Signal Projects SilverQuest, Hydra und Apollon Cinchkabel

NF-Kabel Signal Projects Silverquest, Hydra und Apollon

Jede Litze zählt

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NF-Kabel Signal Projecs Silverquest, Hydra und Apollon – Jede Litze zählt

Signal Projects zeigt, wie eine komplexe Produktionsweise zu klanglichen Überraschungen führen kann.

Die Welt der Kabelproduzenten lässt sich grob in zwei Lager aufteilen. Da sind auf der einen Seite die Geheimniskrämer, die sich hartnäckig weigern, technische Informationen über ihre Signalkabel preiszugeben, die jeden Entwicklungsschritt verbergen und nicht selten mit einer allein auf dem Gehör beruhenden Trial-and-Error-Strategie Produktentwicklung betreiben. Auf der anderen Seite stehen die Firmen und Produzenten, die Kabel als das nehmen, was sie sind, nämlich ein Stück Technik, dessen Parameter exakt zu erfassen sind und deren Auswirkungen beim Entwicklungsprozess genauestens berücksichtigt werden.

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Signal Projects SilverQuest, Hydra und Apollon Cinchkabel

Zur letztgenannten Fraktion gehören die Kabel von Signal Projects. Sämtliche Konstruktionsparameter werden fein säuberlich bis auf die zweite Nachkommastelle auf der Homepage dokumentiert. Sage niemand, er habe es nicht wissen können. Mir ist diese Haltung gerade bei der audiophilen Zubehörindustrie mehr als sympathisch, trennt sich doch hier die esoterische Spreu vom Weizen. Grund genug also, um bei Uwe Klose vom deutschen Vertrieb einige Informationen über die seit 2007 als britisch-griechisches Joint Venture tätigen Kabelproduzenten einzuholen und gleich ein Bündel Kabel vor Ort mitzunehmen. Und so spielen bei mir das Reinsilberkabel SilverQuest und die Hybridkonstruktionen Hydra und Apollon auf, die sich durch eine Materialmischung aus Kupfer, Silber und Gold auszeichnen.

Signal Projects SilverQuest, Hydra und Apollon Cinchkabel

Ich entscheide mich, gleich zu klotzen: Als Erstes schließe ich das Apollon an. Dabei begehe ich den „Fehler“, es mir gleich direkt auf die Ohren zu geben, und verbinde CD-Player und Kopfhörerverstärker mit dem immerhin 3500 Euro teuren NF-Kabel. Nun, das Ergebnis mit einer Runde Massive Attack bläst mich über meine Focal Utopia regelrecht in die hintere Ecke des Sofas. Rein subjektiv kommt mir die Musik eine ganze Spur lauter vor, als sei jeglicher Widerstand, der sich bremsend zwischen den Geräten aufgebaut hat, verschwunden. Und wie es sich für ein wahrhaft audiophiles Kabel gehört, biegt dieses den Klang nicht in die ein oder andere Richtung, sondern verschwindet hinter den Musiksignalen. Fast scheint es, als sei es bei Signal Projects gelungen, den Widerstand der Verbindung in Richtung null zu transformieren. Da dies natürlich eine technische Unmöglichkeit ist, bleibt trotzdem die Anerkennung dafür, dass die objektiven technischen Parameter so auf die Spitze getrieben werden, dass zumindest subjektiv dieser Höreindruck entsteht: Klarheit, Transparenz, Dynamik, alles schier grenzenlos. Ein Eindruck, der auch bei den beiden „kleineren“ Kabeln bleibt, wenn auch nicht dermaßen extrem ausgeprägt.

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Signal Projects SilverQuest, Hydra und Apollon Cinchkabel

Regelrecht angefixt von diesem Hörerlebnis funke ich erneut den Vertrieb an und schildere meine Eindrücke. Uwe Klose erläutert mir bei dieser Gelegenheit ausführlich den komplexen Herstellungsprozess der Kabel bei Signal Projects, der für dieses deutliche wahrnehmbare „Mehr“ an Informationen verantwortlich ist. So werden bei allen Kabeln im Athener Werk die Litzen maschinell einzeln poliert, was neben extrem geringen kapazitiven Messwerten vor allem zu einem besseren Informationsfluss führt, da ja die Informationen nicht durch das Kabel hindurch, sondern um dieses herum fließen und deshalb dort auf weniger Widerstand treffen. Eine Prozedur, die sich bei den übrigens komplett händisch im eigenen Haus hergestellten Kabeln klanglich auszahlt.

Da ich ein ausgewiesener Freund von Reinsilberkabeln bin, aber das Klischee des harschen Silberklangs bei gut konstruierten Strippen für eine Mär halte, war ich auf das SilverQuest ganz besonders gespannt. Inzwischen beim Testen von Kopfhörern auf Lautsprecher umgestiegen, spielte das Mike Nock Trio nun seine Hardbop-Tracks so losgelöst und swingend, wie ich es bislang kaum wahrgenommen habe, inklusive des unvermeidlichen Fußwippfaktors. Ja, so gehen Reinsilberkabel.

Bildergalerie

Für knappe 900 Euro mehr bietet das Hydra als Hybridkabel eine deutlich erhöhte Leitfähigkeit gegenüber dem günstigeren SilverQuest. Hinzu kommt eine spezielle dreilagige Isolierung und eine eigens entwickelte Abschirmung, die in ihrer Kombination zu noch mehr Stabilität im Klangbild führen. Gleichwohl muss ich gestehen, dass mir in meiner Anlagenkonfiguration das SilverQuest mit seiner Lebendigkeit eine Spur besser gefallen hat.

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Müsste ich mich zwischen den drei Kabeln entscheiden, fiele meine Wahl zuerst auf das SilverQuest, das in seiner unbändigen Spielfreude mit einem mehr als überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis aufwarten kann. Das Apollon ist dagegen das Spielzeug für all diejenigen, deren Anlage ohnehin schon am obersten Limit audiophiler Tugenden aufspielt und die womöglich noch auf den ultimativen Türöffner warten; hier ist das Apollon eine echte Option. Wer hingegen eine ausgesprochene Skepsis gegenüber Reinsilberkabeln hegt, den Sprung zum Apollon aber nicht mitgehen möchte, der entscheidet sich für das Hydra. Wie immer die Entscheidung auch ausfallen mag, in allen drei Fällen bekommt man technisch ausgereifte und seriös entwickelte NF-Kabel, die nichts zu verbergen haben, dem Tonträger dafür aber umso mehr Spielfreude und Details entlocken.

Wir meinen

In Manchester entwickelt und komplett in Athen produziert, zeigen die drei NF-Kabel von Signal Projects, dass sich eine komplexe, an technischen Parametern ausgerichtete Entwicklungsphilosophie in jeder Preisklasse auszahlt.

Signal Projects Cinchkabel Navigator

 

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Info

NF-Kabelset Signal Project Silverquest, Hydra und Apollon
Preise (1 m): Silverquest um 1450 €, Hydra um 2300 €, Apollon um 3700 (alle Kabel auch mit XLR-Konfektionierung erhältlich)

Kontakt

applied acoustics
Uwe Klose
Brandensteinweg 6
13595 Berlin
Telefon +49 30 4614874

www.applied-acoustics.de

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.
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