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FIDELITY – Der HiFi-Podcast, Folge 28

Die Geschichten hinter unseren Geschichten

FIDELITY Podcast 28 – Die Ausgabe der Redundanzen

So unterschiedlich Funktion, Konzept und Ansatz unserer Testmuster auf den ersten Blick scheinen mögen: Manchmal sind die Denkansätze hinter den Produkten doch überraschend ähnlich. In Ausgabe 87 kommt es zu gleich mehreren solcher Überschneidungen. Moderator Frank Lechtenberg und Chefredakteur Carsten Barnbeck wird das interessanterweise erst während der Aufnahme des neuen FIDELITY Podcasts klar. So ein Gespräch ist immer auch Rückblick, Reflexion und Meditation über unser wundervolles Magazin …

FIDELITY 87 Titel

Kroma, Harzsch und Harbeth

Die erste Überschneidung finden wir bereits beim Anblick unseres Titelfotos. FIDELITY 87 ziert ein Bild der wunderschönen Kompaktbox „Mimi“ von Kroma Atelier. Der spanische Hersteller legt Wert auf ein ansprechendes Design, schwört klanglich aber vor allem auf Musikalität. Die Schönheit setzt daher auf ein pflegeleichtes Zweiwege-Konzept. Das erleichtert die Integration der Treiber und sorgt für ein exzellentes Timing. Auf der anderen Seite müssen die Entwickler jede ihrer Zutaten in die Waagschale legen und genau hinhören, ob sie sich optimal ins Konzept einfügen.

Nahezu deckungsgleich ist die Idee hinter der Orchestra von Harzsch. Auch hier sprechen wir über eine möglichst schlicht aufgebaute Kompakte, die vor allem „auf den Punkt“ spielen soll.

Harzsch Orchestra Kompaktlautsprecher

Anders als Kroma Atelier versucht Harzsch die Wohn- oder Hörraumintegration durch ein bewusst dezentes Auftreten zu erleichtern. Die klassisch „boxige“ Box tritt auf ihrem smart designten Ständer einen Schritt zurück und versucht gar nicht erst, den Hörraum optisch zu beherrschen – was ihr klanglich derweil hervorragend gelingt.

Dritte im Bunde ist die C7ES-3 XD2 von Harbeth. Über die Bezeichnung bitten wir hinwegzusehen – die ist über Jahrzehnte gewachsen. Tatsächlich handelt es sich bei der C7 nicht um ein aufgesetztes Retro-Konzept, sondern um einen echten Klassiker, der auf beinahe ein halbes Jahrhundert zurückblicken kann. Konzeptionell wiederholt sich dabei alles: Auch hier liegt der Fokus auf möglichst prägnantem, eingängigem Tonfall und das bedeutet abermals simple zwei Wege bei hochwertigsten Zutaten. Ergebnis sind extreme Musikalität und ein herrlich seidiger, niemals nervender Klang.

Auf die Ohren

Einen deutlich stärkeren Kontrast bieten die beiden Kopfhörer, deren Test Sie in FIDELITY 87 finden. Loewe folgt mit dem Leo dem Konzept der „eierlegenden Wollmilchsau“. Der wundervoll gestaltete Aktivhörer bietet Bluetooth, leistungsfähige Akkus, Geräuschunterdrückung, verschiedene Klangkorrekturen und schafft es, mit keinem seiner Features zu nerven. Bei so einer Funktionsfülle ist das gar nicht so einfach.

Loewe Leo Kopfhörer

Fostex bevorzugt klassische Tugenden und stellte mit dem TR60RPmk2ai einen konventionellen Passivhörer auf die Beine. Auch dieses Modell blickt auf eine lange Tradition zurück, die sich am stets erweiterten Namen ablesen lässt. Neben herausragendem Klang und hohem Tragekomfort punktet der „60er“ mit herrlich glitzernden Holzschalen, die ihm auch ein gewisses Maß an Noblesse verleihen.

Muskelspielchen

Wattzahlen sind wie die Tachoscheiben in PKWs: Sie sagen nicht wirklich etwas über die Qualität und das Können eines Verstärkers, es fühlt sich aber einfach gut an, wenn sie möglichst groß ausfallen. Dan D’Agostino ist ein Meister dieser Disziplin. Seine großen Endstufen liegen tiefenentspannt in der Kilowatt-Klasse. Für den neuen Pendulum Integrated mussten die Amerikaner einen Gang runterschalten. Für einen „echten D’Agostino“ ist der Integrierte erstaunlich bezahlbar. Und seine Leistung liegt mit „irgendwas zwischen 200 und 400 Watt“ immer noch im grünen Bereich.

Auch Gryphon lässt sich in dieser Hinsicht nicht lumpen. Trotz seines lupenreinen Class-A-Konzepts kann das wuchtige Antileon-Kraftwerk bis zu 620 Watt (2 Ohm) „rauspusten“. Wir konnten ihn gemeinsam mit dem Vorverstärker Helios teste – eine Ehrfurcht gebietenden Kombi.

Gryphon Antileon Revelation

Nubert macht den Hattrick perfekt: Wir stellen in Ausgabe 87 die brandneue nuPower A vor, die sich mit bis zu 1200 Watt im Mono-Brückenbetrieb vor niemandem verstecken muss. Auch hier sorgt die passende Vorstufe nuControl X2 für die perfekte Abrundung.

Produkte wie der iDSD Phantom machen es uns gar nicht so leicht, eine Rubrik zu definieren. Wir stufen ihn als Kopfhörerverstärker ein, weil das seine herausragende Fähigkeit ist. Der iDSD kommt mit wirklich jedem (!) gern auch kniffligen Ohrwärmer klar. Man könnte den vielseitigen Alleskönner jedoch auch als Streamer, D/A-Wandler, Vorverstärker und noch so einiges mehr durchgehen lassen …

Der Trend zum Eigen-DAC

Lumin X2

Lumin erfüllte sich mit dem neuen Netzwerkspieler X2 einen lang gehegten Traum und entwickelte einen eigenen D/A-Wandler. Ein großer Wurf, wie wir im Hörraum feststellen durften. Der neue DAC ist perfekt auf die Bedürfnisse der symmetrischen Ausgangsstufen abgestimmt und hebt das Konzept des Streaming-Primus auf ein völlig neues Niveau.

Mit dem Matrix MS-1c haben wir einen weiteren potenten Digitaljongleur im Test. Während der Lumin betont zugespitzt ist und allein hochkarätiges Netzwerken im Sinn hat, ist die neue Marke aber merklich breitbandiger aufgestellt. Der Matrix besitzt einen extern zugänglichen Wandler (inkl. HDMI) und kann sogar zum Server ausgebaut werden – neben USB geht das auch über den Einbau eines ultraschnellen SSD-Speichers.

Auf den Plattenteller

Zum Schluss ist wie gewohnt die Musik an der Reihe. Frank Lechtenberg verweist auf die neuen Alben von Death Cab For Cutie (I Built A Tower) und Girls In Hawaii (Eldorado) sowie auf The New World von Sheerwater, die sich durchgehend durch ihre soliden Produktionen empfehlen. Man sollte diesen Scheiben unbedingt eine Chance geben …

FIDELITY Podcast 28

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