Monitor Audio Silver 100 7G

Monitor Audio Silver 100 7G

Die Früchte harter Arbeit

Monitor Audio Silver 100 7G – die Früchte harter Arbeit

Seit über 20 Jahren hegt und pflegt Monitor Audio seine erfolgreiche Silver-Serie, ohne sich jemals auf seinen Lorbeeren auszuruhen. An der aktuellen Monitor Audio Silver 100 lässt sich gut erkennen, wie weit die Bemühungen gediehen sind.

Monitor Audio Silver 100 7G

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In aller Kürze:

Die Monitor Audio Silver 100 7G ist ein erwachsen klingender, solider Allrounder, der bei Verarbeitungsqualität wie auch im Klang ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mitbringt.

Monitor Audio Silver 100 7G


Wer kennt es nicht, das klassische IKEA-Gefühl beim Auspacken eines neuen Möbelstückes – diesen leichten Anflug von Vorverzweiflung im Angesicht dutzender Schräubchenbeutel und Einzelteile, bei denen man sich auf Anhieb nicht ohne weiteres erschließen kann, wo sie hingehören und welchen Zweck sie erfüllen? Am Ende finden die Puzzleteile dann aber meistens doch ohne größere Schwierigkeiten in ihre richtigen Positionen, und der geforderte Arbeitseinsatz verstärkt nur die Freude über den Neuzugang im heimischen Wohnambiente.

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Keine Sorge, liebe Leser, die Monitor Audio Silver 100 kommen natürlich nicht in Einzelteilen, ich rede von den Ständern. Nach einigem kurzen Rätseln und Teilewenden sind aber auch die in überschaubarer Zeit startklar und erweisen sich als optisch angemessene Podeste für die schon sehr hübsch anzusehenden britischen Kompakten.

Monitor Audio Silver 100 7G

Der Anblick ist freilich ein gewohnter; die Silver-Serie ist ein bewährter Beststeller im Programm von Monitor Audio. Erstmals aufgelegt wurde die Baureihe bereits 1999, und der Namenszusatz „7G“ verrät, dass wir es hier bereits mit der siebten Generation zu tun haben. Monitor Audio hat sich in dieser Zeit weniger darum bemüht, ein ums andere Mal das Rad neu zu erfinden, sondern hat durch stetige, iterative Verbesserungen und Innovationen bei Detaillösungen das erfolgreiche Grundkonzept immer weiter verfeinert und perfektioniert. Da kann man leicht dem Irrtum verfallen, man habe hier ein erzkonservatives Design ohne jegliche technischen Alleinstellungsmerkmale vor sich. Immerhin scheint die Silver 100 7G – zumindest oberflächlich betrachtet – genau das zu sein: Ein quaderförmiges Gehäuse aus MDF, dem Standardmaterial, das sich wegen seiner äußerst günstigen Kombination aus Festigkeit und innerer Dämpfung bestens bewährt hat, zwei dynamische Treiber, Filter zweiter und dritter Ordnung – und warum auch nicht: “If it ain’t broke, don’t fix it.”

Monitor Audio Silver 100 7G

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Wie Sie wohl schon ahnen, steckt der Teufel allerdings im Detail: Was man in anderen Lautsprechern kaum finden wird, ist die „Single Bolt Through“-Technologie, bei der die Treiber über eine Metallstrebe an der Rückwand des Gehäuses fixiert sind. Die Briten haben sich diesen Kniff einfallen lassen, um einerseits das Gehäuse nochmals besser zu verstreben, und andererseits, um die Antriebe der Chassis besonders stabil zu montieren. Davon versprechen sie sich wiederum klangliche Vorteile, weil die Längsverspannung Resonanzen unterbindet.

Ebenfalls innovativ sind die immer weiter entwickelten Membranmaterialien: Beim Tiefmitteltöner RST II kommt eine keramikbeschichtete Aluminium-Magnesium-Legierung zum Einsatz, die dem Vernehmen nach besonders leicht und zugfest ist und dem Treiber damit den Spagat zwischen Feinfühligkeit und Pegelfestigkeit ermöglicht. Die Treibergeometrie und das Schwingungsverhalten der Aufhängung sind zudem so aufeinander abgestimmt, dass die Sicke Resonanzmoden schluckt, die durch das radiale Aufbrechen des Konus entstehen, was dem Zeitverhalten zugutekommen soll.

Auch der Grill vor dem Tweeter ist kein reines Schmuckwerk, sondern unterstützt durch seine geometrisch definierte Lochstruktur den Waveguide dabei, dem Hochtöner ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten zu verleihen. Das grundlegende Design der Monitor Audio Silver 100 7G mag also durchaus konventionell sein, doch es steckt voller oftmals unsichtbarer Detaillösungen, mit denen die Entwickler sicherstellen wollen, dass es ein besonders gutes ist.

Bildergalerie
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Nachdem die Ständer montiert sind, setze ich mich also erstmal auf die Couch, um mir einen Eindruck vom Erfolg der Bemühungen der Monitor-Entwickler zu verschaffen – und unterbreche meine Hörsession gleich nach gerade einmal drei Stücken. Bei dem, was ich da gerade gehört habe, muss ich jetzt doch nochmal ins Büro an meinen Laptop – was kosten die Dinger nochmal? 1100 Euro – und ja, das ist der Paarpreis. Dafür ist die Performance wirklich aller Ehren wert! Bei „Soldier of Love“ von Sades gleichnamigem Album rollt mir unerwartet erwachsener Bass entgegen, der mir im Übrigen auch ungemein bei der Aufstellung hilft. Tatsächlich machen sich gerade beim Abstand zur Rückwand bereits kleine Anpassungen stark bemerkbar – wenige Zentimeter vor oder zurück bedeuten hier den entscheidenden Unterschied. Da die Böxchen auch mitsamt Ständer nicht allzu viel wiegen, lässt sich so schön einfach und klar nachvollziehbar die Bassperformance feintunen. Mit dem richtigen Abstand graben die Kleinen erstaunlich tief und bauen ein wirklich solides, kontrolliertes Fundament auf.

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Bei den höherliegenden Registern entschieden sich die Monitor-Ingenieure, realen Hörbedingungen Rechnung zu tragen. Dementsprechend haben sie den Präsenzbereich ein klein wenig zurückgenommen und zum Ausgleich im Hochton eine kleine Prise dazugegeben. Zusammen mit dem ordentlichen Bassgewicht ergibt sich so eine Abstimmung, die auch eher mäßigen Aufnahmen gut zu Gesicht steht und laut wie leise bestens funktioniert. Das Stichwort „laut“ probiere ich anhand von Taro Kobayashi aus, einem Japan-Rocker, der musikalisch so tut, als wären die 80er nie an uns vorbeigezogen. Bei „Show me“ (Downbeat) kommt die Kickdrum schön satt von weit hinten auf der Bühne, während sich die Monitor-Schallwandler vom progressiv immer dichter und lauter werdenden Stück zu keinem Zeitpunkt aus dem Takt bringen lassen und jederzeit alle kleinen elektronischen Soundeffektchen klar nachvollziehbar in den Hörraum werfen.

Ein „Giant Killer“ also? Zugegeben, verglichen mit deutlich teureren Lautsprechern gerät vor allem der Hochton nicht ganz so geschmeidig, ausklingende Hallfahnen und Decay im Allgemeinen können sie nicht ganz so feinfühlig nachzeichnen – aber Sie merken selbst, ich muss zu unfairen Vergleichen greifen, wenn ich etwas zum Bekritteln finden will. Bei dem aufgerufenen Preis kann man vor der Vorstellung, die die Monitor Audio Silver 100 7G abliefern, wirklich nur den Hut ziehen!

Monitor Audio Silver 100 7G

Info

Lautsprecher Monitor Audio Silver 100 7G

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Konzept: passiver 2-Wege-Kompaktlautsprecher
Bestückung: 1 x RST-II-Tiefmitteltöner (20 cm),1 x C-CAM-Tweeter (25 mm)
Frequenzgang (in-room, −6 dB): 35 Hz bis 35 kHz
Nennimpedanz: 8 Ω
Empfindlichkeit: 87,5 dB
Besonderheiten: „Single Bolt Through“-Befestigung der Treiber, keramikbeschichtete Metallmembranen, Bi-Wiring-Terminals
Option: Ständer (um 580 € Paarpreis)
Ausführungen: Hochglanzschwarz, Weiß seidenmatt, Walnuss natur, Esche, Eiche schwarz
Maße (B/H/T): 23/37,5/33,2 cm
Gewicht: ca. 9,4 kg
Garantiezeit: 5 Jahre
Paarpreis: um 1100 €

Kontakt

Pannes Vertriebs KG

Berliner Straße 3
23795 Bad Segeberg
Telefon +49 4551 8955394
info@pannes-vertrieb.de

www.derbesteklang.de

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Mitspieler

CD-Player: Ayon CD-3sx, Audio Note CD 1.1x
Netzwerkplayer/DAC: Cambridge CXN V2
Vor-/Endstufenkombi: NAD Masters M33, M23
Vollverstärker: Aavik I-580, Aavik U-380, Trigon Exxceed
Lautsprecher: DALI Epicon 6, Apertura Sensa
Rack: Solidsteel, Creaktiv
Kabel: AudioQuest, in-akustik, Furutech

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
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