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Präsentation Borresen M8 Gold Signature und Aavik M8 Monoblöcke

Børresen M8 Gold Signature und Aavik M-880

Sinfonie der Innovation

Børresen M8 Gold Signature und Aavik M-880

In Aalborg inszenierte die Audio Group Denmark mit der Børresen M8 Gold Signature und den Monoblöcken Aavik M-880 zwei kompromisslose Referenzen.

Präsentation Borresen M8 Gold Signature und Aavik M8 Monoblöcke

Als Audiohersteller seinen Firmensitz im dänischen Aalborg zu haben, hat Vorzüge. Einer davon ist das Musikkens Hus – eine spektakulär moderne Konzerthalle, die großer Musik eine opulente Bühne bietet. Für die Audio Group Denmark also die perfekte Kulisse, um ihr neues Flaggschiff-Gespann zu präsentieren. Die Neuzugänge Børresen M8 Gold Signature und Aavik M-880 verstehen sich weniger als reguläre Produktneuheiten denn als Manifest.

Es geht hier nicht um „Noch-mehr-High-End“, der Anspruch ist größer: Das System will vertraute Grenzen von Maßstab, Kontrolle und Auflösung neu definieren.

Präsentation Borresen M8 Gold Signature und Aavik M8 Monoblöcke
Wenn man schon die perfekte Bühne direkt vor der Haustür hat, sollte man sie auch nutzen: Das Musikkens Hus klingt nicht nur hervorragend; Musik wird hier mit einer spektakulären optischen Kulisse garniert.

Das Erscheinungsbild der M8 hat etwas Architektonisches: drei Module, übereinandergestapelt zu einer akustischen Skulptur. Im Zentrum arbeitet das Mittelhochton-System, flankiert von je einem Bassmodul ober- und unterhalb. 325 Kilogramm bringt jede Box auf die Waage. Doch schiere Masse ist hier kein Selbstzweck. Der Gedanke dahinter ist maximale Oberfläche zur Minimierung von Anregung und Energiespeicherung – mithin maximale Kontrolle.

Präsentation Borresen M8 Gold Signature und Aavik M8 Monoblöcke
Die große Enthüllung: Michael Børresen tritt zum Größenvergleich an.

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Im Tiefton setzt Børresen auf ein gefaltetes Dipolprinzip. Nicht weniger als zwölf Acht-Zoll-Treiber arbeiten pro Lautsprecher, in gegenläufiger Anordnung. Auch hier gilt: Die immense Membranfläche dient nicht so sehr einem Mehr an Bass, sondern einem Weniger an Belastung. Wird die Last auf viele Schultern verteilt, trägt jede einzelne weniger. Ein klassischer Ingenieursgedanke – bemerkenswert zeitgemäß in einer Ära, in der so vieles digital „in der Postproduktion“ geradegezogen wird. Die M8 verfolgt den entgegengesetzten Ansatz und strebt von vornherein kompromisslos Perfektion in der physischen Domäne an.

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Ein Sixpack oben, ein Sixpack unten – insgesamt arbeiten zwölf 20-er Woofer im Tiefton. Die Zielvorgabe ist vor allen Dingen maximale Entspanntheit in allen Lagen.

Seit Jahren erzählt Børresen seine Lautsprecher als Geschichte der Schnelligkeit: geringe bewegte Masse, minimierte Energiespeicherung, Antriebssysteme zur Reduktion von Induktivität und nichtlinearen Magneteffekten. Die M8 radikalisiert diesen Gedanken. Auch im Hochton bleibt man sich treu. Ein Bändchen ist kein Allheilmittel – in einem System dieser Größenordnung jedoch eine logische Wahl. Minimale Masse bei großer Membranfläche lässt eine Flachmembran leicht, aber nicht leichtgewichtig klingen, womit sie nahtlos an die Designphilosophie im Bass anschließt. Dabei offenbaren Bändchen Details, ohne sie je demonstrativ zur Schau zu stellen.

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Der Flächenstrahler im Hochton und eisenfreie Antriebe sind nur zwei der zahllosen Technologien, die hier im Dienste maximaler Schnelligkeit zum Einsatz kommen.

In seiner Konstruktion ist das neue Flaggschiff als Bi-Amping-System gedacht – nicht als Option, sondern als Voraussetzung. Die Bassmodule werden separat betrieben und über externe, analoge Aktivweichen eingebunden. Ein klares Bekenntnis zu Präzision durch disziplinierte Signalführung und sorgfältige Kontrolle im Zeitbereich – ohne DSP-Latenzen als gegeben hinzunehmen. Wer die M8 ernsthaft betreibt, wird ihr eine Kette zur Seite stellen, die diese Trennung konsequent bis in die Energieverteilung hinein umsetzt.

Präsentation Borresen M8 Gold Signature und Aavik M8 Monoblöcke
Die vier Monoblöcke à 70 Kilo gehören obligatorisch zum Gesamtkonzept.

Wer Lasten verteilt, sorgt dafür, dass jede Instanz ihre Aufgabe unbehelligt erfüllen kann. In einem System dieser Klasse erscheinen Monoblöcke daher nur logisch. Leistung ist im High End ohnehin nur die sichtbare Oberfläche. Entscheidend ist das Verhalten, wenn Impedanzen einbrechen, Stromspitzen gefordert werden, große Bassmembranen abrupt starten und stoppen müssen. Die passende Endstufe M 880 ist deshalb nicht gebaut, um vehement zu schieben, sondern eben auch unter widrigsten Bedingungen mühelos zu führen. Dabei nennt Aavik für seine Monos Zahlen, die wenig Raum für Bescheidenheit lassen: 400 Watt an 8 Ohm, 800 Watt an 4 Ohm, rund 1300 Watt an 2 Ohm – bei einem kommunizierten Dämpfungsfaktor von über 1000. Des Pudels Kern sind freilich nicht die Zahlen selbst, es geht um die Idee dahinter: Kontrolle als Fundament von Gelassenheit.

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Aavik spricht von „Class A reimagined“. Gemeint ist ein Class-A-Prinzip mit einer Bias-Strategie, die die Ausgangsstufe permanent knapp oberhalb des benötigten Betriebsstroms hält – kommuniziert als 0,63 Volt „über Bedarf“. Sozusagen die elegante Umschreibung eines alten Traums: die klangliche Kontinuität von Class A zu erreichen, ohne den Verstärker nebenbei zum Heizkörper zu machen. Auch das Netzteil folgt keiner simplen „Großer Trafo, große Kondensatoren“-Logik. Stattdessen setzt man auf mehrere PFC-/Resonanznetzgeräte in Kombination mit lokaler Energiespeicherung und kürzestmöglichen Strompfaden. Die Philosophie ist nicht um die Maßgabe herum gebaut, möglichst viel Energie bereitzuhalten, sondern sie im entscheidenden Moment augenblicklich verfügbar zu machen.

Mit rund 70 Kilogramm pro Monoblock ist die M-880 auch mechanisch eine Ansage. Doch wie bei allen Komponenten dieses Systems ist nichts reines Schmuckwerk – alles folgt der Logik der Stabilität.

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Am Abend der Präsentation im Musikkens Hus in Aalborg habe ich die Frage, ob man „mehr“ hört, nach den ersten drei Takten vollkommen vergessen. Das können ohnehin viele Anlagen leisten. Was dieses Setup besonders macht, ist, dass man weniger wahrnimmt: weniger Anstrengung, weniger Kompression, weniger Härte im Hochton, weniger Unruhe im Grundton. Das System vollbrachte ein Paradox: Es trat zurück, ohne klein zu wirken, es spielt groß, ohne zu drängen, es zeichnete fein, ohne zu flirren.

In diesem Sinne sind M8 und M-880 keine bloßen HiFi-Produkte. Sie sind der Versuch, eine alte Idee wiederzubeleben: Emotionale Wirkung entsteht nicht über Effekte, sondern über Stabilität. Musik berührt uns nicht, weil sie spektakulär ist – sondern weil sie glaubwürdig erscheint. Die Botschaft aus Aalborg ist eindeutig: M8 und M-880 sind keine Solisten. Der Lautsprecher fordert die Kontrolle, die dieser Verstärker liefert – und beide sind so konzipiert, dass Störungen, mechanisch wie elektrisch, nicht nachträglich korrigiert, sondern von vornherein minimiert werden. Das ist High End in seiner reinsten Form: nicht dekorativ, sondern deterministisch.

Präsentation Borresen M8 Gold Signature und Aavik M8 Monoblöcke

Info

Lautsprecher Børresen M8 Gold Signature

Konzept: dreiteiliger modularer Lautsprecher bestehend aus Mittelhochtoneinheit und zwei gefalteten Dipol-Bassmodulen und externen, analog-aktiven Frequenzweichen zur Bassanbindung
Bestückung Mittelhochtonmodul: 1 x Bändchenhochtöner RP94 Gold Signature, 2 x 5″-Tiefmitteltöner
Bestückung Bassmodule: 12 x 8″-Tieftöner
Empfindlichkeit (1 W/1 m): 87 dB
Nennimpedanz: Mittelhochtonmodul 8 Ω, Bassmodule 5 Ω
Trennfrequenzen: Mittel-/Hochton 2,4 kHz, Tief-/Mittelton variabel über externe Frequenzweiche
Maße (B/H/T): 64/222/82 cm
Gewicht: ca. 325 kg
Besonderheiten: obligatorisches Bi-Amping, eisenfreie Treibermotoren
Ausführung: Schwarz Hochglanz/Sichtcarbon

Mono-Endverstärker Aavik M-880

Konzept: Class-A-Monoendstufe
Leistung (8/4/2 Ω): 400/800/1200 W
Dämpfungsfaktor: > 1000 (nominell)
Netzteil: PFC-/Resonanzkonzept mit lokaler Energiespeicherung
Gewicht: ca. 70 kg

Kontakt

Audio Group Denmark

Rebslagervej 4
9000 Aalborg
Dänemark
info@audiogroupdenmark.com

www.audiogroupdenmark.com

Die angezeigten Preise sind gültig zum Zeitpunkt der Evaluierung. Abweichungen hierzu sind möglich.