Wilson Audio WATT/Puppy
„Legende“ ist kein Titel, den wir leichtfertig vergeben. Um diese Auszeichnung zu ergattern, genügt es nicht, in einer Kategorie ein herausragend gutes Produkt zu liefern; sie ist Ikonen vorbehalten, die jeder, der sich auch nur beiläufig mit dem Thema HiFi beschäftigt, aus dem Stegreif nennen kann, und die die audiophile Landschaft entscheidend geprägt haben. Diese Bedingungen erfüllt die Wilson Audio WATT/Puppy ohne jeden Zweifel. Dabei ist sie eher zufällig entstanden: Nachdem Dave Wilson auf Druck von Ohrenzeugen seinen persönlichen, kompromisslosen Mini-Monitor WATT (Wilson Audio Tiny Tot) zum kommerziellen Produkt gemacht hatte, komplettierte er ihn drei Jahre später mit dem Bassfuß Puppy, um die untersten Oktaven abzudecken. Das System wurde in der Folge nicht nur zu einem der meistverkauften High-End-Lautsprecher aller Zeiten – auch wenn das Modell zeitweise aus den Katalogen verschwunden war, prägt die Bauform als Mittelhochtoneinheit auf einem Bassmodul bis heute nicht nur die Produktpalette von Wilson Audio, sondern wurde auch zur Blaupause für etliche Mitbewerber. Zur Feier des 50-jährigen Firmenbestehens brachte die Lautsprecherschmiede aus Provo den Namen zurück, freilich bestückt mit den neuesten Errungenschaften in Sachen Treibertechnik, Frequenzweichenbauteilen (Kondensatoren aus eigener Herstellung!) und nicht zuletzt Gehäusematerialien.

Dem Prinzip nach bleibt die Neue ihrem Ursprung von vor knapp 40 Jahren treu, ohne im Geringsten wie ein Blick in vergangene Zeiten zu wirken. Sie fügt sich nahtlos in den aktuellen Lautsprecherkatalog wie auch in die gesamte High-End-Landschaft ein – als wäre sie nie weg gewesen.
Hier geht’s zum Test der Wilson Audio WATT/Puppy.



