor?
Beide.

Schallplatte oder Download?
Schallplatte.

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Waldlauf oder Fitnessstudio?
Waldlauf.

Trend oder Tradition?
Tradition.

Tee oder Kaffee?
Tee.

Salat oder Steak?
Beides.

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Wein oder Bier?
Keines von beiden.

Berge oder Meer?
Meer.

Buch oder Bildschirm?
Bildschirm.

Jazzclub oder Opernhaus?
Jazzclub.

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Bach oder Beatles?
Bach.

Wagner oder Wacken?
Beides.

Standby oder Stecker ziehen?
Stecker ziehen.

 

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Lesen Sie hier mehr über Daluso.

 

Kontakt

Daluso
Op den Dijk 30
6102 EX Echt
Niederlande
Telefon +31 475 483217

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www.daluso.de

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