Stello U3

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Stello: Für sein Geld soll er praktisch unschlagbar sein. Eine kleine Nachforschung.

Hin und wieder staune selbst ich als wahrscheinlich komplett HiFi- Verrückter, wie viele Schweinchen jedes Jahr durchs Dorf getrieben werden, nur um dann schlagartig wieder im Stall – oder besser: in der Versenkung – zu verschwinden. Dabei geht es praktisch nie um die Preis-Leistungs-Relation, sondern nur um besser, schneller, weiter, höher. Selbst marginalste Klang- Fortschritte, die sich bei näherem Hinsehen komplett relativieren (manchmal reicht es, nur ein Bild der „Tester“-Anlage zu sehen, grins), werden hochstilisiert, als gälte es die Erfindung der Glühbirne zu bejubeln. Wie von Zauberhand taucht das Objekt der Begierde dann binnen Tagen in Magazinen, Blogs, Foren oder den leidigen „Bestenlisten“ auf und wird kommentiert, was das Zeug hält. Gefühlt kurze Zeit später ist so ein Ding dann wieder – puff! – spurlos verschwunden, ja sogar aus der Erinnerung getilgt, weil ja jetzt der neue XYZ, blah, blah, blah … Der Stello U3 war genau so ein Fall. Aber es wäre ewig schade, wenn dieses kleine Gerät zugunsten oft nur hochgejubelter „Konkurrenz“ wieder in der Versenkung verschwinden würde. Der U3 steht für ein Sachgebiet, auf dem sich Produkte, Superlative, Meinungen und technische Lösungen förmlich jagen: digitale Audiotechnik. Etwas genauer: Der Stello U3 ist ein sogenannter USB-Link („von USB nach SPDIF“) und damit die Schnittstelle zwischen USB-Ausgang des Rechners und einem D/A-Wandler mit koaxialem Digitaleingang.
Übrigens keineswegs ein Nebenkriegsschauplatz, der sich mit einem 49-Euro-Teilchen erledigen ließe, no Sir, beileibe nicht! Also stellen wir uns einmal vor, Sie hätten einen älteren D/A-Wandler, den Sie heiß und innig lieben. Oder einen CD-Player, dessen Wandlertrakt sich via Koaxbuchse ansprechen lässt. Oder eben einen modernen, auch HD-fähigen D/A-Wandler, der aber auch nur über den SPDIF-Zugang verfügt (alles Fälle, die so selten nicht sind). Falls Sie sich jetzt dazu entschließen, auch mal HiFi via PC auszuprobieren, dann ist der Stello U3 genau das benötigte Bindeglied. Aber ich warne Sie: Das kleine Ding birgt Suchtpotenzial!

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Player: wichtig!

Und noch etwas Wichtiges: Der Software-„ Player“, mit dem man über den PC Musikdateien abspielt, ist eine vielerorts noch unterschätzte, echte Audio-Komponente. Klanglich entscheidend, in einer Größenordnung, die absolut erstaunlich ist. Ein Beispiel (für Mac-Fans): iTunes ist gut und schön. Setzt man aber einen neuen Player sprichwörtlich „drauf “, dann tun sich Abgründe auf – und zwar bei iTunes. Ich empfehle in diesem Fall dringend, sich „Pure Music“ zu besorgen (www. channld.com, 129 Euro), den nach meiner Erfahrung derzeit mit Abstand besten Player für Macs. Es geht dabei keineswegs um Klang- Marginalien, sondern vielmehr um den Unterschied zwischen Ach und Weh. Darüber hinaus bietet Pure Music in seinen umfangreichen Einstellungen eine Riesen-Spielwiese mit allem, was unsereiner braucht oder irgendwann brauchen könnte.

Netzteil: keines!

Der U3 versorgt sich via USB aus dem Rechner selbst mit Strom, weist ansonsten lediglich eine LED und natürlich den USB-Eingang auf, raus geht es entweder via Cinchbuchse oder über den digitalsymmetrischen AES/EBU-Kontakt. Entscheidend für die Performance des Stello soll ein 32-Bit-XMOS-Prozessor sein, der als USB-Empfänger für den asynchronen Eingang dient, außerdem steckt in dem vertrauenerweckend stabilen Gehäuse eine „Super Low Jitter“-Masterclock, die eigentlich aus zwei Präzisions-Zeitbasen besteht. Und mit der Bezeichnung „24/192 USB Link“ ist klar, dass alle wesentlichen Datenformate unterstützt werden.

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Ein Prachtstück!

Wie schon angedeutet, ist der Stello mindestens so gut, wie behauptet wird. Deutliche klangliche Verbesserungen „drohen“ damit auch bei D/A-Wandlern, die eigentlich schon über einen USB-Eingang verfügen! Im Betrieb offenbart sich der U3 als völlig problemloses Gerät(chen): Anschließen, fertig! Er produziert keine Aussetzer, provoziert keine Resets, taucht zuverlässig sofort in den Midi-Einstellungen (Mac) auf und sollte mit einem sehr guten 75-Ohm-Digitalkabel am D/A Wandler hängen. Mein Fazit: ein Prachtstück!

 

www.transparent-acoustic.de

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