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Finite Elemente Pagode Edition MK2

Finite Elemente Pagode HD03 Edition MK 2

Ordnung und Ruhe!

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Finite Elemente Pagode HD03 Edition MK 2 – Ordnung und Ruhe!

Ein HiFi-Rack ist so ziemlich die einzige Sache, bei der man Charakterlosigkeit nicht nur duldet, sondern sogar fordert. Es mag seltsam klingen, aber das Pagode HD03 Edition MK 2 von Finite Elemente ist ein wahrer Meister dieser Disziplin.

Finite Elemente Pagode Edition MK2
Hier erkennt man den vollständigen Aufbau der Pagode Edition: Die untere Ebene trägt alle weiteren Stellflächen. Finite Elemente zählt in der Nomenklatur seiner Racks nur die „getragenen“ Böden, ein HD03 hat also insgesamt vier Böden. Ist doch ganz logisch, oder?

Wenn wir über Racks und Basen sprechen, dann reden wir über Schwingungen. Über die mechanischen Eigenschaften elektrischer Bauteile und darüber, wie sich ihr Verhalten ändert, wenn der Hörraum von einem Bassimpuls durchgeknetet wird. Diese Phänomene bilden einen eigenen Mikrokosmos. Nicht etwa, weil ihre Auswirkungen so unendlich winzig sind, sondern weil wir einen Winkel unseres Hobbys betreten, der für viele voller Mysterien steckt. Sie runzeln die Stirn? Dann erzählen Sie doch mal Ihren weniger HiFi-affinen Bekannten und Verwandten bei nächster Gelegenheit (wir empfehlen Familienfeiern), dass Sie sich ein kostbares neues Rack angeschafft haben, um unerwünschte Schwingungen aus Ihren Geräten zu leiten. Die ungläubigen bis besorgten Blicke – Sie werden das vermutlich schon kennen – brennen noch Tage später.

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Finite Elemente Pagode Edition MK2

Und doch dreht sich alles um handfeste Physik. Die lässt sich nicht sehen, schmecken oder anfassen, sie ist aber messtechnisch belegbar: Mechanik und Elektrizität sind zur Zwangsehe verdammt. Wo elektrischer Strom fließt, da bilden sich Magnetfelder, und weil wir Wechselstrom bevorzugen, ändert sich permanent die Polung der umgebenden Felder. Sofern irgendwo in der Nähe Metall zu finden ist (und das ist es immer), schwingt von der feinsten Leiterbahn bis zum fettesten Trafo alles. Elektronik erzeugt Bewegung, Trittschall und Anregung von außen können umgekehrt auf den Strom wirken. All das wäre keiner Erwähnung wert, reagierten Materialien auf bestimmte Schwingungsperioden nicht besonders anregungsfreudig – gemeint sind natürlich ihre Resonanzfrequenzen.

Wie immer, wenn zwei Fronten – Elektronik und Mechanik – unversöhnlich gegenüberstehen, empfiehlt es sich, einen Vermittler einzuschalten. Und genau an dieser Stelle kommt das Rack ins Spiel. Es nimmt die Schwingungen auf, dämpft oder leitet sie ab und sorgt im Idealfall dafür, dass Komponenten besser mit sich und ihren Spielpartnern klarkommen.

Finite Elemente Pagode Edition MK2
Nur die perfekt aufeinander abgestimmte Einzelkomponenten machen das herausragende Ergebnis möglich.

Und wir sprechen über den Meister dieser Disziplin: In den frühen 2000ern wurde die HiFi-Welt durchgerüttelt, Finite Elemente brachte seine Pagode-Familie in den Handel. Das Regalsystem war derart ausgeklügelt, dass es neben dem Gros bestehender Konzepte wie Alien-Technologie wirkte. Bis dahin wurden die meisten Gerätebasen konservativ aufgebaut: Metallrahmen, mal schwer, mal federleicht, gewürzt mit Spikes, und für Charakter sorgte das Material der Stellflächen. Es ist kein Zufall, dass sich erst mit dem Erscheinen von Pagode der Konsens vom „Komponentenstatus“ des HiFi-Mobiliars etablierte. Nach nun deutlich über 15 Jahren hielt der Hersteller die Zeit für gekommen, seine Racks mit einer Handvoll dezenter, aber äußerst wirkungsvoller Maßnahmen in die zweite Generation (MK II) zu führen. Weil die Änderungen von außen kaum zu erkennen sind, werfen wir einen tiefen Blick in die Konstruktion.

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Finite Elemente Pagode Edition MK2
Durchdacht und mit keinerlei Kompromissen behaftet.

Das Pagode-Prinzip

Die solide Grundlage aller Finite-Elemente-Racks bildet ein stabiler Holzrahmen aus kanadischem Ahorn. Diese „Bodenebene“ trägt stattliche 120 Kilogramm. An ihren Seiten sind insgesamt vier T-Profile aus Aluminium verschraubt, die beim noblen „Edition“ ebenfalls mit Ahorn-Paneelen verziert sind. Diese Träger werden in unterschiedlichen Längen angeboten, das Konzept ist daher als einfache Base oder als Rack mit ein bis drei „Obergeschossen“ erhältlich. Die höheren Ebenen sind mit der unteren identisch, durch ihre Aufhängung verkraften sie aber „nur“ 60 Kilogramm.

Finite Elemente Pagode Edition MK2
Hebt man eine der Stellflächen ab, offenbart sich die komplexe Konstruktion des Racksystems. Die Keramikfüße der Böden lagern in kleinen Metallwannen im Rahmen –der ist seinerseits mit Spikes vom äußeren Tragrahmen entkoppelt. In den mit Gummiringen beruhigten Metallzapfen sitzen Resonatoren.

Gehalten werden sie von je acht justierbaren Spikes. Auf diese Weise haben die Böden nur minimalen Kontakt zu den übrigen Bauteilen des Racks. Im Inneren jedes Rahmens liegen mehrere Holzverstrebungen, die einerseits der Versteifung dienen, zugleich aber auch die Stellflächen aufnehmen. Sie bestehen – eine der zentralen Neuerungen von Generation II – aus einer mit MDF ummantelten Honeycomb-Wabenstruktur und ruhen – auch das ein Novum – auf vier höhenverstellbaren Metallstiften, an deren Enden Keramikkugeln sitzen. Die liegen auf kleine Metallmulden auf, die im Tragrahmen verankert sind. Das gesamte Rack steht abermals auf einem Satz von Finite Elementes Cerabase-Füßen, die über Keramikkugeln entkoppelt sind. Das Ganze sieht nicht nur fantastisch aus – von der Stellfläche bis zum Fußboden sind die Komponenten gleich dreifach entkoppelt. Die leichten Materialien des Racks nehmen Schwingungen und Resonanzen zudem hervorragend auf und führen sie ab. Unterschiedliche Geräte im Regal können sich dadurch nicht gegenseitig beeinflussen, Trittschall und die Energie der Lautsprecher werden fast vollständig absorbiert.

Finite Elemente Pagode Edition MK2
Zu sehen sind die 4 Spikes pro Seite mit denen die jeweiligen Böden eingespannt und somit getragen werden.

Schon das würde genügen, um den Status des Pagode-Racks als Hightech-Möbelstück und seinen Rang als unangefochtene Spitze der Technologie zu bestätigen. Doch der eigentliche Clou kommt erst noch: In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Dortmund knöpfte sich der Hersteller seine Konstruktion vor und untersuchte mit hochempfindlichen Messaufnehmern die Eigenresonanz der Stellflächen. Die sind nämlich von Ebene zu Ebene unterschiedlich. Mit diesen Daten konnte Finite Elemente abgestimmte Resonatoren entwickeln, die – was auch die Ergebnisse der Abschlussmessungen verifizierten – rund 90 Prozent der Eigenschwingungen und 70 Prozent der durch „Zwangsanregung“ von außen erzeugten Resonanzen absorbieren. Bei den Resonatoren handelt es sich um kleine Metallstifte, die in Fassungen sitzen; vier individuell abgestimmte Zäpfchen stecken in den Verstrebungen jeder Etage. Die Ebenen unseres Testracks werden damit nicht nur restlos von Resonanzen befreit, die vier Böden sind durch ihre individuelle Abstimmung auch egalisiert und verhalten sich absolut identisch. Anders als bei vergleichbaren Möbeln ist es daher egal, wie man das Rack mit Komponenten befüllt.

Bildergalerie

Hörst du die Stille?

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, Wirkung und Effekt von Finite Elementes „Edition“ in Worte zu fassen. Das dürfen Sie als maximales Lob verstehen: Das Pagode-System fügt geparkten Komponenten nicht den geringsten Hauch von Charakter hinzu, sondern schafft umgekehrt die Grundlage dafür, dass Verstärker und Quellen in aller Ruhe musizieren können. Das offenbart sich natürlich erst, wenn man sie von einem anderen Rack aufs Edition hebt. Das MK II sorgt für eine unvergleichliche Ordnung und Tiefe im Klangbild. Stimmen heben sich besser vom Hintergrund ab und tiefe Bässe erscheinen knorriger, straffer und trockener. Esoterics K-03x gewann auf der obersten Ebene des Racks fühlbar an Ruhe, Weite und Bühnentiefe und schien im Vergleich erst hier sein volles Potenzial auszufahren. Damit wir nicht die wehrlose Konkurrenz abwatschen mussten, stellte uns Finite Elemente freundlicherweise die ausgemusterte MK I seines HiFi-Regals zur Verfügung, mit der wir alle A/B-Vergleiche anstellen konnten. Gleichwohl ebenfalls schon der Masse an Wettbewerbern überlegen, hatte das ältere Modell nicht den Hauch einer Chance. Die Honeycomb-Stellflächen mit ihren Keramikfüßen bringen eine geradezu unglaubliche Plastizität und Durchhörbarkeit in die Musik. Der Abstand zwischen den Generationen lässt sich übrigens noch ausbauen: Als Alternative zu den Standard-Ebenen bietet Finite Elemente „Carbonfibre“-Einlegeböden an, die vor allem die Bühnengröße und Greifbarkeit um einen feinen Hauch verfeinern.

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Finite Elemente Pagode Edition MK2
Perfekte Verarbeitung bei Holz, Metall und Carbon, soweit das Auge reicht.

Natürlich hat ein aufwendiges System, das bis in den letzten Winkel intelligent konstruiert und herausragend verarbeitet ist, seinen Preis. Doch der wird von der gebotenen Leistung mehr als gerechtfertigt, und es ist wohl nicht übertrieben zu sagen: Wer seine Komponenten nicht im Pagode Edition MK II gehört hat, der weiß nicht, was sie wirklich können!

Wir meinen

Finite Elemente treibt das Pagode-Konzept mit Generation zwei nach vorn. Das „Edition“ ist praktisch frei von Eigencharakter und lässt die Komponenten atemberaubend geordnet und übersichtlich musizieren. Das wohl beste Rack-System am Markt!

Finite Elemente Pagode Edition MK2 Navigator

 

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Info

HiFi-Rack Finite Elemente Pagode HD03 Edition MK 2
Konzept: HiFi-Rack mit mehrfacher Entkopplung und Resonator-Technologie
Ebenen: 2 bis 4, auch als reine Endstufen-Base erhältlich
Tragkraft: 120 kg (unterste Ebene), 60 kg (Ebene 1–3), optional kann Ebene 1 für „Heavy Duty“-Belastung ausgeführt sein (Traglast 120 kg, gegen Aufpreis)
Materialien: kanadischer Ahorn, Aluminium, Honeycomb und MDF
Nutzbare Stellfläche: 52 x 47 cm
Maße (B/H/T): 71/59/85 cm
Garantiezeit: 5 Jahre
Preis: ab 6680 € (2 Ebenen), Testmodell um 10 450 €
Optionen: Alu hochglanzpoliert (960 €), Carbonfibre-Stellflächen (690 €), Heavy-Duty-Ebene (1590 €)

Kontakt

Finite Elemente
Am Heimekesberg 11
33106 Paderborn
Telefon +49 5254 64557

www.finite-elemente.eu

Mitspieler

Quellen: Mark Levinson No.°5105, Esoteric K-03x, Cambridge Audio CXN V2, Auralic Altair
Lautsprecher: KSdigital Residence 505, Lyravox Karlos
Kabel: ViaBlue, AudioQuest, Chord Company

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