Thorens TD 1600 mit TP 160
Der Innovations-Award für einen Plattenspieler im Retrogewand? Das lässt sich vergleichsweise einfach darlegen: Zum einen ist es ein Thorens – und damit Spross einer traditionsreichen Ahnenreihe, die vor mehr als 50 Jahren mit dem TD 160 sogar als Vorbild für Legenden wie Linns LP12 diente. Außerdem handelt es sich um ein Modell mit stabilisiertem Subchassis, das nicht nur mit exzellenter Verarbeitung und tollen Zargenfurnieren glänzt, sondern mit parallelen RCA- und XLR-Abgriffen sowie dem ausgelagertem Netzteil (TPN 1600) über eine vielseitige Ausstattung verfügt. Als „1601“ wird der TD übrigens alternativ mit einem elektrischen Tonarmlift ausgeliefert.
Der eigentliche Clou verbirgt sich allerdings tief im Inneren des Tonarms. Helmut Thiele entwickelte eigens für Thorens’ 1600er-Familie den TP 160 und griff dafür zu einer Technologie, an der man sich in seligen Vinyl-Hochzeiten die Zähne ausgebissen hat: Der TP 160-Tonarm des TD 1600 verfügt über ein stabilisiertes Messerlager, bei dem die messerscharfe Klinge über Magnete in die Furche gezogen wird. Dies verhindert, dass Vibrationen, die von außen auf den Plattenspieler einwirken, das Tonarmlager in Resonanzen versetzen und so die Abtastung verfälschen.

Im Hörraum liefert der Plattenspieler, was seine technischen Daten versprechen: Der TD 1600 destilliere Emotionen, wo andere Dreher lediglich Töne aus der Rille lesen, urteilte unser Autor. Und das Feinste daran: Das Komplettpaket liegt für einen Plattenspieler dieser Güte mit unter 3500 Euro auch noch in erschwinglichen Regionen.
Hier geht’s zum Test des Thorens TD 1600 mit TP 160.



