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in-akustik Referenz LS404 Micro Air

in-akustik Referenz LS-404 Micro Air

Klare Atmosphäre

in-akustik Referenz LS-404 Micro Air

Die Kabelfrage ist ein nicht enden wollendes Thema, dessen Komplexität viele Anwender überfordert. Der Hersteller in-akustik bringt mit der kleinen Version seiner außerordentlich exklusiven Air-Modelle nun eine weitere verführerische Variable ins Spiel, die man sich unbedingt näher ansehen sollte. Ein Kabel, das eigentlich nicht da ist.

in-akustik Referenz LS404 Micro Air

In aller Kürze: in-akustik Referenz LS-404 Micro Air

in-akustik Referenz LS404 Micro Air

 

Spätestens seit der „perfekte“ Klang in unserem Hobby zum Heiligen Gral erhoben wurde, der mit immer mehr Details befüllt werden muss, hat das Thema Kabel an Bedeutung gewonnen. Von der schnöden Baumarktstrippe ist man schon lange weg, und die Entwickler überbieten sich gegenseitig mit den unterschiedlichsten Ansätzen. Letztlich geht es dabei jedoch stets um die grundsätzlichen Eigenschaften der Physik und um nichts anderes.

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Kostenloses Probehören erleichtert die Entscheidung zum Kauf wesentlich – das dürfte ein außerordentlich faires Angebot seitens des deutschen Herstellers sein.

Wissenschaftlich belegt ist der Grundsatz „Wenn Strom einen elektrischen Leiter durchfließt, entsteht ein magnetisches Feld“. Diese Tatsache gilt unumstößlich jederzeit und überall. Das Ziel aller Entwicklungen kann folglich nur sein, geringstmögliche Einflüsse auf den Leiter und somit das Signal zuzulassen. Wie so oft heißt es auch hier: Es gibt mehr als einen Weg nach Rom – und es gibt keine verlustfreie Übertragung! Selbst Wireless-Fans müssen konzedieren: Bei Übertragungen mit Bluetooth findet auf dem Weg eine Signalverarbeitung statt. Bei jedem Sender/Empfänger geschieht dies elektromechanisch, und so etwas ist eben nun mal nicht vom Rest der Welt abgekoppelt. Womit wir unmittelbar beim passenden Stichwort wären, denn die in-akustik-Produktlinie Air basiert auf der Annahme, dass Luft das beste Dielektrikum sei. Holger Wachsmann ist der Kopf hinter dieser Technologie, die den Markt kurz nach ihrem Erscheinen kräftig aufmischte. Die Berichterstattungen darüber sind inzwischen im Wortsinne viel-seitig, und deshalb muss an dieser Stelle nicht erneut auf die konstruktiven Details dieser Technik eingegangen werden.

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Allerdings wurde nach der Vorstellung der Air-Serie der Ruf nach einer „bezahlbareren“ Lösung auf Basis dieser Konstruktion im Laufe der Zeit immer lauter, und so ging man im südwestlichen Schwarzwald erneut in medias res. Heraus kam die Serie Micro Air, aus der wir das aktuell größte Kabel mit der Bezeichnung „Referenz LS-404 Micro Air“ nun vorstellen wollen. „Luft“ ist logischerweise der wesentliche Bestandteil des Isolationsprinzips des Kabels. Ein paar grundsätzliche Parameter gilt es bei der Konstruktion von HiFi-Kabeln zwingend zu beachten, soll das Ergebnis entsprechend positive Einflüsse auf den Klang haben. Von der Isolation mal abgesehen, sind das die Werte für Induktivität und Kapazität. Während sie bei Kondensatoren eher hoch sein sollen, ist dies im Kabelbau genau andersherum, hier zählen möglichst geringe Werte. Der Weg dorthin beginnt schon mit der Wahl des Leitermaterials. Neben Silber ist Kupfer das bestbewährte Metall, und es muss möglichst rein sein, um optimale „Signal-Laufeigenschaften“ zu ermöglichen. Final ist es dann insbesondere die Konstruktionsart, durch die sich die Air-Serie von anderen unterscheidet. Solide Drähte (keine Litzen) aus OFC-Kupfer werden nach einem exakt ausgerichteten Schema sortiert und fixiert; zusätzlich werden sie durch eine dünne Schicht Polyethylen vor Oxidation geschützt. Ich denke, dass das als prinzipielle Erklärung an dieser Stelle reichen sollte – wer hierzu mehr Details wissen will, den verweise ich gerne auf die Internetseite des Herstellers. Unter dem Reiter „Webinare“ finden sich dort umfängliche Informationen für den detailversessenen Musikliebhaber.

in-akustik Referenz LS404 Micro Air

Für mich ist immer wichtig, wie der Klang des jeweiligen Tonträgers präsentiert wird. Wenn Kabel nämlich genau an dieser Stelle die entsprechenden Qualitäten aufzeigen, dann sind sie ihren Preis wert. Wenn wir schon dabei sind – die Micro-Air-Serie halte ich für ein veritables Angebot in der Kabellandschaft, und besonders das hier in Rede stehende LS-404 Micro Air spielt für mich in seiner Preisklasse ganz vorne mit.

Die klangliche Begründung hierzu folgt sogleich. Zum Einstieg höre ich wie so oft Frauenstimmen. Das liegt in der Natur der Sache, denn es ist der typische Frequenzgang aus dem breiten Spektrum der mittleren Frequenzen, die vom Homo sapiens immer maximal detailliert vernommen wird. Diesmal von The Judds; Mutter und Tochter singen zusammen Countrymusik (im Jahre 2000 veröffentlichte Liveaufnahme, The Judds Reunion Live). Die mächtige Stimme von Mutter Naomi Judd bringt meine mitspielende Anlage in ihrer offenen Art und Weise derart ans Ohr, dass man bei zu hohem Lautstärkepegel schon fast erschrickt ob der Intensität und Kraft. Zur Beruhigung meiner Emotionen folgt sogleich „Blues for H.G.“ von Friedrich Gulda – eine Aufnahme der MPS (Musikproduktion Schwarzwald – wenn schon das Kabel von dort kommt). Von Steve Stevens (dem Gitarristen von Billy Idol) und seinem Album Flamenco A Go Go stammt die Liveeinspielung „Dementia“. Stevens’ besondere Versiertheit auf dem Instrument und sein charakteristischer Spielstil sind seine Erkennungszeichen, und in der großen Weite des japanischen Veranstaltungsortes flirren mir dann auch die Saitenklänge in beindruckend realistischer Art und Weise um die Ohren.

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Akustische Klangkörper finde ich ebenfalls bei Stéphane Grappelli mit Michael Legrand auf ihrer Aufnahme aus dem Jahre 1992 „Theme From The Summer Of ’42“ wieder. Der französische Jazzgeiger spielte im Alter von 84 Jahren diese herausragende Aufnahme mit dem Pianisten, Kompositeur und Arrangeur Michael Legrand mit großem Orchester ein. Ein Meilenstein zeitgenössischer Jazzmusik und von Verve perfekt auf CD konserviert! Stilwechsel: Wir bleiben bei einem klassischen Instrument, hier eine Harfe, von Andreas Vollenweider gespielt. Ergänzend zu dessen Virtuosität kommt hinzu, dass jede einzelne Harfensaite über einen eigenen Tonabnehmer verfügt. Genau dies erklärt die geradezu gnadenlose Potenz des Instrumentes auf dieser Liveaufnahme aus dem Jahre 1982, und exakt derartige Details zeigt mir das LS-404 Micro Air (unabhängig vom verwendeten Röhren- oder Transistorverstärker) auf. Neben seinen klanglichen Fähigkeiten gibt es bei diesem Kabel natürlich diverse Konfigurationsmöglichkeiten, hier ist es ganz klassisch die Version mit Bananas.

Hatte ich schon ein Wort zur Verarbeitung gesagt? Muss ich nicht, wie von der in-akustik gewohnt ist diese tadellos.

Zusammenfassung: Das Kabel lässt einen nachvollziehbaren, klaren und dabei atmosphärischen Klang zu, d. h. sein Timing und die Darstellung des Raumes über alle Frequenzbereiche ist ganz hervorragend, ohne jemals lästig zu werden. Ist dieses Kabel der in jedem Sortiment versteckte Geheimtipp? Von mir dazu ein eindeutiges Ja!

in-akustik Referenz LS404 Micro Air

Info

Lautsprecherkabel in-akustik Referenz LS-404 Micro Air

Konzept: Air-Helix-Lautsprecherkabel
Leiterquerschnitt: 8 x 2,62 mm2
Kabeldurchmesser: 16 mm
Besonderheiten: Concentric-Copper-Aufbau, 8-fach-Multicore-Architektur
Ausführungen: Länge konfektionierbar von 2 bis 5 m, Ausstattung mit Easy-Plug, Banana oder Gabelschuhen
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: ab 651 € (2 m, Easy-Plug)

Kontakt

in-akustik

Untermatten 12–14
79282 Ballrechten-Dottingen
Telefon +49 7634 5610-0
info@in-akustik.de

www.in-akustik.de

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.