Signal Projects Andromeda und Golden Sequence

Signal Projects Andromeda und Golden Sequence

Der Mix macht es

Signal Projects Andromeda und Golden Sequence – Der Mix macht es

Stromkabel aus den „Statement Series“ Andromeda und Golden Sequence von Signal Projects

Signal Projects Andromeda und Golden Sequence

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In aller Kürze

Die „Statement Series“ des griechisch-britischen Herstellers Signal Projects ermöglicht mit den „No-Nonsense“-Kabeln Andromeda und Golden Sequence Klangtuning der feinen, aber vielleicht entscheidenden Art. Einstecken, kurz einspielen und sich an nicht riesigen, aber entscheidenden Verbesserungen freuen.


Das Auge hört mit. Auch und gerade bei jenen Anlagenkomponenten, die ein Highender weder verstecken kann noch will: Geräteverbindungen und Stromkabel. Etwas besonders Feines schickte kürzlich die in Griechenland beheimatete Firma Signal Projects: Stromkabel aus den Premium-Modellreihen Andromeda und Golden Sequence. Die unheimlich gut aussehen und klanglich viel bewirken können.

Diese fetten „Powercords“, sie kommen in stabilen Holzschatullen mit satt laufenden Schiebedeckeln. Darin finden sich goldbraune (Golden Sequence) oder glänzend schwarze (Andromeda) „Würgeschlangen“ in Helix-Verseilung, etwa so dick wie der Unterarm eines zehnjährigen Kindes, anderthalb Meter lang und ziemlich schwer beziehungsweise steif. Konfektioniert wird die Pracht mit Kaltgeräte- und Schukosteckern, die teilweise eine Eigenkonstruktion verkörpern: Die Kontaktstifte stammen von Oyaïde OEM nach Signal-Projects-Spezifikationen, die Gehäuse der Stecker werden selbst gefertigt. Das Ergebnis fasst sich extrem solide an, was auch für das „Einsteckgefühl“ gilt.

Signal Projects Andromeda
Signal Projects Andromeda

Bei der Athener Firma mit einem zweiten Standort in Manchester setzt man sich seit etlichen Jahren damit auseinander, Kabel besser zu machen, was für Signal- und Energieleiter gleichermaßen gilt. Chefentwickler Nick Korakakis, der an der Universität Sheffield studiert hat, erinnert sich an die Zeiten, als er seine ersten Produkte in einem kargen Studio mit alten Geräten entwarf und mit einer Vielzahl von Verzerrungen zu kämpfen hatte. „Als die Studioausstattung hochwertiger wurde, blieben ein paar der nervenden Verzerrungen bestehen“, sagt Korakakis. Ein Grund, Ursachenforschung zu betreiben und bei einigen Parametern, beispielsweise beim Kabelaufbau, sehr bewusst an den Stellschrauben zu drehen. Und dem „endlosen Buch der Musikgeschichte ein paar Seiten hinzuzufügen“, wie Korakakis selbstbewusst bemerkt.

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Signal Projects Golden Sequence
Signal Projects Golden Sequence

Das Ziel, das er und sein Team verfolgten, war es, kompromisslose Produkte zu schaffen, die „mit dem stark gestiegenen Qualitätsniveau bei Audio- und Video-Geräten korrespondieren“ sollten. Kurz: Nachdem selbst in den niedrigen Preisklassen mittlerweile bestens klingendes Hightech zu finden ist, sollte man zur Geräteverbindung keine Klingeldrahtstrippen einsetzen.

Die Lösung à la Korakakis ist ein cleverer Materialmix in allen Bereichen, seien es die eigentlichen Leiter, das Isolator-Material oder die Schirmung. Hochreine Metalle in klangfördernder Mischung, vor allem bekannt gute Leiter wie Kupfer, Silber und Gold, sorgen bei den Signal-Projects-Kabeln für niedrigen Widerstand und hohe Leitfähigkeit. „Wir setzen unter anderem Kupfer in 99,99997-prozentiger Reinheit (6N) ein“, erklärt der Entwickler. Das Ausgangsmaterial, das von renommierten Kabelproduzenten weltweit kommt, sei in den letzten Jahren „auch immer besser geworden“, schwärmt der Signal-Projects-Chef.

Signal Projects Andromeda und Golden Sequence
Die Kontaktstifte stammen von Oyaïde OEM nach Signal-Projects-Spezifikationen, die Gehäuse der Stecker werden selbst gefertigt.

Dabei sorgt der ähnlich einer Erbgut-Helix verdrillte Kabelaufbau für niedrige Induktivität in Verbindung mit ebenfalls weitestmöglich abgesenkter Kapazität – und das hört man, sogar bei Netzkabeln, die ja eigentlich keine andere Funktion haben, als den Strom aus der Steckdose so verlustarm wie möglich an die Verbraucher, also die Geräte der Anlage zu bringen.

Signal Projects Andromeda
Signal Projects Andromeda

Ein Stromkabel kann freilich auch immer ein Einfallstor für Störfrequenzen sein, ob sie nun aus den Handynetzen kommen oder von diversen Radiosendern und anderen Funkquellen emittiert werden. Deshalb legen Korakakis und Co. großen Wert auf effiziente Isolation („den perfekten Isolator gibt es leider nicht, deshalb kommt bei uns eine Mischung verschiedener Materialien zum Einsatz“) sowie klug designte Schirmung und deren Erdung. „Das ist viel wichtiger als vor ein paar Jahrzehnten, weil inzwischen viel mehr Störfrequenzen unterwegs sind“, weiß Nick Korakakis.

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Signal Projects Golden Sequence
Signal Projects Golden Sequence

Gerade bei Letzterer gibt es eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten: Soll man den Schirm auf beiden Seiten erden, nur auf einer Seite des Kabels oder gar nicht? Die Lösung ist andeutungsweise auf den Kaltgerätestecker aufgedruckt: „Passive Shield Discharge System“ steht da zu lesen. Die Potenziale, die sich in der Schirmung aufbauen, werden also über die Erdung abgeleitet. Anderswo legt man eine definierte Ladung an den Schirm, um ihn elektromagnetisch „vorzuspannen“ und so die Ableitung von Störfrequenzen zu beschleunigen. Das erachtet Nick Korakakis für unnötig. „Es gibt ja ein paar andere Kabelhersteller, die eine Art aktiver Schirmung einsetzen, etwa mit Batterien“, formuliert es Nick. Dies diene einerseits dazu, den in den Abschirmungen eingefangenen Störspannungen eine Richtung zu geben und sie andererseits mit definierter Geschwindigkeit an einem definierten Punkt abzuleiten. „Wir bei Signal Projects sind allerdings der Meinung, dass es erheblich effizienter ist, besagtes ‚Passive Shield Discharge System‘ anstelle einer aktiven Lösung einzusetzen, weil wir dadurch die Möglichkeit haben, das gleiche Ziel genauso sicher und vor allem ohne Änderung der Kabelparameter zu erreichen“, meint Korakakis. Dazu werden über die ganze Länge des Kabels als Abschirmung spezielle Spulendrähte eingesetzt, wie man sie in manchen alten Radioempfängern findet. Diese haben, davon ist Korakakis überzeugt, „die Fähigkeit, Störspannungen ebenso effizient wie eine aktive Schirmung anzuziehen, aber im Gegensatz zur aktiven Methode die Kapazität des Kabels unangetastet zu lassen“, erläutert der Signal-Projects-Chef.

Bildergalerie
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Die Kapazität gibt der griechisch-britische Hersteller in Pikofarad (pf) pro Fuß (ft) an (1 Fuß = 30,48 Zentimeter). 9,97 Pikofarad sind es beim Andromeda, das laut Angabe Uwe Kloses vom deutschen Vertrieb Applied Acoustics für 3500 Euro in der 1,5-Meter-Version über den Ladentisch geht. Beim Golden Sequence, das mit 5000 Euro für die gleiche Länge deutlich höher eingepreist ist, sind es 9,77 Pikofarad. Der Widerstand der Stromkabel liegt bei 0,97 (Andromeda) beziehungsweise 1,02 (Golden Sequence) Milliohm pro Fuß. Und die so wichtige Induktivität wird mit 0,39 und 0,37 Millihenry pro Fuß angegeben. Das Ringen um stetige Verbesserung auch im Nachkommabereich wird spürbar. Es wird auch darauf geachtet, an beiden Enden des Kabels einen gleichbleibenden Widerstand zu haben. Dies erlaube es, den Störströmen auch bei der passiven Lösung eine definierte Richtung zu geben und sie schließlich über die Erde abzuleiten, „sicher und schnell“, wie Korakakis betont. Zudem werden die Kabel in spezieller Weise verdrillt. Das mache sie einerseits messbar unempfindlicher gegen hochfrequente Störfrequenzen wie einstrahlende Radiosender, andererseits eröffne es die Möglichkeit, sämtliche Leiter ideal zu isolieren, abzuschirmen und in einem klar definierten Abstand zu halten, was zu erheblich geringeren Werten bei Induktivität und Kapazität führen soll. Zudem verbessere sich die Symmetrie des Frequenzgangs deutlich.
Bezahlt wird die immense Entwicklerarbeit, wobei im Hause Signal Projects beileibe nicht nur nach Messwerten, sondern immer noch auch nach Gehör abgestimmt wird.

Signal Projects Andromeda und Golden Sequence
Selbstverständlich gehört zu jeder dieser Preziosen ein unterschriebenes Zertifikat.

Seitdem FIDELITY den hocheffektiven Trenntrafo Signal Projects Phoenix im Test hatte, wissen wir in der Redaktion um den hochseriösen Ansatz, der bei Signal Projects gepflegt wird. Was Nick Korakakis und sein Team auf den Markt bringen, ist für nachvollziehbare klangliche Verbesserungen gut. Nun sorgen Stromkabel zwar nicht für Riesensprünge und sie können eine Ansammlung mittelmäßigen Equipments nicht in eine Weltklasse-Kette verwandeln. Aber wenn die Grundvoraussetzungen stimmen, dann können die aufwendig gemachten, optisch wie haptisch ansprechenden Strippen für genau das Feintuning sorgen, das gefehlt hat: Der Bass wird noch ein wenig schwärzer, schnelle Impulse kommen eine Spur präziser, insgesamt wirkt das musikalische Geschehen geordneter und das Timing stimmiger. Ob man den Preisunterschied zwischen Andromeda und Golden Sequence – bei Letzterem werden für Leiter und Schirmung noch etwas reinere Metalle als für das Andromeda eingesetzt – hört, muss jeder Highender für sich entscheiden, das hängt stark von den Geräten ab, die man mit den Kabel-Preziosen versorgt. Die sollten übrigens einen stabilen Stand und/oder eine vernünftige Masse haben, denn Signal-Projects-Stromkabel tendieren dazu, leichtgewichtige Komponenten einfach vom Rack zu ziehen. Falsch machen kann man damit gleichwohl nichts, ein Verbesserungseffekt tritt immer ein.

Info

Stromkabel Signal Projects Andromeda
Kapazität: 9,97 pf/ft
Widerstand: 0,97 mΩ/ft
Induktivität: 0,39 mH/ft
Maximale Stromstärke: 48 A/230 V
Preis: um 3500 €/1,5 m

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Stromkabel Signal Projects Golden Sequence
Kapazität: 9,77 pf/ft
Widerstand: 1,02 mΩ/ft
Induktivität: 0,37 mH/ft
Maximale Stromstärke: 48 A/230 V
Preis: um 5000 €/1,5 m

Kontakt

Applied Acoustics
Uwe Klose
Brandensteinweg 6
13595 Berlin
Telefon +49 30 4614874

www.applied-acoustics.de

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