Glutton – Skiva Heter Vishnu!
Vor 15 Jahren gründeten die Herren Aadland, Bruland und Hollund ihre Band Glutton.
Damals waren sie noch ein Quartett und verstärkten sich gelegentlich auch mit Gästen. Nun ist Glutton nur noch ein Trio – E-Gitarre, E-Bass, Drums –, aber eine rundum komplette Band. Die drei Norweger besitzen eine solche Energie, Spielfreude und Virtuosität, dass sie nicht einmal Playbacks brauchen.
Im fetzigen Opener „Ørkensur“ halten sie acht Minuten lang mühelos die energetische Spannung aufrecht. Der erste Eindruck ist: Hier toben sich Garagen-Rocker in einer Impro-Session aus. Doch schnell wird klar: Es reihen sich eine Menge Motive aneinander, die Taktarten sind teilweise kompliziert, und die Rhythmen und Sounds wechseln ständig. In der scheinbaren Impro-Session steckt also viel Konzept. Man hat die Musik des Trios daher als instrumentalen „Punk-Jazz-Prog“ beschrieben, auch als brütenden „Desert Prog“. Eirik Ørevik Aadland, der Gitarrist, setzt viele Effektgeräte ein und erinnert in seinem Spiel immer wieder an Jimi Hendrix oder John McLaughlin. Ola Mile Bruland am Bass macht Rhythmusgitarren und Keyboards überflüssig. Der Schlagzeuger Jonas Eide Hollund verbindet starken Groove mit großer Explosivität. Diese „progressive“ Mischung aus Hardrock, Jazzrock und Spacerock atmet viel vom experimentellen Geist von 1970. Die vier Stücke (zwischen 7:50 und 11:32 lang) sind dem LP-Format angepasst.
Glutton – Skiva Heter Vishnu!
Label: Apollon
Format: CD, LP, digital
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