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Jonathan Coe - The Rotters' Club

Jonathan Coe – The Rotters’ Club

Buchprüfung

Jonathan Coe – The Rotters’ Club

Der Autor dieses 400-Seiten-Romans (dt. Titel: Erste Riten) ging in den 1970er Jahren in Birmingham zur Schule.

The Rotters‘ Club von Jonathan Coe macht die Zeit von damals wieder lebendig – die Arbeitskämpfe in England, Streiks und Blackouts, Rechtsradikale auf den Straßen und die Bedrohung durch die IRA, insbesondere das Attentat in Birmingham im November 1974. Für die Jugendlichen damals gibt es aber eigentlich nur ein Thema: die Musik, den progressiven Rock.

Jonathan Coe - The Rotters' Club

Benjamin Trotter, vom „Rassisten“ Eric Clapton enttäuscht, findet durch den etwas älteren Freund seiner Schwester zur experimentellen Canterbury-Szene: Henry Cow, Hatfield And The North, National Health – Musik, die „komplex und schwierig“ ist. (Das legendäre Hatfield-Album The Rotters’ Club gibt dem Roman seinen Namen.) Sein Freund Philip Chase steht dagegen total auf den sinfonischen Prog von Genesis, Yes, Focus oder Gryphon. Zusammen wollen die beiden auch eine Band starten, kommen aber über die erste Probe nicht hinaus. Immerhin hat die Band einen Namen: „Gandalf’s Pikestaff“ – Philip ist nämlich Tolkien-Fan. Das Aufkommen des Punk und das Ende der Prog-Ära 1976 sind ein traumatischer Einschnitt: „Es war die ruhmvolle Wiedergeburt der Zwei-Minuten-Single. Keine Gitarrensoli mehr. Konzeptalben waren out, Mellotrone verboten.“ Benjamin entdeckt daraufhin die Musik von Vaughan Williams und übt sich als Komponist. Im Mittelpunkt des Romans steht eine wunderbare Liebesgeschichte.

Hier finden Sie die deutsche Fassung Erste Riten von Jonathan Coe auf www.thalia.de.

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