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60 Jahre Bowers&Wilkins

Bowers & Wilkins wird 60

60 Jahre musikalisches Sendungsbewusstsein

60 Jahre Bowers & Wilkins

Der Anfang vor dem Anfang von Bowers & Wilkins geht bereits auf die Nachkriegszeit zurück: John Bowers und Roy Wilkins, die sich von ihrem Dienst beim Royal Corps of Signals während des Zweiten Weltkriegs kannten, gründeten in Worthing ein Radiogeschäft.

Ihren Weg zum Lautsprecherbau fanden sie erst 1966, indem sie die Bowers & Wilkins Loudspeakers Ltd. ausgründeten und ab 1967 mit der P1 ihr erstes Modell verkauften, deren Treiber sie vom EMI und Celestion bezogen. Dabei zeigte sich von Anbeginn ihr Anspruch an messbare Performance etwa daran, dass man einen Oszillator und Messschreiber anschaffte, um jedem verkauften Lautsprecherpaar ein Messprotokoll beizulegen. Nur wenige Jahre später, 1972, bezog B&W ein neues Quartier mit anechoischen Räumen und Messequipment aus dem Hause Brüel & Kjær.

Technische Meilensteine und Lorbeeren ließen nicht lange auf sich warten: 1977 stellte B&W mit der DM7 seinen ersten Lautsprecher mit separat auf dem Gehäuse aufsitzendem Hochtöner vor – bis heute ein zentrales B&W-Designmerkmal. Mit der Adoption der 801 durch die legendären Abbey Road Studios folgte nur zwei Jahre darauf ein Ritterschlag, der eine bis heute andauernde Partnerschaft einleitete.

60 Jahre Bowers&Wilkins
Bowers & Wilkins Matrix 801

In den 1980er Jahren experimentierte Bowers & Wilkins extensiv mit aktiven Frequenzweichen und heuerte zu diesem Zweck Lawrence Dickie an, der den Briten nebenher eine völlig andere, nicht ganz unwichtige Innovation bescherte: Nachdem er bei anderen Herstellern beobachtet hatte, wie sie mit Wabenstrukturen gegen Gehäuseresonanzen vorgingen, kam er auf die Idee, das Konzept mit einem Maximalansatz weiterzuentwickeln. Auf diesem Wege gelangte er zur „Matrix“-Konstruktion, einer komplexen, das gesamte Lautsprechergehäuse durchziehenden Verstrebungsstruktur, die zunächst in der ebenso getauften Lautsprecherserie eingesetzt wurde und seit 1987 bis heute in der 800er-Serie in weiterentwickelter Form Anwendung findet.

Fast im gleichen Zuge tüftelten die Briten an einem ganz anderen Gehäusekonzept: Nach fünf Jahren Entwicklungszeit stellte B&W 1993 die legendäre Nautilus mit ausgelagerter aktiver Frequenzweiche, vor allem aber mit ihrem schneckenförmigen Bassgehäuse vor, das den vom Tieftöner rückwärtig abgestrahlten Schall absorbiert. Nach über 30 Jahren ist dieser ikonische Lautsprecher nach wie vor als Flaggschiff im Programm.

Während die 800er-Serie mit immer neuen technologischen Innovationen aufgewertet wird – etwa Diamanthochtönern oder einer biomimetischen Aufhängung, die beim Mitteltöner die althergebrachte Zentrierspinne ersetzt – breitet sich der zwischenzeitlich zu Sound United und seit jüngstem zur Harman-Gruppe gehörende Hersteller seit etwa 20 Jahren auch verstärkt mit Equipment im Consumer-Bereich aus. Da ist vor allem der 2007 erstmals vorgestellte Smart Speaker Zeppelin zu nennen, aber auch ANC-Kopfhörer und zahlreiche weitere Produkten.

Wir wünschen Bowers & Wilkins auch in Zukunft frische Ideen, die sich über Jahrzehnte als zeitlos erweisen.

www.bowerswilkins.com

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