Marten Coltrane Supreme Extreme
Im Ultra-High-End interessiert sich niemand für das Gesetz der abnehmenden Erträge. Es geht hier allein um die Frage nach dem technisch Machbaren – nicht im Rahmen des Vernünftigen, sondern absolut. Die Marten Coltrane Supreme Extreme ist die ultimative Verkörperung dieser Philosophie: 800 Mannstunden und 400 Quadratmeter Kohlefasermatten verschlingt die Produktion eines jeden Lautsprecherpaares. Treiber mit Keramik- und Diamantmembranen, in Form gestreichelt von Spulen und Kondensatoren von Mundorf und Duelund, dürfen in diesen Preisregionen als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Überraschend ist, wie puristisch diese hochkomplexen Kolosse in ihrem Wesenskern sind: Besessen von seinem Streben nach makellosem Zeitverhalten lässt es sich Entwickler Leif Mårten Olofsson nicht nehmen, sich selbst das Leben schwer zu machen, indem er in der Frequenzweiche ausschließlich Filter erster Ordnung verbaut.

Die enorm aufwendige Konstruktion und vor allem die teils extrem kostspieligen Treiber sind deshalb eine absolute technische Notwendigkeit. Im Hörraum zahlt sich der Aufwand auf spektakuläre Art und Weise aus: Es ist verblüffend, mit welcher Schlüssigkeit und räumlichen Eindeutigkeit ein Lautsprecher aufspielen kann, dessen Treibermembranen sich auf mehrere Quadratmeter verteilen. Es ist faszinierend zu erleben, wie derart visuell dominante Türme beim Druck auf die Play-Taste sich selbst wie auch den Hörraum scheinbar vollständig auflösen und durch eine frappierend glaubhafte Abbildung des Musikgeschehens ersetzen.
Hier finden Sie die Firmenreportage über unseren Besuch bei Marten in Göteborg.



