Looking for the English FIDELITY Magazine? Just click here!
Johann Sebastian Bach - Die Kunst der Fuge

Die Kunst der Fuge

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach – Die Kunst der Fuge

1742 soll Bach das Thema gefunden haben, über das er in den folgenden Jahren mehr als ein Dutzend Fugen und Kanons schrieb.

Lange Zeit hielt man die Kunst der Fuge für eine reine Kompositionsübung, ein spekulatives, praxisfernes Werk – denn Bach sah keine bestimmte Instrumentierung vor. Auf die klingende Umsetzung deshalb zu verzichten, wäre allerdings jammerschade. In der Praxis legen einige der Stücke das Cembalo nahe, andere die Orgel – jedenfalls ein Instrument mit zwei Manualen. Häufig versuchen sich auch ganze Barockensembles an Bachs Vermächtnis. Die neuen Arrangements (auf der Basis der Handschrift, nicht des Erstdrucks) des Tastenprofessors Jörg Halubek setzen ganz auf verdeutlichende Vielfalt.

Johann Sebastian Bach - Die Kunst der Fuge

Obwohl das „historisch informiert“ spielende Stuttgarter Ensemble il Gusto Barocco nur Farben des 18. Jahrhunderts verwendet, entfaltet sich eine überraschend fantasie- und abwechslungsreiche Klangwelt. Mal hören wir das Cembalo (ein Instrument nach Christian Zell), mal die Silbermann-Orgel (1737), mal nur Blechbläser (Zink und Posaunen), mal Streicher mit Basso continuo oder Orgel mit Bläsern. Dabei lassen sich ganz unerwartete Ausdrucksnuancen entdecken – zwischen tragisch schreitend und fröhlich beschwingt. Die Einspielung experimentiert zudem auf interessante Weise mit der Raumakustik des Aufnahmeorts, der Friedenskirche Ponitz in Tübingen. Auch das ein Versuch, die Struktur von Bachs Musik möglichst deutlich darzustellen.

Johann Sebastian Bach – Die Kunst der Fuge

il Gusto Barocco, Jörg Halubek
Label: Berlin Classics
Format: CD

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.