Volumio Primo Hi-Fi Edition Netzwerkplayer

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Volumio Primo Hi-Fi Edition – Piccolino Rocker

Klein, schwarz und rockig-frech: Das ist der erste Netzwerkplayer der Software-Architekten von Volumio aus Florenz. Interessant? Und ob!

Fotografie: Harald Wittig

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Im wunderschönen Florenz residiert Volumio, ein 19 Mitarbeiter starkes Team von Software-Entwicklern, die klangbewusste Nerds mit ihrer Player-Software Volumio aufhorchen ließen. Volumio ist, vereinfacht gesagt, ein Betriebssystem für Kleinst-Rechner, die nichts anderes als Musikgenuss liefern sollen. Deswegen gibt es Volumio auch für den Nano-Rechner Raspberry Pi. Der fasziniert Tüftler, dürfte digitalaffine HiFi-Enthusiasten aber eher weniger ansprechen. Deswegen haben die findigen Florentiner einen Netzwerkspieler auf Basis ihrer Software entwickelt – und wollen damit in allen relevanten Punkten – Bedienbarkeit, Preis und Klang – Audiophile überzeugen. „Volumio Primo Hi-Fi Edition“ lautet der verheißungsvolle Name des Spielers. Zu haben ist er für schlanke 600 Euro und hat mehr zu bieten, als sein schlichtes Äußeres vermuten ließe.

Volumio Primo Hi-Fi Edition Netzwerkplayer
Der Volumio Primo Hi-Fi Edition ist ein schmuckloser Netzwerkspieler. Es gibt keinerlei Status-Anzeigen und auch keinen Netzschalter. Feine Technik werkelt verborgen im Inneren.

Ein kleines, schmuckloses Metallkästchen ist er, der Primo: Es gib keinerlei Status-LEDs und keinen Netzschalter. Er ist ein Micro-Computer auf Linux-Basis, in dem ein 1,8-GHz-Quad-Core-Prozessor werkelt, sein Arbeitsspeicher fasst 2 GB, der interne Speicher bringt es auf 16 GB. Das genügt auch, ist der Primo doch als Player konzipiert. Schnittstellen gibt es satt: WLAN und Gigabit-LAN wie zu erwarten, hinzu kommen vier USB-2.0-Ports, über die auch USB-DACs ansprechbar sind, es gibt einen koaxialen S/PDIF-Ausgang, einen HDMI-Port sowie zwei analoge RCA/Cinch-Ausgänge. Aha, Digitalausgang und Analogausgänge. Genau, der Primo verfügt über einen integrierten DAC – als Übersetzer arbeitet der ESS-Chip ES9028Q2M, der PMC-Signale bis maximal 24 bit/192 kHz und DSD128 verarbeiten kann. Die Software des Kleinen unterstützt sogar Dateien bis 32 bit/768 kHz. Ist ein entsprechend fähiger USB-Wandler angeschlossen, sind auch Ultra-HiRes-Dateien spielbar. Dann soll Piccolo Nero mal zeigen, was er kann – wir schließen an.

Volumio Primo Hi-Fi Edition Netzwerkplayer
Gleich vier USB-2.0-Schnittstellen, WLAN- und Ethernet-Schnittstelle sowie ein HDMI-Port belegen die Anschlussfreudigkeit des Volumio Primo. Da auch ein DAC vorhanden ist, verfügt der Netzwerkplayer über analoge und digitale Ausgänge. Der Blick ins Metallgehäuse offenbart wenig von den digitalen und analogen Bauelementen. Lediglich das Kabel des HDMI-Ports präsentiert sich dem Betrachter.

Zunächst gilt es die Anschlüsse herzustellen: Die Verbindung zum LAN wird bestenfalls über die Ethernet-Schnittstelle hergestellt, alternativ funktioniert’s auch über WLAN. Zuvor sollte die Anlage via Analogkabel mit dem Primo verbunden sein. Wer lieber auf seinen Leib-und-Magen-DAC vertraut, wählt eine USB-Schnittstelle oder den Digitalausgang. Sobald alles verkabelt ist, wird das Netzteil angestöpselt, und der Primo erwacht und fährt hoch. Davon ist nichts zu hören oder zu sehen. Eine Karenzzeit von fünf Minuten ist zu überstehen, danach ist der Player konfigurierbar. Wie geht das – so ganz ohne Bedienelemente? Ganz einfach: Entweder über die kostenpflichtige App oder völlig kostenlos, indem die IP des Volumio in einen Browser eingegeben wird. Siehe da, in Sekundenschnelle erscheint die Volumio-Benutzeroberfläche, und nach Anmeldung mit dem Passwort „volumio2“ wird der Anwender freundlich durch die Ersteinrichtungsschritte geleitet. Anwenderfreundlichkeit schreiben die Italiener ganz groß, und tatsächlich ist die Volumio-Software – der Primo-Käufer bekommt übrigens das sonst kostenpflichtige MyVolumio-Programm gratis zur Hardware – selbsterklärend. Selbstverständlich ist nichts fix: Wer beispielsweise andere Ausgänge aktivieren möchte, kann das jederzeit tun. Die Lautstärke wird rein digital geregelt. Wer dem misstraut, weiß, was zu tun ist: Die Software auf 100 Prozent setzen und extern pegeln …

Volumio Primo Hi-Fi Edition Netzwerkplayer Screenshot
Gesteuert wird der Volumio Primo über die übersichtliche Playersoftware Volumio, die als Betriebssystem des Netzwerkplayers funktioniert. Zur Darstellung genügt der Internet-Browser jedes Rechners.

Volumio findet alle Datenspeicher – vom Wechseldatenträger über NAS-Laufwerke bis hin zu USB-CD-Laufwerken. Die Entwickler haben ihr musikalisches Betriebssystem auch dazu befähigt, CDs zu rippen. Das funktioniert ausgezeichnet, die jeweiligen Alben lassen sich auf dem internen Speicher oder andernorts ablegen. Leider ist die Zusammenarbeit mit Apples USB-Super-Drive, anders als behauptet, nicht möglich. Alle anderen CD-Laufwerke arbeiten aber klaglos mit dem Volumio zusammen.

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Dass die Musik über die eigenen DAC-Referenzen bestens tönt, ist klar. Spannender ist die Frage, was der Primo als Wandler draufhat. Da trifft es sich doch ganz vorzüglich, dass das legendäre Rising Force von Gitarrenvirtuose Yngwie Malmsteen gleich dreifach vorhanden ist: Als LP, CD und als File. Es ist ohrenfällig, dass die Italiener Wert auf signaltreue Präzision legen. Die Strat-Kaskaden des irrwitzig schnellen Schweden treffen warmtönig ans Ohr, Tiefenstaffelung und Breitenaufstellung passen. Und das macht unerhört Spaß, denn der Primo macht alles richtig und spielt auf dem Niveau hochkarätiger DACs. Dass es noch etwas ausgefeilter geht – geschenkt. Wer das ultimative Klangtuning braucht, schafft sich einen Topwandler an. Die Kooperation mit dem potenten Piccolo gelingt garantiert.

Wir meinen

Ein unauffälliger, anpassungsfähiger Netzwerkplayer, der alles richtig macht und dessen Wandler auf Oberklasse-Niveau spielt.

Volumio Primo Hi-Fi Edition Netzwerkplayer Navigator

 

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Info

Netzwerkplayer Volumio Primo Hi-Fi Edition
Konzept: Netzwerkspieler mit D/A-Wandler
Digitale Schnittstellen: 4 x USB 2.0 für Peripherie, Ripping-Laufwerke und USB-DACs
Ausgänge analog: 2 x unsymmetrisch (Cinch)
Ausgänge digital: 1 x koaxial S/PDIF, maximal 24 bit/192kHz
Maximale Auflösung: PCM bis 24/192 oder DSD128, via USB 32/768
Wandler: 1 x ESS ES9028Q2M
CPU: Quad Core 1,8 GHz
RAM: 2 GB
Interner Festspeicher: 16 GB
Abspielbare Formate: alle gängigen Tonformate
Besonderheiten: MyVolumio-Vollversion, CD-Ripping, Tidal-, Qobuz- und HighResAudio-Integration, Spotify als optionales Plug-in
Lieferumfang: Netzteil, WLAN-Antenne
Maße (B/H/T): 17/5/12 cm
Gewicht: 300 g
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: um 600 €

Kontakt

audioNEXT GmbH
Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon +49 201 5073950

www.audionext.de

www.volumio.org

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