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Linn 343 vorgestellt

Linn 343 vorgestellt

Linn hat einen Flaggschiff-Lautsprecher für kleinere Räume vorgestellt

Linn 343

Auf Linns jüngsten Streich sind wir nicht erst seit gestern gespannt: Auf der High End in Wien hatten wir uns schon mit einem sichtlich hibbeligen Joe Rodger unterhalten, der uns die wichtigste Neuheit seit Langem ankündigte – nur durfte uns der Brand Manager zu dem Zeitpunkt noch nicht verraten, was genau diese Neuheit denn sei.

Linn 343 vorgestellt

Vor einigen Tagen kam uns dann zu Ohren, dass nach einer Vorab-Präsentation die Händler dem schottischen Hersteller dem Vernehmen nach jedes verfügbare Exemplar förmlich aus den Händen gerissen haben. Nun hat Linn den Schleier gelüftet: Vorhang auf für die Linn 343.

2023 hatte Linn mit der 360 bereits für Furore gesorgt und mit dem – wahlweise – vollaktiven Konzept den perfekten Spielpartner für seine DSM-Zuspieler im Programm, mit dem sie sich zu einem schlanken und modernen, auf Weltklasseniveau aufspielenden Komplett-Setup kombinieren ließen. Nur einen kleinen Wermutstropfen gab es: Auch wenn die 360 jeden, der sie hört hat, aus den Socken haut (versprochen), ist sie vielen einfach eine Nummer zu groß. Also haben die Schotten sich die letzten drei Jahre damit beschäftigt, so viel von der Performance der 360, wie sie nur können, auf einen wesentlich kleineren Formfaktor zusammenzudampfen.

Linn 343 vorgestellt

Das hat wohl einiges an Kreativität eingefordert: Augenscheinlich haben wir mit der 343 eine etwa hüfthohe „360 Junior“ vor uns, deren zierliches Äußeres Platz für die „Array“-Einheit aus Hoch- und Mitteltonkalotte plus Tiefmitteltonkonus bietet, nicht aber für die beiden 22-er Bässe. Immerhin einen davon konnten die Entwickler in Downfiring-Manier an der Gehäuseunterseite anbringen, der zweite bleibt den Flaggschiff 360 vorbehalten. Die Linn-Leute lagen besonderen Wert darauf, dass sowohl der 19-cm-Tiefmitteltöner als auch der 22-er Bass nach dem Pistonik genannten Konstruktionsprinzip aufgebaut sind: Das extrem langhubig ausgelegte Antriebssystem arbeitet mit technischen Kniffen wie einem vergrößerten Magnetspalt und einer permanent magnetisch gesättigten Arbeitsumgebung für die beweglichen Teile, um sicherzugehen, dass die Kraft, die auf die Schwingspule wirkt, über den gesamten Hub hinweg exakt gleich bleibt. Dadurch wird auch bei extremen Auslenkungen eine absolut lineare Signalwiedergabe erreicht. Da wir hier von verhältnismäßig kleinen Treibern sprechen, die mechanisch Großes leisten sollen, wurde selbstredend auch eine Menge Entwicklungsarbeit in Entlüftung und Wärmeableitung investiert.

Linn 343 vorgestellt
Linn arbeitet mit einem Downfiring-Woofer in Pistonik-Bauweise, um der kleinen 343 eine beeindruckende Bass-Performance angedeihen zu lassen.

Spannend ist auch die Integration der Elektronik ins Gehäuse: Bei der 343 sitzt das gesamte Elektronenhirn in einer Art Subchassis, das durch eine Dreipunkt-Federaufhängung vom Rest des Gehäuses entkoppelt ist, damit die Elektronik vollkommen ungestört von den Druckverhältnissen und Vibrationen im Gehäuseinneren arbeiten kann. Das passive Kühlkonzept, das auf dem Kamineffekt beruht, kennen wir in ähnlicher Form etwa aus der Endstufe Linn Klimax Solo 500.

Linn 343 vorgestellt
Die gesamte Elektronik ist über eine Dreipunkt-Aufhängung vom Gehäuse entkoppelt. Die Rippen an der Innenseite des schwarzen, dreieckigen Trägers entlarven ihn als Kühlkörper. Öffnungen an der Gehäuseoberseite (Bild unten) sorgen für Kühlluftdurchsatz nach dem Kaminprinzip.

Linn 343 vorgestellt

Wie es sich für einen High-End-Lautsprecher gehört, entfällt auch bei der 343 ein großer Teil des Entwicklungs- und Fertigungsaufwandes auf die Gehäusekonstruktion: Wie bei der 360 besteht es auch hier aus einem Verbundwerkstoff, der bei maximaler Steifigkeit ein für die Lautsprechergröße ungewöhnlich großes Innenvolumen ermöglicht. Ebenfalls an der großen Schwerster orientiert sich die gerundete Gehäuseform, die konsequent auf die Minimierung von Kantenbrechung hin optimiert ist, um den Lautsprecher bei der Musikwiedergabe vollständig verschwinden zu lassen.

Linn 343 vorgestellt
Das Array genannte Treibermodul ist in allen Varianten schwarz ausgeführt.

Entwicklungsziel war es nicht so sehr, einfach eine kleine Version der 360 auf die Spikes zu stellen, sondern vielmehr einen Lautsprecher zu bauen, der in kleineren Räumen funktioniert, dabei aber trotz seiner moderaten Abmessungen genau so groß klingt.

Die Linn 343 ist mit dem Namenszusatz PWAB (passive with active Bass) als teilaktive Variante ab 53 550 Euro sowie als vollaktive Exakt Integrated für 77 350 Euro erhältlich. Als Farbvarianten stehen Clyde Built, Single Malt, Linn Heritage, Triton, hochglanz Schwarz sowie Alpinweiß zur Auswahl.

Farbvarianten
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Wie nah die Linn 343 an die 360 herankommt, wissen wir zwar noch nicht, aber wir haben nach der Ankündigung direkt den Hörer in die Hand genommen, um uns schnellstmöglich einen Hörtermin mit dem „Flaggschiffchen“ zu sichern. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

www.linn.co.uk

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.