SPEC Designer Audio RPA-MG1000

SPEC Designer Audio RPA-MG1000

„Verstärker sind Musikinstrumente“, sagt SPEC-Entwickler Tsutomu Banno

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SPEC Designer Audio RPA-MG1000: Class D – Class D? Class D!

„Verstärker sind Musikinstrumente“, sagt SPEC-Entwickler Tsutomu Banno. Wer seine herausragenden Endstufen gehört hat, wird ihm nicht mehr widersprechen.

„Er ahnte noch nichts von seinem Glück.“ Der Satz kann, je nach Kontext, verheißungsvoll klingen. Oder bedrohlich. Auf jeden Fall impliziert er den Blick in eine Zukunft, von der das Subjekt noch nichts weiß. Im Fall der SPEC RPA-MG1000 ist die Perspektive überaus positiv.

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Manch prägende Begegnung findet im Waschsalon statt, im Angesicht rotierender Trommeln. Auch bei mir ging es ums Waschen, auch bei mir war Rotation im Spiel. Denn als ich die Monoendstufen erstmals erlebte, ging es gar nicht um die japanischen Ausnahmeverstärker, sondern ums Plattenwaschen.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000
Die SPEC Designer Audio Kombi. Unten das Netzteil und oben der nahezu identisch aussehende, eigentliche Verstärker.

Die damalige Versuchskette spiegelt den vielfältigen Testfuhrpark der FIDELITY-Redaktion: Ein Audio-Note-Plattenspieler und Röhren-Phonovorstufe diente als Frontend, das per passivem Umschaltkasten für Hochpegelquellen an die SPEC RPA-MG1000 angedockt wurde. Die beiden Monos befeuerten die über jeden Zweifel erhabene Wilson Audio Sasha DAW. Aber es ging an jenem Testtag weder um den Plattenspieler noch um die Verstärker, sondern einzig um den Effekt, den die „kleine“ Plattenwaschmaschine von Clearaudio auf mehr oder weniger „verranzte“ Vinylscheiben hat: abspielen, waschen, erneut abspielen … einen launigen Testtag lang, bis greifbare Ergebnisse feststehen. Dass die Verstärkerelektronik sich dabei wie gutes Studio-Equipment völlig im Hintergrund hält, nichts Euphonisches hinzufügt, wird dem Testredakteur dabei kaum bewusst, denn seine Aufmerksamkeit wird von anderen Parametern wie Rillenrauschen und Rumpel-Niveau mit Beschlag belegt.

Eine Weile später folgt ein Anruf aus der Redaktion, ob noch Kapazität für einen Test der SPEC RPA-MG1000 bestünde: „Die hast Du doch schon gehört.“ Antwort: „Ja … nein … nicht bewusst.“ Am anderen Ende der Telefonleitung herrscht einen Augenblick Schweigen. Auf die Erklärung mit dem anderen Aufmerksamkeits-Fokus und das Zauberwort „Nur Mittel zum Zweck“ folgt schnell die Bitte, den Fokus ein wenig zu verschieben und die Monos in den Mittelpunkt zu stellen.

 

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SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details
Die Holzrahmen der SPECs werden von Instrumentenbauern gefertigt und vereinen unterschiedliche Materialien: japanischer Ahorn, Ahorn, Schwarzfichte; die Füße bestehen aus Hickory, einer Unterart der Walnuss. Unterscheiden lassen sich die Hölzer nur bei genauer Betrachtung, da der Rahmen mit leuchtend orangenem Instrumentenlack versiegelt wird.

Abhörinstrument auf Studioniveau

Ein „unmoralisches Angebot“ im besten Sinne, als die SPEC RPA-MG1000 nicht nur ein treffliches Abhörinstrument auf Studioniveau verkörpern, sondern auch bestens geeignet sind zum Langzeithören. Beim ersten, sozusagen unbewussten Hördurchgang wanderten vor allem mehr oder weniger gut klingende Pop- und Jazzscheiben aus dem Fundus eines befreundeten Rundfunkjournalisten und Italien-Liebhabers auf den Plattenteller. Selbst bei Schallplatten, die gewiss nicht unter dem Gesichtspunkt bestmöglicher Klangqualität produziert worden waren, hielt sich der Nerv-Faktor in minimalen Grenzen. Musik wie der Soundtrack zum dem Ornella-Muti-Streifen Das Mädchen von Triest, komponiert von Riz Ortolani, entfaltete nicht nur einen Regenbogen von Klangfarben, sondern auch die Faszination großer Räume weit und tief. Aber nachdem diese Klangcharakteristik für gut abgemischte Aufnahmen, zumal auf Schallplatte, nicht untypisch ist, unterblieb das imaginäre Ausrufezeichen im hirninternen Testprotokoll.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000
Ein überragend guter Verstärker mit klassengerechtem Verlangen nach Raum und Entfaltung: SPEC Monos sind in vier praktisch identischen Gehäusen, zwei Netzteilen (unten) und zwei Verstärkermodulen (oben) untergebracht. Die Tische und Basen stellte uns der Vertrieb als Prototypen dazu … sie harmonieren klanglich hervorragend mit den exzellenten Amps und gefielen uns auch optisch mit jedem Tag besser.

Ein paar Wochen später dann also die deutlich intensivere Auseinandersetzung mit den handgearbeiteten SPEC-Schmuckstücken. Inzwischen ist klar, dass die Endstufen sogenannte Class-D-Designs verkörpern, eine Technik, die in High-End-Kreisen immer noch schief angeschaut und zu Unrecht als „Digitalverstärker“ bezeichnet wird. Purer Unsinn, denn Class D arbeitet rein analog. Richtig gut geklungen hat im FIDELITY-Hörraum bis dato vor allem ein Vertreter dieser Gattung: das rund 10 000 Euro teure Hybrid-Flaggschiff PM-10 von Marantz, im Verbund mit dem passenden SACD-Player SA-10 eine der nobelsten Inkarnationen einer vollwertigen „Stereoanlage“.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details
Der schieren Masse der Netzteile (links) stehen die Beinahe-Leergehäuse der Verstärkermodule (rechts) gegenüber. Genial: Die Pegelsteuerung sitzt direkt in der Class-D-Leistungsverstärkung, steuert die Stromzufuhr der Kraftwerke und arbeitet daher mit maximal möglichem Störabstand.

Solchen profanen Vergleichen entzieht sich das Pärchen SPEC RPA-MG1000 freilich recht schnell. Nicht nur, dass für die beiden Monos mitsamt ihrer ausgelagerten Energieversorgungen (deren Gehäuse den eigentlichen Endstufen gleichen wie ein Ei dem anderen) rund das Sechsfache aufgerufen wird – sie ziehen besagtem Vollverstärker auch in so gut wie allen klanglich wichtigen Belangen sehr deutlich davon. Eine Einschränkung gibt es: Das Umfeld muss passen, der Rest der Kette muss auf Augenhöhe mit den SPEC RPA-MG1000 sein. Also bitte keine Sparmaßnahmen beim Frontend, denn weiterhin gilt, dass aus den Lautsprechern nichts kommen kann, was nicht zuvor der Anlage „verfüttert“ wurde. Und auch bei den Schallwandlern darf man gerne ins Regal der obersten Spitzenklasse greifen. Die Box, vor der die SPEC-Monos mit ihren 300 Sinuswatt pro Kanal und ihrer unbedingten Lieferfähigkeit auch hoher Ströme kapitulieren würden, gibt es sowieso nicht. Selbst die legendäre Infinity Kappa 9, die in ihrer ersten Ausführung „dank“ extrem niedriger Impedanzwerte manchen Weltklasse-Verstärker zum Abrauchen brachte, sollte die auf unbedingte Stromlieferfähigkeit getrimmten SPEC RPA-MG1000 nicht vor Probleme stellen.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details
Jede Endstufe wird in Handarbeit gefertigt und abgestimmt.

Besagte Vintage-Boxen verrichten übrigens bei einigen mir gut bekannten High-End-Fans vor allem deshalb immer noch ihren Dienst, weil die Kombination von schierer Tiefbass-Gewalt und kultiviertem Höhenbereich zwar nicht unbedingt ehrlich beziehungsweise neutral, aber im besten Sinne mitreißend ist. Ähnliches, aber deutlich näher an der akustischen Wirklichkeit, hatte wohl auch SPEC-Chefentwickler Tsotumo Banno im Sinn (siehe Interview) im Hinterkopf, als er die SPEC RPA-MG1000 entwarf: Ziel war ein verfärbungs- und verzerrungsfreier Verstärker, der sich dennoch nicht wie eine seelenlose „Abhörlupe“ gebärdet. Ein nicht einfach zu lösendes Problem, vor allem dann nicht, wenn man auf Class D als Verstärkungsprinzip setzt.

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Die Reinheit des Signals

Die Quadratur des Kreises ist Banno und seiner Technik-Crew gelungen. Zwar wirken die Lösungen auf den ersten Blick ein wenig exotisch, beispielsweise der mit den Endstufen verkabelte Lautstärkeregler. Wenn man aber weiß, dass mit dem in das gleiche Edelholz wie die Endstufen gekleideten Kästchen nicht das Signal manipuliert wird, sondern der Verstärkungsfaktor der Endstufe direkt vor dem „Class D“-Verstärkermodul, sieht man den SPEC RPA-MG1000 ihre wohl kalkulierte Skurrilität nach.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Lautstärkesteller
Der aus edlen Hölzern meisterlich gefertigte Lautstärkesteller.

Vor allem, weil diese Endstufen in Sachen Klang seriöser nicht sein könnten. Beim eigentlichen Hörtest füttere ich sie auch mit Filmmusik, allerdings mit solcher aus dem Jahr 2016 beziehungsweise 2018: Das Harry-Potter-Spinoff Magical Beasts And How To Find Them und seine Fortsetzung Grindelwald’s Crime leben von dem bombastischen, effektvoll komponierten und aufgenommenen Soundtrack des Filmmusik-Profis James Newton Howard. Der gab den Phantastischen Tierwesen nicht nur eine ebenso grandiose wie spektakuläre Musikkulisse, er gab auch darauf acht, dass die Sony-Produktion klanglich höhere Ansprüche erfüllt. Mit den SPEC RPA-MG1000 an der Wilson Audio Sasha DAW ist das trotz Zweikanal-Wiedergabe beinahe auf Mehrkanal-Niveau: Ungemein plastisch wird das Orchester modelliert, verblüffend weit und tief erstreckt sich der Raum, die Klangfarben sind absolut authentisch und fernab jeder Künstlichkeit.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details
Man beachte den „Sound Mode“-Schalter. Der wechselt von natürlicher (1) zu lebhafter (2) Abstimmung. Die Wirkung ist äußerst dezent, sie könnte aber – je nach Lautsprecher – das Salz in der Suppe sein.

Das ist Filigranspiel auf höchster Ebene. Umso erstaunlicher registriert der Hörtester, dass auch intelligent gemachter Plastikpop emotionales Potenzial hat. Der immer wieder gern zum Testen herangezogene Track „Hey Now“ vom Debütalbum der britischen Band London Grammar besticht nicht nur durch abgrundtiefe Synthie-Bässe und einen gnadenlosen Groove, der auf hyperexaktes Timing schließen lässt – er serviert auch Details, die bisher meist auf der Strecke blieben. Trotz Feinauflösung bleibt das Gesamtbild bruchlos, ohne glattgeleckt zu wirken. Für das Thema „Class D“ könnten die SPEC RPA-MG1000 den Durchbruch bedeuten: Transistor-Power und Röhren-Feinsinn werden hier eins. Besser geht es eigentlich nicht.


SPEC-Entwickler Tsutomu Banno zur Technologie der Class-D-Endstufe RPA-MG1000

Die Class-D-Endstufe SPEC RPA-MG1000 gibt sich im besten Sinn analog, sie klingt viel eher nach einem gelungenen Röhrendesign als nach einem Digitalverstärker. Chefentwickler Tsutomu Banno erklärt, warum das so ist.

SPEC Designer Audio Tsutomu Banno
Chefentwickler Tsutomu Banno

„Eines unserer wichtigsten Konzepte geht davon aus, dass realistischer Klang der schönste ist“, sagt Banno und fügt hinzu: „Wir glauben, dass wir uns der musikalischen Persönlichkeit des Künstlers weitgehend annähern können, wenn wir dem Klang von live gespielter Musik möglichst nahe kommen.“ Zu diesem Live-Klang gehören aus Tsutomu Bannos Sicht abrupte Veränderungen und komplexe harmonische Verläufe des Signals. Aus diesem Grund sei es auch unabdingbar, dass der Verstärker über genug Leistung verfügt, das Quellsignal korrekt in Bewegungen der Lautsprechermembranen umzusetzen. Banno und sein Team achten allerdings nicht nur auf das dynamische Verhalten der Endstufe, sondern beobachten auch das Verstärkerverhalten im Ruhezustand.

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„Wir denken, dass die korrekte, verzögerungsfreie Ansteuerung der Lautsprecherchassis, bei starken wie bei schwachen Signalen, die essenzielle Grundlage für die Wiedergabe von Musik ist“, betont Tsutomu Banno. Die FIDELLITY-Redaktion wollte von dem japanischen Ingenieur erfahren, warum das „Pure Direct System“, das bei den SPEC-Verstärkern zum Einsatz kommt, so gar nicht nach Class D klingt. „Class D ist ideal für eine möglichst genaue Ansteuerung der Lautsprecher, aber das Prinzip hatte in der Vergangenheit ein paar Schwächen“, gibt Banno zu. Das Verstärkerprinzip wechsele die Stromrichtung in sehr hoher Frequenz. Dies habe zur Folge, dass die Induktion der Verkabelung schnell eine klangbestimmende Rolle spiele (Spulenelemente) und die Wellenform verändere. „Das beeinflusst natürlich auch den Klang“, erklärt der Entwickler.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details
Perfektes Layout: Vom Schaltverstärker bis zum Tiefpassfilter sind es nur 15 Millimeter.

Tsutomu Banno hat eine Lösung parat: „Wir halten die Länge der internen Verkabelung vom Schaltverstärker zum Tiefpassfilter möglichst kurz und verwenden einen Schaltverstärker ohne Kabel. Der Class-D-Block auf der Schaltung ist extrem klein, vom Schaltverstärker bis zum Tiefpassfilter beträgt die Signalstrecke nur 15 Millimeter. Trotz ihrer geringen Abmessungen leistet die kleine Verstärkereinheit 300 Watt.“

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Schaltverstärker erfordern ein Umdenken. Diese Winzlinge sind für die enorme Ausgangsleistung von 300 Watt verantwortlich.

Mit der Erforschung und Entwicklung von Class-D-Komponenten habe man rund zehn Jahre Erfahrung. Alle grundlegenden Funktionen sind auf einer Platine vereinigt. An den entscheidenden Stellen des Schaltkreises kommen Bauteile höchster Qualität zum Einsatz. Und das bedeutet nicht etwa, dass SPEC hochwertige Stangenware einkauft. Die Komponenten der Schaltung werden allesamt „mit Qualitätspriorität“ im eigenen Haus gefertigt. Dadurch sei es möglich, die Stromversorgung und Reinheit des Signals zu gewährleisten. „So optimieren wir die Klangqualität unserer Class-D-Konzepte“, resümiert Banno.

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FIDELITY wollte außerdem wissen, wie der Materialmix – schon das Gehäuse der RPA-MG1000 ist eine Sandwichkonstruktion unterschiedlichster Materialien – den Klang beeinflusst. „Das ist eine der wichtigsten Grundlagen, wenn man einen bestimmten Klang erreichen möchte“, betont Banno. Was er dann anfügt, klingt wie die Anleitung aus einem Handbuch für Instrumentenbau: „Der Klang unserer Verstärker entsteht nicht zuletzt aus einer ausgeklügelten Mischung von Fichten- und Ahornholz. Wir erproben untschiedliche Stärken, Formen und Verbindungsarten von Hölzern und absolvieren mit jeder Variante intensive Hörtests. Die Kombination von Fichte und Ahorn, die sich am Ende als optimal herausgestellt hat, ähnelt der, die bei Decke und Boden einer Violine zum Einsatz kommt. Holz schwingt mit der Musik und ermöglicht es, Töne auszustrahlen. Verstärker sind Musikinstrumente.“

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details
Die Holzrahmen der SPECs werden von Instrumentenbauern gefertigt und vereinen unterschiedliche Materialien: japanischer Ahorn, Ahorn, Schwarzfichte; die Füße bestehen aus Hickory, einer Unterart der Walnuss. Unterscheiden lassen sich die Hölzer nur bei genauer Betrachtung, da der Rahmen mit leuchtend orangenem Instrumentenlack versiegelt wird.

Auch die Kombination der Kondensatoren sei wichtig, fügt Tsutomu Banno hinzu. Dabei gehe es nicht um die Kapazität, welche die Energieversorgung stabilisiere, sondern vor allem um das physische Resonanzverhalten. Kondensatoren seien, strukturell betrachtet, Folie und daher anfällig für Vibrationen. Deswegen würde man bei SPEC verschiedene Kondensatoren in einer Schaltung einsetzen: „Wir nennen das einen Verschnitt, eine Melange“, meint Tsutomu Banno. Aufgrund des abgestimmten Resonanzverhaltens würden die hölzernen Gehäusepaneele und die Kondensatoren zusammenarbeiten, um Energie zur Übertragung von Musik aufzubauen.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details
Nach ihrem optimalen mechanischen Resonanzverhalten selektierte Kondensatoren.

Spannend sind bei SPEC auch Detaillösungen wie riesige Netzteile oder eine ausgelagerte, per Kabel angeschlossene Lautstärkeregelung. Auch hier waren klangliche Erwägungen ausschlaggebend. „Obertöne spielen eine entscheidende Rolle bei der Wiedergabe von Musik“, weiß Tsutomu Banno. „Der Klang von Instrumenten oder Stimmen enthält komplexe Muster harmonischer Schwingungen, die den Charakter bestimmen. Wenn man den musikalischen Ausdruck der Künstlerin oder des Künstlers bewahren will, dann muss eine Violine wie eine Violine, eine Oboe wie eine Oboe klingen. Die harmonischen Schwingungen machen den spezifischen Ton eines Instruments aus“, erläutert Banno.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Details

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Allerdings seien harmonische Schwingungen höherer Ordnung winzig und würden sich sehr schnell verändern. Deshalb gelte es, die kleinen Signale ohne den geringsten Verlust zu verstärken. Aus diesem Grunde habe man eine Lautstärkeregelung entwickelt, die sich das „Pure Direct System“ zunutze macht. „In einer normalen Kette schwächt die Lautstärkeregelung des Vorverstärkers das Musiksignal ab und schickt es in komprimierter Form zum Endverstärker. Da dieser einen hohen, festen Verstärkungsfaktor hat, muss das Eingangssignal sehr klein sein“, erklärt Banno. Dadurch würde ein sowieso schon schwaches Signal noch schwächer, während Nebengeräusche und Rauschen an Relevanz gewinnen. Die Information schon an der Quelle zu verlieren sei „wirklich unglücklich“. Wenn harmonische Schwingungen verloren gehen, könne die ursprüngliche, die „herzerwärmende“ (Banno) Musikalität nicht erhalten bleiben.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Funktion

Tsutomu Bannos Lösung: „Das Musiksignal muss mit dem vollen Level der Quelle zum Endverstärker geleitet werden. Aus diesem Grund verwendet SPEC ein System, das den Verstärkungsfaktor der Class-D-Einheit verändert. Obwohl die Endstufe an jedem Vorverstärker funktioniert, sei es daher angeraten, die Quelle direkt mit dem Endverstärker zu verbinden. Wer mehrere Quellen anschließen will, bekommt bei SPEC mit dem H-SL55 einen klangneutralen passiven Umschaltkasten. So gelangt die musikalische Information verlustfrei zur Class-D-Einheit.“

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Umschaltbox

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SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Lautstärkesteller
Hier kann man noch befühlen, sehen, anfassen: Die Pegelsteuerung der regelbaren Endstufen wird über ein Pult mit einem Potentiometer gesteuert. Nix Infrarot, nix Funk – beide Verstärker sind via Kabel verbunden. Der schwarze Kasten ist ein puristischer (und optionaler) Passiv-Schalter/Fünffach-Eingangswahlschalter … damit werden die MG 1000 zu „de facto“-Vollverstärkern.

Auch zu den ausgelagerten, vom schieren Volumen her den Endstufen entsprechenden Netzteilen hat Tsutomu Banno eine einleuchtende Erklärung: Man verwende einen „Schlachtschiff“-Ringkerntransformator, damit die Energieversorgung auch größere Belastungen ohne Einbrüche übersteht. Dieser Trafo generiert laut Tsutomu Banno „wenig Vibration und ein starkes Magnetfeld“, ausgelagert wurden die Netzteile, um den Einfluss auf die Verstärkerschaltkreise so gering wie möglich zu halten. Dies würde für transparenten, frischen und fein aufgelösten Klang sorgen. Und den hat die Class-D-Endstufe RPA-MG1000 zweifellos.

Wir meinen

Die Monoendstufen SPEC RPA-MG1000 sind ideale „Antriebsmotoren“ für hochauflösende Lautsprecher und sparen den Vorverstärker.

SPEC Designer Audio RPA-MG1000 Navigator

 

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Info

Mono-Endverstärker SPEC RPA-MG1000
Konzept: Class-D-Monoendstufen mit externen Netzteilen, regelbar über den Verstärkungsfaktor
Eingänge: XLR und RCA
Maximale Leistung (4/8 Ω): 2 x 300/150 W
Lautsprecher-Impedanz: 4–16 Ω
Frequenzgang: 10 Hz bis 30 kHz
Stromversorgung: Wechselstrom (230 V) mit 50/60 Hz
Optionen: kabelgebundene Pultfernbedienung H-VC1000 (um 3250 €), passiver Signalumschalter SPEC H-SL55 Line Selector für vier Quellen (um 1390 €)
Maße Verstärker (B/H/T): 45/18/46 cm
Gewicht Netzteil: 27 kg
Gewicht Verstärker: 18 kg
Garantiezeit: 2 Jahre
Paapreis: um 59 000 €

Kontakt

Audiotweaks
Wessingtange 9
9551 XW Sellingen
Niederlande
Telefon +31 650 503610

www.audiotweaks.nl

www.spec-corp.co.jp

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